Reisenews Jänner: Coole Ausflugs - und Veranstaltungstipps in Wien & lesenswerte Artikel

Donnerstag, Januar 31, 2019 Chamy 1 Comments

Pünktlich zum neuen Jahr dachte ich mir, ich führe eine neue regelmäßige Kategorie ein: Die Reisenews! Hier gibt es jeweils am Letzten des Monats einen kleinen Überblick zu spannenden Berichten rund ums Reisen, einen Überblick der Artikel, die ich in den letzten 4 Wochen veröffentlicht habe, einen kleinen privaten Ausflugs- & Reiseausblick meinerseits und last but not least gebe ich euch 7 Tipps und Anregungen zu coolen Veranstaltungen und Ausflugsideen in und rund um Wien.

Ausflugs - und Veranstaltungstipps für Februar

Da das Wetter nicht unbedingt zu Outdoor-Aktivitäten einlädt, habe ich für euch 7 Ideen, die ihr auch bei schlechtem Wetter in und rund um Wien machen könnt.

#1 Musicalbesuch

Wie wäre es mal wieder mit einem Musicalbesuch? Ich war zuletzt bei Bodyguard und richtig begeistert von der Performance und den Stimmen der Künstler. Außerdem läuft aktuell auch noch "I am from Austria", was ebenfalls sehr unterhaltsam sein soll.

#2 Eislaufen / Eisstockschießen am Rathausplatz

Zugegeben, ich bin schon länger nicht mehr auf Schlittschuhen gestanden, hätte aber auch mal wieder Bock ein paar Runden übers Eis zu drehen. Besonders cool finde ich den Wiener Eistraum am Rathausplatz. Eine wahnsinnig tolle Atmosphäre mit all den Lichtern, wenn auch nicht gerade ein Schnäppchen. Ich war dort übrigens vor einigen Tagen beim Eisstockschießen, was ebenfalls lustig und mal was anderes war. Zum Aufwärmen und Stärken empfehle ich zum Einkehren Kolariks Almhütte. Im urig-rustikale Ambiente werden österreichische Speisen in Bioqualität serviert. Bestellt werden können Schmankerl wie Gulasch- oder Knoblauchcreme-Suppe, Wiener Schnitzel oder Almgröstl sowie die legendäre, knusprig-saftige Kolarik-Surstelze, die ich schon mehrfach gegessen habe und somit nur empfehlen kann. Zum süßen Abschluss verführen Sachertorte, Germknödel und Topfenschmarrn (ebenfalls sehr lecker!) mit Zwetschkenröster. Geöffnet hat der Eistraum und die Gastronomie noch bis zum 03.03.2019.

#3 Planetarium

Das Planetarium oder auch das "Haus der Sterne" im Wiener Prater ist ebenfalls immer wieder einen Besuch wert. Im Wiener Planetarium erwartet einem der modernste Sternenprojektor der Welt. Damit wird bei verschiedensten "Astro-Shows" der Sternenhimmel täuschend echt dargestellt, was mich immer wieder aufs Neue fasziniert.

#4 Besuch in der Albertina bei freiem Eintritt

Am Freitag den 15.02.2019 ab 18:30 Uhr lädt die Albertina unter dem Motto "Rubens bis Makart. Die fürstlichen Sammlungen Liechtenstein" bei freien Eintritt ein. Besonderer Anlass dafür ist, dass sich die Gründung des Fürstentums Liechtenstein 2019 exakt zum 300. Mal jährt. Wer ist nicht zur Eröffnung schafft: Zu sehen sind die Meisterwerke noch bis zum 10. Juni 2019. (Hier geht es zu unserem Blogbeitrag "Albertina mit Kindern")

#5 Miniatur Tirolerland - Spaß für die ganze Familie

Auf rund 200 Quadratmetern befindet sich eine beeindruckende Miniaturlandschaft mit mehr als 1.000 Gebäuden, 5.000 teils handgefertigten Bäumen und 21.000 Figuren. Die Miniaturwelt ist zwar eine Fantasielandschaft, die aber viele Elemente Tirols aufgreift: So kann man zum Beispiel die Bergisel-Schanze, das Goldene Dachl von Innsbruck, die Kirche in Telfs oder auch die die Hahnenkamm-Bahn bestaunen. Ich habe das Miniatur Tirolerland letztes Jahr besucht und kann es als kurzweiligen 1-2-stündigen Ausflug bei Schlechtwetter nur empfehlen. Nächste Öffnungszeiten: Freitag 08.02. bis Sonntag 10.02.2019 jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr.

