Roadtrip USA – was ihr zum Thema Mietwagen wissen solltet

Für viele sind die USA ein begehrtes Reiseziel und ein Roadtrip vor allem durch den Westen steht bei Reisebegeisterten oft ganz oben auf der Wunschliste. Wer zum ersten Mal im Land der unbegrenzten Möglichkeiten unterwegs ist kann sich bei der Planung aber zunächst etwas überfordert fühlen, denn neben dem besten Flug, den Unterkünften, Shopping, Ausflügen etc. gibt es doch so Einiges zu beachten. Ich möchte euch daher in nächster Zeit einige Tipps zu den einzelnen Reisebereichen geben, denn nach mittlerweile gut 13 Reisen in dieses unglaublich schöne Land würde ich mich doch als „fortgeschrittene“ Reisende betrachten. Legen wir also heute los mit meinen Tipps zum perfekten Mietwagen:


Warum sich eine Buchung ab Deutschland anbietet
Egal, ob ihr euren Mietwagen bereits am Flughafen entgegen nehmt, oder euch erst ein paar Tage Entspannung vor Ort gönnt, eine Buchung ab Deutschland macht vor allem aus Versicherungsgründen Sinn. Bucht ihr nämlich über einen deutschen Anbieter, so sind in der Regel sehr viel umfänglichere Versicherungen inklusive als bei einer Buchung in den USA. Besonders wichtig ist hier eine erhöhte Haftpflicht, ein zusätzlicher Fahrer sowie eine Absicherung von Unterboden, Glas und Reifen die eigentlich bei deutschen Portalen standardmäßig inklusive sind. So seid ihr im Fall der Fälle bestens abgesichert und habt von Anfang an auch eine gute Preisübersicht, denn ihr müsst vor Ort keine teuren Zusatzoptionen dazu buchen. Passt aber bei der Fahrzeugübernahme auf, dass man euch nicht doch noch etwas andreht, denn das ist Herrn A. und mir schon des Öfteren aufgefallen – obwohl das All-Inklusive-Versicherungspaket auf dem Mietvertrag ausgewiesen ist, wurde uns dennoch dies und das angeboten. Einfach freundlich ablehnen und gut!
Ein zusätzlicher Tipp: Viele deutsche Portale bieten die Option an, den Mietwagen mit leerem Tank abzugeben, was sich für uns mittlerweile bewährt hat. Ihr braucht so nicht noch im Rückreisestress eine Tankstelle suchen, sondern könnt einfach den Wagen leer abgeben. Der Aufpreis dafür entspricht lediglich einer Tankfüllung und ist ein kleiner Luxus, den wir uns gerne gönnen.



Die richtige Mietwagengröße
Von klein und übersichtlich bis „beinahe LKW“ bekommt ihr in den USA so ziemlich jede Wagenklasse, die euer Herz begehrt. Dabei ist es aber wie im wahren Leben und ihr solltet nicht nur aufs Äußere achten, denn was auch immer ihr auswählt wird euch den ganzen Urlaub lang begleiten und euch und euer Gepäck transportieren. Mit einem Cabrio den Hwy 1 in Kalifornien entlang zu fahren mag in der Vorstellung echt cool sein, der Kofferraum bei diesen Dingern ist aber zumeist recht klein und ihr solltet gut überlegen, ob euer Gepäck dort hinein passt. Die Alternative etwas auf der Rücksitzbank zu verstauen bedeutet nämlich, dass ihr das Convertible bei jeden Stopp zufahren müsst um Langfinger von der all zu leichten Beute abzuhalten. Mehr Stauraum, eine erhöhte Sitzposition und somit perfekte Sicht bieten da SUVs, mit denen Herr A und ich im wahrsten Sinne immer gut gefahren sind. An der Ostküste wünschte sich der Mann dann sogar ein riesiges Schiff, einen Ford Expedition der fast schon einen LKW glich und ein Trittbrett ausfuhr, damit kleine Menschen wie ich überhaupt einsteigen konnten *lach. Ein geräumiger, super bequemer aber auch durstiger Begleiter der zudem im überfüllten Stadtverkehr von Boston schon einiges an Konzentration verlangte! Im Osten der USA war der Sprit mit durchschnittlich 2,50$ pro Gallone recht günstig, an der Westküste mit 4$ reißt aber ein so spritfressendes Monster ein enormes Loch in die Reisekasse – auch das solltet ihr also bedenken.