#6 Kreativmesse-Wien 2019

Die Kreativmesse-Wien ist eine Messe für alle, die gerne basteln und selber machen. Zahlreiche Aussteller präsentieren sich auf der Kreativmesse in Wien und bieten ein tolles Angebot an Produkten, Workshops und Ideen für alle Bastelbegeisterten und Kreativen. Am 16.02. und 17.02. lädt die Messe in der Modecenterstraße 22 wieder alle Bastelbegeisterten ein vorbeizuschauen. 

#7 Welcam – Open Stage For Dragqueens

Mal etwas Neues probieren? Wie wäre es am Samstag den 16.02. in der City Bar im 1. Bezirk vorbeizuschauen? Dort hostet Dragqueen Erika Empire ihr eignes Event. Beim "Welcam – Open Stage For Dragqueens" ist jeder willkommen und der Eintritt ist frei.

Lesenswerte Reiseartikel im Jänner

In den letzten Wochen bin ich natürlich auch über den ein oder anderen spannenden Artikel meiner Reisebloggerkollegen gestolpert, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

>> Action Cam Test – die günstige HD Action Kamera Alternative im Unterwasser Test
Für alle, die sich überlegen eine solide Action Cam zu kaufen, aber nicht Unsummen ausgeben wollen, ist vielleicht der Artikel von Gin des Lebens ganz interessant zu lesen.

>> Salzburg im Zeichen der Mozartwoche 2019, meine Tipps zum Kulturevent
Was wäre wohl Salzburg ohne Mozart? Die liebe Claudia berichtet von ihrer Heimat, der Mozartstadt Salzburg und der Mozartwochen, die dieses Jahr vom 24. Jänner bis 3. Februar stattfindet.

>> Laudamotion – Billigflieger-Neuling mit dem Wolf im Schafspelz
Als großer Niki Lauda - "Fan" und Vielflieger seiner ehemaligen Airline FlyNiki hat mich dieser Bericht natürlich sehr interessiert. Schade, dass Laudamotion nun seit Anfang 2019 nun endgültig Ryanair gehört…

>> Ist die CO2-Kompensation bei Flügen sinnvoll oder nur ein Ablasshandel? 
Auf welchen Plattformen kann der CO2-Ausgleich erfolgen? Was sind die Vorteile der Kompensation, was sind die Nachteile? Auf welchen Grundlagen werden bei Flügen die CO2-Emissionen eigentlich berechnet? Ein ziemlich interessanter Artikel der sich mit all diesen Fragen beschäftigt und auseinandersetzt.

Meine Blogbeiträge im Jänner

Lost Place: Zeche Zollverein im Ruhrgebiet
Wien: Backstage beim Musical Bodyguard im Ronacher
Finnland: Ein Auslandssemester zwischen Sauna und Salmiakki
Wien: Über 50 coole Schlechtwetter Ausflugsideen

Geplante Ausflüge und Reisen

Nicht viel... Keine Reisen, keine Ausflüge... nichts steht an. Aber mal schauen, was die nächsten Tage noch so bringen. ;-) Ach nein, ein Musicalbesuch bei "I am from Austria" steht auf meinem Agenda, da wir günstige Karten ergattert haben.

Habt ihr interessante Tipps, Ausflugsideen oder Blogbeiträge, die ich in meinen Reisenews für Februar vorstellen könnte? Dann nur her mit dem Link! ;-)

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Wien: Über 50 coole schlechtwetter Ausflugsideen

Mittwoch, Januar 30, 2019 Chamy 1 Comments

Schüler und Schülerinnen dürfen sich nächste Wochen freuen, denn endlich sind die langersehnten Semesterferien da. Da ich immer wieder gefragt werde, was man denn Cooles in Österreichs Hauptstadt machen könnte, habe ich euch 50 Ausflugsideen für das schmuddelige Februarwetter zusammengesucht. Die Tipps sind sowohl für Kinder ab dem Schulalter, als auch für junge Erwachsene spannend. Viele der hier aufgezählten Museen bieten in der Ferienzeit neben den normalen Ausstellungen auch immer wieder Sonderführungen für (jüngere) Kinder an. Wenn ihr auf die Links klickt, kommt ihr zu meinen ausführlichen Erlebnisberichten.

Ausflugsideen in Wien bei schlechtem Wetter

Ausflugsideen in Wien bei schlechtem Wetter


Natur & Tierwelt:

- Haus des Meeres
- Schmetterlingshaus im Burggarten
- Palmenhaus Schönbrunn
- Wüstenhaus Schönbrunn

Museen & Kultur:

- Museum der Illusionen
- Haus der Musik - das Klangmuseum
- Feuerwehrmuseum in der Zentralfeuerwache
- Schokomuseum der Confiserie Heindl
- Chocolate Museum I'm Prater
- Verkehrsmuseum Remise der Wiener Linien
- Heeresgeschichtlichen Museum Wien
- Energie-Erlebniswelt Spittelau
- Wiener Albertina mit Rätselrallye und Junior-Guides
- Sisi Museum / Kinderführung in der Hofburg
- Foltermuseum Wien
- Technische Museum
- Kunsthistorische Museum mit Kindern
- Naturhistorisches Museum
- Schloss Schönbrunn
- ZOOM Kindermuseum
- Das Dritte Mann Museum
- Rauchfangkehrer-Museum Wien
- Römermuseum am Hohen Markt
- Brennpunkt° - Museum der Heizkultur
- Wiener Kriminalmuseum
- Pathologisch-anatomisches Museum im Narrenturm (definitiv NICHTS für jüngere Kinder!)
- Hermesvilla im Lainzer Tiergarten
- Kunst Haus Wien / Hundertwasserhaus
- Fälschermuseum Wien
- Das Wiener Pratermuseum

Action & Bewegung:

- Windobona Indoor Skydiving
- Kletterhalle Wien in der Donaustadt (auch ideal für Kinder)
- Kinderkarts auf der Monza Kartbahn-Wien
- Schwimmen im Amalienbad
- Therme Wien in Oberlaa
- Erlebnishallenbad Hütteldorf
- Erlebnisbad Dianabad
- Für jüngere Kinder gibt es in Wien unzählige Indoor-Spielplätze (z.B. den Bogi Park oder Monki Park)

Kreatives & Sonstiges:

- Room Escape Spiele
- Besuch im Filmcasino
- Miniatur Tirolerland
- Planetarium im Wiener Prater
- Time Travel Vienna
- Backstage-Führung im ORF Funkhaus
- Figurentheater LILARUM
- Die Dritte Mann Tour in der Wiener Kanalisation
- Kreativitätszentrum LYMA (Yoga, Music, Arts) für Jung & Alt
- HANDS UP  Erlebnis-Ausstellung über Gehörlosigkeit
- Tierischer Kreativgarten Meidling
- Madame Tussauds Wien
- "Dialog im Dunkeln" im Schottenstift
- Marionettentheater im Schloss Schönbrunn
- Morgenarbeit in der Spanischen Hofreitschule
- Kasperl und Pezi im Urania Puppentheater
- Flughafen Wien - Besucherwelt

Mehr Ideen gefällig? Dann schaut doch gerne bei meinem 120 Ausflugsideen-Guide in und rund um Wien vorbei.

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Finnland: Ein Auslandssemester zwischen Sauna und Salmiakki

Montag, Januar 28, 2019 Chamy 3 Comments

Ich bin Roach, eventuell kennt ihr mich noch vom Artikel über Lost Places. Wenn ich nicht gerade in verlassenen Häusern umher krieche, konzentriere ich mich auf mein Studium. Aktuell bin ich am Ende meines Masterstudiums in Europäischer Ethnologie und starte jetzt mit der Masterarbeit. Eigentlich stand an diesem Punkt ein Auslandssemester nicht mehr wirklich im Raum. Gereizt hat mich der Gedanke aber trotzdem...nach reichlicher Überlegung wurden also erstmal Infos eingeholt (Anm.: Ich studiere in Innsbruck und unser Institut ist recht klein), das Erasmus-Programm ist da wirklich fein und für unseren Studiengang gab es auch zwei Partneruniversitäten. Meine Wahl fiel sofort auf Finnland. Ich wollte immer schon mal nach Nordeuropa. Ein paar Wochen später war es dann offiziell: Ich ziehe für 4 Monate in die Stadt Turku im Südwesten Finnlands. Von Mitte August bis Weihnachten.

Finnland Nordlichter

Von den Bergen ins Flachland

Vom Münchner Flughafen ging es erst mal nach Helsinki und von dort weiter nach Turku. Allein schon der Flug in der alten Propellermaschine war ein Erlebnis. Gegen Abend erreichte ich dann, leider ohne Gepäck (das blieb irgendwo zwischen München und Helsinki hängen), den Flughafen und wurde von meiner Tutorin ins Studentenheim etwas außerhalb von Turku gebracht. Nachdem dann auch mein Gepäck zwei Tage später ankam, konnte es endlich mit frischen Klamotten und geladener Kamera losgehen. Auf zu einem kleinen Abenteuer durch Finnland!