Alles fit?
Seid ihr bei eurem Vermieter angekommen und habt euch am Tresen angemeldet, bekommt ihr eure Papiere in die Hand gedrückt und könnt euch zumeist aus der sogenannten „Choiceline“ etwas aussuchen. Grob nach Wagenklassen sortiert findet ihr hier dann die verschiedensten Fabrikate und die Auswahl des perfekten Gefährts ist nicht immer leicht. Lasst euch hier Zeit, prüft den Wagen auf Schäden, den Zustand der Reifen, die Kilometerzahl und auch die verbleibende Motoröl-Lebensdauer, damit ihr unterwegs keine bösen Überraschungen erlebt. Wir mussten bereits zwei mal einige Zeit in der Werkstatt verbringen, um das Motoröl wechseln zu lassen, einen Wagen wegen eines platten Reifens tauschen, einen anderen wegen abgefahrener Reifen und so weiter. Mit unserem Standard-Vermieter National alles kostenlos und kein Problem, es kostet aber wertvolle Urlaubszeit und kann verhindert werden, wenn ihr euch das Auto vorher genau anschaut! In unserem letzten USA Urlaub hatten wir uns zB in Boston einen wundervollen Suburban ausgesucht, der bei näherem Blick aber nur noch gut 500 Meilen bis zum nächsten Ölwechsel hatte – unser Roadtrip war aber deutlich länger und so hätten wir den Wagen unterwegs tauschen, oder zum Ölwechsel geben müssen. Wir stiegen also lieber gleich auf einen Expedition um, der uns den Urlaub hindurch sicher begleitete


Tetris – oder auch: richtig einpacken
Ein Roadtrip bedeutet das größtmögliche Maß an Freiheit, heute hier und morgen dort. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass ihr keinen festen Ausgangspunkt habt und eure Koffer in jeder neuen Unterkunft aus- und wieder einladen müsst. Ein Roadtrip ist tatsächlich ein Leben aus dem Koffer und daher kann ich euch nur wärmstens ans Herz leben vorausschauend zu packen, sowohl im Koffer selbst, als auch im Auto. Es bringt euch nichts, wenn ihr jeden Morgen erst mal ewig lange nach einem frischen Slip wühlen müsst, oder euer Koffer im Kofferraum hinter Tüten und Kram so weit nach hinten rutscht, dass ihr erst den halben Wagen ausladen müsst um sie zu erreichen. Ich habe daher mein eigenes System entwickelt, weiß ganz genau was wo im Koffer liegt und kann so auch auf die schnelle frische Kleidung heraus angeln. Herr A. ist zudem Meister darin die Koffer so zu verstauen, dass sie auch im Falle einer starken Bremsung gut liegen und wir doch schnell an sie heran kommen. Und ganz ehrlich, manchmal lohnt es sich auch den Kulturbeutel und frische Wäsche für eine Nacht in einen kleinen Rucksack zu schmeißen, so dass ihr die Koffer in sicheren Gegenden im Auto lassen könnt und nur mit leichtem Gepäck übernachtet.
Zugegeben, mit zu viel Ordnung im Kofferraum „outet“ ihr euch zwar als Touristen, denn den Amis liegt nichts ferner als ein sortierter Kofferraum, aber wen störts?!


Was unterwegs nützlich ist
Die Frage, welche Gimmicks unterwegs nützlich sein können wird wohl jeder anders beantworten, denn jeder hat andere Bedürfnisse. Für uns ist eine Kühlbox unabdingbar, denn darin können wir egal bei welchem Wetter nicht nur Getränke und Lebensmittel, sondern auch Medikamente und sogar meine Kosmetik vor Hitze schützen. Solche Boxen gibt es um 16$ in jedem größeren Walmart (oder anderen Supermarkt), Kühlpacks bekommt ihr ab 1$ ebenfalls dazu und Hotels bieten Eiswürfel sogar oft kostenlos an. Selbst wenn ihr also eine Pause in der Mojave Wüste macht habt ihr kühle Getränke und Snacks dabei. Achtet aber darauf die Kühlbox auf der Rücksitzbank anzuschnallen – so kommt ihr schnell an sie heran und sie steht trotzdem absolut sicher. Wir haben unsere Box übrigens nach dem letzten Urlaub in einem Thriftstore gespendet :)
Ebenfalls nützlich kann ein USB Stick mit eurer Lieblingsmusik sein, denn in den einsamen Gegenden von Utah ist der Radioempfang oft recht mau und nicht jeder Wagen hat ein CD Fach, Satelliten-Radio muss zudem oft extra gezahlt werden. Zudem empfehle ich euch einen Navi Halter und eine USB-Steckdosenleiste, die einen einfachen USB-Anschluß in viele verwandelt und so Platz für eure Handys, Navi etc bietet. Als super nützlich hat sich auch eine Packung Küchenrolle und einfacher Glasreiniger erwiesen, denn in Wischwassertank des Mietwagens ist oftmals nur klares Wasser und nach einer Fahrt durch die Nationalparks erschweren Insekten, Staub und Dreck gerne mal die klare Sicht. Da Tankstellen nicht immer in der Nähe sind könnt ihr mit Glasreiniger und Küchenrolle die Scheibe in Windeseile wieder säubern – zudem die perfekte Ausstattung um die „Plumpsklos“ in den Nationalparks etwas erträglicher zu machen!


Ihr seht, wer auf Kleinigkeiten achtet ist auch „on the road“ bestens vorbereitet und wird viel Freunde mit seinem Mietwagen haben. Und sollte doch mal etwas sein, so haben wir die Erfahrung gemacht das die Vermieter super hilfsbereit sind und auch ein Wagentausch kein Problem ist – in einem Urlaub hatten wir sogar mal 4 (!) verschiedene Auto, natürlich ohne Aufpreis. Eure Euphorie für den anstehenden Urlaub in Ehren, aber wer bei der Buchung und Übernahme des Mietwagens einen kühlen Kopf behält, der fährt deutlich besser!


Nevadas Highway 50 – the loneliest road in America

Bei unserer Reisen durch den Westen der USA haben wir schon oft einsame Gegenden erlebt, sei es in der Mojave Wüste zwischen Kalifornien und Nevada, entlang des Moki Dugway in Utah oder in den Wäldern von Oregon. Aber nie zuvor sind wir tatsächlich „the loneliest Road in America“ gefahren, den Highway 50 der sich einmal quer durch das Land zieht und dabei so abwechslungsreiche Gegenden durchstreift wie kaum ein anderer. Aber in Nevada, genauer gesagt zwischen Baker im Osten und Carson City an der Grenze zu Kalifornien kann man den Staat auf so einsame Art erleben, wie sonst nirgendwo.





1986 kührte das „Life“ Magazin diesen Streckenabschnitt zu „America´s Loneliest Road“ und riet jedem Tourist von der Strecke ab – zu wenige bis gar keine Sehenswürdigkeiten, zu wenig Infrastruktur, zu gefährlich im Falle einer Panne. Nicht gerade das, was man sich als Tourismusverband aufs Aushängeschild schreibt, zumindest bis der Staat Nevada erkannte das man aus der negativen auch eine sehr interessante Touristenattraktion machen konnte. Denn wo sonst ist es so einsam, wo sonst kann der von den blinkenden Lichtern Las Vegas´verwöhnte Tourist mal seine Survival-Kenntnisse auspacken und das vermeintlich raue, wahre Nevada kennenlernen?





So viel sei gesagt – weder ist der Hwy 50 gefährlich, noch langweilig, sondern auf jeden Fall eine Reise wert! Der endlose Blick über das weite Land, die verträumten kleinen Städte entlang der Strecke und die absolute Ruhe hier sind einzigartig und öffnen nicht nur den Blick, sondern auch den Geist auf eine ganz besondere Art und weise. Still ist es draußen, im Auto und auch im Kopf als Herr A und ich hier entlang fahren, beeindruckt von der Landschaft, die sich so wenig verändert und den Blick kilometerweit auf gelegentliche Ansammlungen der hier weit verbreiteten Sagebrush-Sträuchen frei gibt. Wie heißt es so schön „Hier kannst du heute schon sehen, wer dich morgen besuchen kommt und auf dem Weg zu dir ist!“. Kleine Punkte am Horizont brauchen gefühlt ewig um sich in Autos zu verwandeln, die erst nach einer guten halben Stunde den eigenen Wagen passieren und im Rückspiegel verschwinden. Das Gefühl für Entfernung verschwimmt so wie die Straße in der heißen Sommersonne.