Turku

Turku ist eine kleine Stadt am äußersten Ende des Festlandes. Vorgelagert ist ein Archipel mit schätzungsweise etwa 20.000 bis 50.000 Inseln. Turku selber hat etwa 188.000 Einwohner, welche sich aber auf ein großes Gebiet verteilen, das Zentrum selber ist überschaubar. Das Interessante an Turku ist, dass die komplette Stadt zweisprachig ist, wie in anderen Regionen im Westen Finnlands, wird von einem großen Teil der Bevölkerung Schwedisch gesprochen. Der schwedische Name der Stadt ist Åbo. Die Universität, welche ich besuchte war ebenfalls rein schwedischsprachig. Turku ist auch sonst eine kleine Anomalie in Finnland. Das Klima ist im Vergleich zu anderen Regionen gemäßigt und hier ist auch der einzige Ort, wo man Birken finden kann. Turku selber ist vom Stadtbild her recht neu, diverse Feuer und Fremdherrschaft geben der Stadt ein Bild, welches eher sozialistisch anmutet. Besonders außerhalb des Zentrums wurde ab den 60ern stark gebaut. Sehenswürdigkeiten hat das Städtchen am Schengenmeer trotzdem zu bieten. Eine Besonderheit ist die Burg von Turku. Stadt- und Landesgeschichte gemischt mit der mittelalterlichen Vergangenheit sind den Besuch allein schon wert, die Kulisse ist aber auch sehr cool. Auch einen Dom gibt es in Turku. Mein persönliches Highlight ist aber definitiv das Maritim-Museum. Für jemanden aus dem tiefsten Tirol und null Bezug zur Schifffahrt schon aufregend. Besonders toll sind die Museeumsschiffe, welche draußen ankern. Vor allem das Militärschiff hatte es mir angetan. Ansonsten eignet sich Turku als Ausgangspunkt für alle möglichen Aktivitäten im Freien. Finnland präsentiert sich generell als guter Ort für Outdoor-Aktivitäten, ob Radfahren, Joggen, Campen oder einfach nur zum Spazieren. Weite Landschaften und jede Menge kleine Seen bieten viele Möglichkeiten. Ein ganz besonderes Schmankerl ist die Insel Russialo,welche vom Stadtzentrum aus mit dem Bus erreicht werden kann. Ein geschützter Sandstrand lädt zum Verweilen ein, der ein oder andere springt auch gerne von der Sauna direkt ins kalte Wasser. ;)

Finnland Turku
Finnland Turku
Finnland Turku
Finnland Turku
Finnland Turku
Finnland Turku
Finnland Turku
Finnland Turku

Naantali

Naantali ist ein kleiner Ort etwas nördlich vom Stadtzentrum Turkus und kann mit dem Bus leicht innerhalb einer Stunde erreicht werden. Praktisch: Die Bustickets gelten nicht nur für Zentrum sondern die ganze Region. Naantali ist in erster Linie ein schöner Ort während des Sommers, wenn die Yachten noch im Hafen ankern und die Promenade belebt ist. Es ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert, wer mit Kindern reist kann auch der Mummin-Welt einen Besuch abstatten. Einige kennen sicherlich die kleinen weißen Trolle von Tove Jansson. Ich selber war nicht dort, daher keine weiteren Informationen dazu.

Naantali
Naantali

Rauma

Rauma ist eine Stadt mit etwas mehr als 39.000 Einwohnern etwa eineinhalb Busstunden von Turku entfernt. Da wir gerade dabei sind: Überlandbusse sind sehr günstig und angenehm zum Reisen! Das tolle an Rauma ist, dass es eine der wenigen noch stehenden Holzhausstädte in Finnland ist und außerdem die drittälteste Stadt Finnlands. Das historische Zentrum unterscheidet sich wirklich krass von anderen Städten des Landes. Heute wird es vor allem von kleinen Handwerksbetrieben, netten Shops und Cafes sowie Galerien benutzt. Ansonsten bieten die bunten Häuschen eine nette Abwechslung.