Von Baker , einem verträumten Nest am Fuße des Great Basin Nationalparks führt uns der Weg 320 Meilen, also gut 515 km immer Richtung Westen, vorbei an Ely, Eureka und Austin bis nach Fallon. Eine Strecke, die Einheimische wohl nur mit festem Ziel befahren, um die bekannteren Orte wie Reno, oder Carson City am Lake Tahoe zu erreichen. Für uns ist aber der Weg das Ziel, ein Weg, auf dem Kurven so selten sind wie Gegenverkehr, Radioempfang ein Fremdwort ist, auf dem der Horizont so unendlich weit entfernt scheint und nur vereinzelte Kühe auf eine – zumindest rudimentäre – landwirtschaftliche Nutzung des Landes hinweisen. Eine innere Ruhe macht sich breit, eine Faszination für das Eintönige! Ich kann mich an keine Ecke in Deutschland oder Europa erinnern, wo einem bei einer mehrstündigen Fahrt kein einziges Auto oder Haus begegnet....





Selbst die kleinen Ortschaften wie Ely, Eureka oder Austin bieten kaum mehr als die nötigste Infrastruktur – Tankstellen, kleine Shops und Restaurants, die bekannten Motels. Manchmal findet sich ein altes Opernhaus, Kirchen, kleine Museen zur Geschichte der Strecke, die einst auch Bestandteil des berühmten Pony Express war. Nichts aber, was international bekannt ist oder einen längeren Aufenthalt wirklich lohnt – abgesehen von der Gemütlichkeit und dem Nichts drumherum, dieser Stimmung so weit weg vom Trubel. Wer hier anhält, der lernt eine neue Art von Gemütlichkeit kennen, fernab aller städtischen Hektik. Da erscheint einer der gelegentlichen Testflüge der Air Force schon als echte Abwechslung, zumal die Flieger auch teilweise recht tief über die mit trockenem Gras bedeckten Ebenen düsen.





Wer America´s Loneliest Road hinter sich bringt und auf der Reise fleißig Stempel in seinem kleinen Infoheftchen zur Strecke sammelt, der erhält später per Post sogar noch ein Zertifikat und Glückwunsch des Gouverneurs! Eine schöne Idee, die den Touristen quasi dazu zwingt in den ehemaligen Bergbaustädtchen anzuhalten und nach einem Stempel, einem Getränk und vielleicht einem Souvenir Ausschau zu halten. Dafür bekommt er dann aber mehr als nur Erinnerungen, denn so ein Glückwunsch des Gouverneurs zum Überleben des Highway 50 macht sich doch ganz wunderbar an der heimischen Pinnwand! 

Ihr merkt es schon, ich als großer Fan des bunten Treibens in Las Vegas habe mich in den absoluten Gegensatz verliebt, die Einsamkeit entlang der Route 50 in Nevada!

Reisetipps: Meine Überlebenstricks für Langstreckenflüge


Urlaub. Ein Ereignis auf das wir uns das ganze Jahr über freuen. Für viele bedeutet der Flug Richtung Urlaubsdestination allerdings Stress pur. Anbei meine ganz persönlichen Tipps, gesammelt über die Jahre auf unzähligen Langstreckenflügen, mit und ohne Kindern. Denn die Erholung kann bereits im Flugzeug beginnen.
Wie ich es schaffe hoch in der Luft, inmitten fremder Menschen, meine kleine Wohlfühloase zu schaffen? Ich verrate es euch:

Überlebenstipps auf Langstreckenflügen


Vor dem Abflug

Essen vorbestellen

Auf Langstreckenflügen ist es möglich spezielle Menüs vorzubestellen. Damit erspart ihr euch die Wartezeit – denn Vorbestellungen werden immer zuerst serviert – und so geht ihr sicher auch etwas zu bekommen, das euren Ernährungsgewohnheiten entspricht.

Online einchecken

Vergesst nicht online einzuchecken! So könnt ihr euch frühzeitig euren Wunschsitzplatz sichern und verkürzt die nervige Wartezeit am Check-in Schalter. Denn die Gepäckaufgabe für Online eingecheckte Fluggäste erfolgt meist an anderen Schaltern, mit deutlich kürzerer Wartezeit.