Rauma
Rauma
Rauma
Rauma

Santa Claus Village Rovaniemi 

Wir bewegen uns entlang der Westküste steil nach oben Richtung Lappland, oder besser gesagt sogar in die Hauptstadt Lapplands: Rovaniemi. Die Stadt ist bekannt als Zentrum im hohen Norden und, Funfact, auch das Zuhause der Band Lordi. Wir haben uns aber auf den Weg zu unserem eigentlichen Ziel nicht lange dort aufgehalten sondern sind direkt zu einer der Attraktionen etwas außerhalb der Stadt gefahren. Den nur hier lebt, angeblich, der echte Weihnachtsmann! Den wollten wir definitiv besuchen, besonders einen Monat vor Weihnachten. Zum Weihnachtsmann zu kommen erwies sich aber als etwas schwierig... die lange Schlange vermieste uns die Stimmung bereits etwas. Aufgrund des Zeitdrucks, wegen der Schlüsselübergabe zeitig in unserem Cottage anzukommen entschieden wir uns also das Dorf zu erkunden und es eventuell am Ende nochmals zu probieren. Zuerst sei gesagt: Das Dorf im Dunkeln beleuchtet zu sehen ist wirklich ein Erlebnis! Die Häuschen sind mit viel Liebe gestaltet und wirken richtig magisch. Als erstes überquerten wir den „magischen“ Polarkreis, welcher mitten durchs Dorf verläuft, anscheinend kann man sich auch ein Zertifikat dafür ausstellen lassen, leider hatte das Büro während unseres Besuchs leider geschlossen. Dafür hatte die Post offen! Mein persönliches Highlight des Dorfes! Hier kann man Postkarten an seine Liebsten oder sich selber senden, hier gibt es dann auch den unverwechselbaren Poststempel. Wer will, dass die Karten sofort versendet werden, der wirft sie in den orangen Briefkasten, der rote Briefkasten ist für Sendungen, die kurz vor Weihnachten ankommen, die Kinder zu Hause haben sich tierisch gefreut. Ansonsten besteht der Rest mehr oder weniger aus Souvenirshops und Cafes. Man kann auch Touren mit dem Rentierschlitten oder Huskys machen. Ich wollte mein Glück aber nochmal beim Weihnachtsmann probieren. Auf den Weg zurück zum anderen Haus stand aber plötzlich nochmal ein Schild, das Santa hier im oberen Stock zu finden ist? Ja, scheinbar braucht sogar der Weihnachtsmann zu Stoßzeiten ein bisschen Hilfe. Der Weg zum Büro lässt einen selbst ein bisschen zu einem Kind werden, die Details sind wirklich schön, auch wenn es zeitweise eher etwas von einem Erlebnispark hatte. Und da war er nun der Moment, nach etwa 20 Minuten durfte ich zum Weihnachtsmann. Draußen wurde ich noch gefragt, woher ich komme und dann durch die Tür ins Büro geschickt. Da saß er dann auch, wie man ihn sich vorstellt. Nach etwas Konversation auf Deutsch gabs noch ein Foto. Hier am Ende noch eine Anmerkung: Der Eintritt ist komplett frei, das einzige was bezahlt werden muss sind die gekauften Sachen und die Fotos. Hier gibt es mehr Optionen, vom einfachen Abzug in 20x30 für 21 Euro bis hin zum Komplettpaket mit Video und Fotos in digitaler Form für 49 Euro. Ich habe mich persönlich für einen einfachen Abzug entschieden. Nun wurde es aber Zeit, weiter ging es nach...

Santa Claus Village Rovaniemi
Santa Claus Village Rovaniemi
Santa Claus Village Rovaniemi
Santa Claus Village Rovaniemi
Santa Claus Village Rovaniemi
Santa Claus Village Rovaniemi
Santa Claus Village Rovaniemi
Santa Claus Village Rovaniemi
Santa Claus Village Rovaniemi

Saariselkä 

Saariselkä ist ein kleiner Ort nahe Inari etwa zwei Stunden von der norwegischen und russischen Grenze entfernt. Wir hatten ein kleines Cottage für unsere kleine Gruppe und zum Glück auch einiges an Schnee! Saariselkä ist ein toller Ort für Langläufer, Loipen gibt es Kilometer weit. Auch für Skianfänger eignet sich der Ort, bessere Skifahrer kommen nur bedingt auf ihre Kosten. Ansonsten gibt es direkt dran einen den größten Nationalparks in Finnland, dem Urho-Kekkonen-Nationalpark. Hier lässt es sich herrlich Wandern. Die Wahl fiel aber aus einem anderen Grund auf diesen Ort: Saariselkä bietet einen wunderbaren Ausgangsort für Rentier- und Huskyaktivitäten. Rentiere streicheln und füttern in der nahe gelegen Rentierfarm, welche von Sami betrieben wird und mit dem Hundeschlitten durch Hinterland fahren, ein Traum! Auch wenn sich das Lenken des Schlittens als anstrengender herausgestellt hat als erwartet. Die Hunde warten nur darauf zu laufen und lassen sich einmal in Fahrt kaum bremsen! Außer es geht wirklich mal aufwärts, dann bekommt man erst mal den vorwurfsvollen Blick zugeworfen, weil man nicht mit schiebt. Wer nach soviel Action Hunger hat der bekommt mitten in einem der Hauptweidegebiete für Rentiere natürlich auch was Besonderes auf den Teller. Rentier in allen möglichen Varianten gibt es überall. Besonders zu Empfehlen ist der „Muossi Grill“, zumindest der Rentier-Hot Dog und die Rentier-Currywurst waren sehr lecker, auch wenn Rentierfleisch generell recht salzig ist! Wer sein Essen doch lieber in einem normalen Restaurant genießt, der hat die Möglichkeit, in der Ravintola „Pirkon Pirtti“ eine Pizza mit leckerer Bärensalami zu bekommen. 

Saariselkä
Saariselkä
Saariselkä

Auf zum Arktischen Ozean

Aber nun zu unserem Highlight, denn was wäre Lappland ohne Sauna? Und wenn man schon mal in der Nähe ist warum das ganze nicht auch mal auf „Norwegisch“ Probieren? Also auf Richtung Fjorde! Aufgrund der kurzen Tage (etwa 3 Stunden Licht) hatten wir ein wunderbares Licht über den Bergen.  Nahe des Fischerdorfes Bugøynes gibt es die Arctic Ocean Sauna. Reservieren kann man diese vorher online. Die Anbieter bieten drei Saunas an, eine direkt im Ort und zwei weitere etwas abseits, unterscheiden tun sich diese nur in der Größe. Aufgrund unserer Gruppengröße gab man uns die kleinste Sauna in einem der Fjorde. Statt in den Schnee springt man hier direkt ins Polarmeer. Definitiv ein Erlebnis im Polarwinter im Dunkeln von der Sauna ins Meer zu laufen. Nach der Überwindung beim ersten Mal war es einfach nur noch geil. Am späten Abend ging es zurück nach Saariselkä. Aufgehalten wurden wir an der Grenze zum Glück nie. Trotzdem lohnt sich ein Stopp in der Nähe von Neiden, der Fluss durchschneidet tosend die Landschaft und an der Tankstelle direkt an der Grenze hab ich die besten Rippchen bekommen, welche ich jemals gegessen habe. ;)

Zurück nach Süden...

Leider hat alles ein Ende, auch unser Lappland-Abenteuer. Das Studium rufte ja auch. Dennoch konnte ich mir dann einen kleinen Wochenendtrip nicht verkneifen, auf zu einem der wohl schrägsten Orte des Landes: Åland. (Disclaimer: Mitte Dezember ist nicht die beste Reisezeit für diesen Ort). Åland ist eine Insel auf halben Wege zwischen Schweden und Finnland. Politisch gehört sie zu Finnland, dennoch fühlt man sich eher wie bei dem westlichen Nachbarn. Erstmal wird hier nur Schwedisch gesprochen und auch kulturell orientiert man sich mehr an den Schweden. Nach fünf Stunden Fähre von Turku aus landete ich also in Mariehamn, der Hauptstadt dieser autonomen Region. Man merkte schnell, dass gerade keine Saison war, die Insel ist besonders im Sommer was für Leute mit ihren Yachten, um diese Zeit war es also eher ruhig. Die Pension hatte ich zumindest komplett für mich allein und auch die nette Dame des Gästehauses war sehr überrascht, dass um diese Jahreszeit überhaupt noch wer kommt. Das Wetter war recht mies und aufgrund der rauen Lage mitten in der Baltischen See war der kalte Wind gut spürbar. Ansonsten besteht Mariehamn aus einigen Geschäften, Lokalen und Restaurants. Da es kurz vor Weihnachten war gab es auch einen Weihnachtsmarkt im alten Osthafen. Ein bisschen Schlendern durchs Hafenviertel lohnt sich auch sonst. Hier werden Schiffe auch restauriert und die Werkstätten sind offen. Ansonsten konzentrierte sich das Leben rund um eine Bar und zwei Restaurants. Die Burger in Dino’s Bar und Grill sind sehr zu empfehlen.Alternativ gibt es auch hier eine Filiale der finnischen Burgerkette Hessburger. Allerdings sollte man auf der Insel etwas mehr Budget einplanen, da fast alles importiert werden muss. Fazit: Schräg aber cool, muss unbedingt im Sommer mal hin.


Auf in die Heimat

Am 22.12. war die Reise dann auch zu Ende. Also zurück über Helsinki nach Tirol. Über Helsinki kann ich leider nicht sehr viel schreiben, ich habe tatsächlich nur wenig Zeit dort verbracht und hatte eigentlich nur Zeit für den Weihnachtsmarkt vor dem Dom.
Dennoch ein Erlebnis, welches wir noch lange in Erinnerung bleiben wird!


Reisetipps für Finnlands gefällig?

Ich habe Finnland als ein sehr ruhiges, sicheres Land erlebt, mit etwas Hausverstand kommt man auch alleine gut zurecht. Finnisch zu sprechen ist definitiv nicht nötig, auch Privatpersonen sprechen zum Teil bis ins hohe Alter sehr gutes Englisch. Ich habe die Finnen selber als eher ruhig und zurückhaltend erlebt, dennoch kann man relativ gut ins Gespräch kommen. Was auffällt ist, dass viele im Vergleich sehr patriotisch sind und einem sehr gerne alle möglichen Volks- und Soldatenlieder vorspielen, einen unglaublich viele Tipps geben und sich doch sehr darüber freuen, wenn man ein paar Brocken Finnisch kann. Wer es sich als Deutsch-Muttersprachler einfacher machen will, der kann zumindest in den südwestlichen Teil des Landes darauf vertrauen, dass jeder relativ gut Schwedisch spricht, besonders weil es eine große schwedische Minderheit in diesem Gebiet gibt.. Schwedisch ist im ganzen Land offizielle Zweitsprache und wird in Schulen als Pflichtfach unterrichtet, nur trifft man außerhalb dieses Gebietes selten auf Leute welche sich auch bereit erklären Schwedisch zu sprechen. Das Budget sollte aber etwas höher berechnet werden, Lebensmittel sind etwa 30% teurer als in Österreich. Alkohol ist um einiges teurer! Trotzdem lohnt es sich mal etwas “Salmiakki” zu probieren. Im Winter sollte man im nördlichen Teil des Landes nicht mit geräumten Straßen rechnen, Schneefahrbahn mit Kies sind völlig normal. Dafür kann man aber auch den Bus nehmen, diese sind sehr günstig, alternativ gibt es auch noch gute Zugverbindungen. Ansonsten gibt es nicht wirklich etwas spezielles zu beachten.


 
Kleiner Tipp für Fotos: Wer plant, zwischen November und Februar nach Lappland zu fahren, sollte beachten, das es relativ wenig Tageslicht gibt.
Das kann vor allem beim Fotografieren sehr lästig sein. Für Fotografen ist sicher die zweite Hälfte des Winters besser. Was aber sehr gut in dieser Zeit funktioniert, ist das Fotografieren von Polarlichtern. Ich hatte dreimal das Glück, das Schauspiel zu sehen, lustigerweise nur einmal im hohen Norden. In dieser Zeit können die Sonnenstürme durchaus stark genug sein, um die Lichter auch im Süden zu sehen. Sofern das Wetter mitspielt, das kann nämlich sehr wechselhaft werden. ;)

Über die Autorin 
Wer mehr über die Abendteuer von Roach und ihren Komplizen lesen möchte, sollte unbedingt auf  Urban Roach - Exploring the dark Side vorbeischauen. Auf dem österreichischen Urban Exploring Blog findet man seit 2013 wirklich eindrucksvolle Fotos von Lost Places, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Wien: Mein Perfect Day - Backstage beim Musical Bodyguard, Essen im Mama und der Bulle & Übernachten im Astoria

Dienstag, Januar 15, 2019 Chamy 1 Comments

Backstage im ehrwürdigen Ronacher Theater, ein leckeres Steak im neueröffneten "Mama & der Bulle" und einmal im ersten Bezirk Wiens nächtigen?! Das alles durfte ich dank eines aufregenden Tages beim Videodreh mit BePart.Tv erleben und möchte ich heute Revue passieren lassen.

Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard

Mit der Limousine zu Mama & der Bulle

Nachdem wir uns alle kurz kennengelernt hatten, brachte uns eine Limousine zu dem neueröffneten Steakrestaurant Mama & der Bulle. Schon beim Betreten erinnerte mich das Lokal irgendwie an das Rinderwahn. Oh Moment mal, liegt vielleicht daran, dass es die selben Inhaber hat. ;-) Aus dem ehemaligen Filmcafé und einer Erdgeschoßwohnung wurde also vor Kurzem das zweistöckige Lokal Mama & der Bulle. Eine Hommage an die Inhaberin Gabriele Huth, die "Mama". Das Konzept: Kleine aber feine Auswahl an Burgern, Steaks und Beilagen zu erschwinglichen Preisen. Ich hatte ein saftiges Flat Iron Steak aus der Schulter mit einem Maiskolben und Pommes und habe mir als Nachspeise noch einen unheimlich leckeren Schokokuchen mit flüssigen Kern gegönnt. Aber nicht nur das Essen hat mich überzeugt, sondern auch die Einrichtung, die bis ins kleinste Detail liebevoll durchdacht ist. Eine offene Küche, warme Holztöne und selbst die Toiletten haben ihren Charme. Für mich definitiv ein Lokal, welches ich in der Wiener Innenstadt empfehlen und auch wieder besuchen möchte! Und das Beste: Nur ein paar Gehminuten entfernt befindet sich auch das Ronacher Theater.

Restaurant Mama & der Bulle
Restaurant Mama & der Bulle
Restaurant Mama & der Bulle
Restaurant Mama & der Bulle
Restaurant Mama & der Bulle
Restaurant Mama & der Bulle
Restaurant Mama & der Bulle
Restaurant Mama & der Bulle
Restaurant Mama & der Bulle
Restaurant Mama & der Bulle
Restaurant Mama & der Bulle

Backstage im Ronacher Theater

Klar, das Ronacher Theater im 1. Wiener Gemeindebezirk kennt man als Einheimischer natürlich. Zig Mal bin ich in den letzten Jahre schon vorbeigelaufen, zig mal wollte ich mir schon ein Musical anschauen, aber zustande gekommen ist es dann doch nie. Umso mehr habe ich mich über die kurzweilige Backstage-Führung mit den interessanten Facts zum ehemaligen Etablissement Ronacher gefreut. Im Rahmen einer Backstage-Führungen erfährt man nämlich nicht nur über die Geschichte des Hauses – nein man darf sogar die Bühne betreten und einen Blick auf die aufwändigen technischen Einrichtungen, die die großen Shows erst möglich machen, werfen. Wusstet ihr z.B. dass das Ronacher Theater rund 750 Mitarbeiter hat und davon fast 60% technisches Personal sind? Oder dass die Theaterkostüme zwischendurch mit Wodka besprüht werden, um sie zu desinfizieren?

Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard

Bodyguard - Das Musical

Nach der spannenden Führung und einem Besuch in der Maske hieß es Platz nehmen, um das Musical "Bodyguard" zu genießen. Das Musical basiert – wie die meisten sicher wissen – auf dem gleichnamigen Film mit Whitney Houston und erzählt die dramatische Liebesgeschichte von Superstar Rachel Marron und ihrem Bodyguard Frank Farmer, der engagiert wird als ein unheimlicher Psychopath Rachels Leben bedroht. Anfangs ist das Verhältnis zwischen den beiden extrem angespannt, weil Rachel mit den strikten Sicherheitsvorkehrungen zunächst nur wenig anfangen kann und der Meinung ist, keinen Bodyguard zu benötigen. Nach und nach entwickeln die beiden allerdings Gefühle füreinander, bis es am Abend der Oscar-Verleihung unter den Augen eines Millionenpublikums zum großen Showdown kommt…
Ich muss gestehen ich war etwas skeptisch, da Whitney Houston ja eine ganz großartige Sängerin war, weswegen ich nicht dachte, dass das Musical auch nur annähernd an ihre Stimme und den Gänsehautfaktor ankommen kann. Ich wurde allerdings eines besseren belehrt und war wirklich geflasht von Patricia Meedens (der Hauptdarstellerin) Stimme! Nach einem kurzen Kennenlernen auf der Bühne ging's noch zum Cocktailtrinken, ehe ich mich auf mein bequemes Bett freute.

Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard
Backstage beim Musical Bodyguard

Austria Trend Hotel Astoria

Die Nacht durfte ich dann im Austria Trend Hotel Astoria auf der Kärntner Straße, nicht weit entfernt vom Stephansdom, verbringen. Das traditionsreiche Jahrhundertwende-Hotel spannt den Bogen zwischen gestern und morgen mit viel Charme, Eleganz und Wiener Flair. Bei seiner Eröffnung 1912 galt das Astoria als modernstes Hotel der Stadt. Über die Jahre beherbergte es zahlreiche in- und ausländische Aristokraten, Diplomaten, berühmte Wissenschaftler und Politiker sowie internationale Bühnen- und Filmstars. Heute bietet das renovierte Hotel alle Vorzüge eines zeitgemäßen 4-Sterne Hotels, versprüht aber trotzdem noch den Altwiener Charme. Ich durfte in einem komfortablen Executive Zimmer nächtigen und war besonders von dem Marmorbad begeistert. Das Frühstück konnte ich leider nicht genießen, da mich das Bett gefangen hielt und mir Schlaf dann doch wichtiger als Essen war. ;-)

Austria Trend Hotel Astoria
Austria Trend Hotel Astoria
Austria Trend Hotel Astoria
Austria Trend Hotel Astoria
Austria Trend Hotel Astoria


Vielen Dank an BePart.Tv und die Vereinigten Bühnen Wien für diesen tollen Tag!

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