Lieblingsmusik oder Mediation

Große Menschenansammlungen oder Fliegen an sich macht euch nervös? Sorgt vor, indem ihr eure Lieblingsmusik, Hörbücher oder geführte Mediationen downloadet und somit offline verfügbar macht. Noise Cancelling Kopfhörer rein und ihr seid in eurer kleinen Welt, fernab von all dem Trubel.
Im Zuge dessen möchte ich euch auch den YouTube Channel von Carmen ans Herz legen – ASMR Traumreisen vom Feinsten!

Düfte, Parfums und Öle

Es gibt einen Duft den ihr besonders liebt? Den ihr mit einem wunderschönen Ereignis verbindet an das ihr euch gerne zurückerinnert? Oder ein ätherisches Öl, von dem ihr wisst, dass es euch beruhigt? Dann ab damit ins Handgepäck und auftragen sobald sich eine innere Unruhe breit macht...


Flug Tipp über den Wolken


Das Handgepäck

Weniger ist mehr

Für mich gilt beim Handgepäck immer der Grundsatz: Weniger ist mehr. Nichts ist unangenehmer als schweres und voluminöses Handgepäck quer durch den Flughafen schleppen oder schieben zu müssen. Deshalb: Beschränkt euch auf das Notwendigste! Hier einige meiner Must Haves auf Langstreckenflügen:

Warme Socken

Schuhe aus und gemütlich machen... Deshalb gehören warme Socken immer mit ins Handgepäck. (auch weil die Decken, die im Flugzeug ausgeteilt werden, meist recht kurz sind und was gibt es schon Unangenehmeres als kalte Füße...?)

Lockere Kleidung

Reisebekleidung sollte locker und leicht sein. Hütet euch vor zu warmer Kleidung – Zwiebellock ist angesagt. Neben den bereits oben erwähnten Socken hat sich das Mitbringen eines Schals, als Schutz vor zu stark blasenden Klimaanlagen, bewährt.

Eigene Wasserflasche

Bringt unbedingt eure eigene Wasserflasche mit. Diese könnt ihr nach der Flüssigkeitskontrolle wieder befüllen. So spart ihr nicht nur Einwegplastik, sondern seit auch nicht vom ersten Bordservice abhängig, der sich erfahrungsgemäß etwas verzögern kann.

Wichtigste Flüssigkeiten & Kosmetik

Packt Mini-Versionen von euren Lieblingsprodukten ein. Ich habe immer dabei: Bürste, Haargummi, Trockenshampoo, Parfum, Reinigungstücher, Concealer, Bronzer, Zahnbürste und Lippenpflege. Klingt nach viel, passt aber wunderbar in einen klassischen 1 Liter Flüssigkeitenbeutel. Und kurz frischegemacht vor der Landung, oder bei einem Zwischenstopp, fühlt man sich doch gleich viel besser.

Kopfhörer

Noise Cancelling Kopfhörer schirmen euch von Flugzeuglärm und Geräuschen andere Mitreisender ab. So schafft ihr euch eure eigene kleine Welt. Vergesst nicht ein Aux-Kabel mitzubringen, wenn ihr auch das Bordprogramm genießen wollt.

Stift ins Handgepäck

Eines gehört immer ins Handgepäck: Ein Kugelschreiber. Oft sind bereits im Flugzeug Visa- oder Zollpapiere auszufüllen. Habt ihr euren eigenen Stift dabei spart ihr Zeit und Nerven.

Ladeakku & Stromkabel

Egal welche Akkus, sie gehören ins Handgepäck. Vergesst auch nicht ein Powerbank und ein Ladekabel für eure Smartphones mitzubringen. Inzwischen verfügen praktisch alle Langstreckenflugzeuge über eine Möglichkeit eure elektronischen Geräte am Platz aufzuladen.

Schlafmaske

Schlafmasken werden – vor allem auf Billigflügen – nicht immer verteilt. Sie machen aber einen unglaublichen Unterschied, wenn es darum geht euch eure eigene kleine Blase bzw. Welt im Flugzeug zu schaffen. Deshalb bringt eure eigene, für euch passende, Schlafmaske mit.

Gurt über Decke schließen

Ihr wollt schlafen? Dann schließt den Sicherheitsgurt über der Decke. So verhindert ihr, dass euch das Bordpersonal wecken muss, sollte es zu Turbulenzen kommen. Denn diese sind in erster Linie für eure Sicherheit verantwortlich!

mit kindern fliegen

Mit Kindern

Nicht zu viel Spielzeug mitbringen

Auch für das Fliegen mit Kindern gilt: Nehmt nicht zu viele Sachen mit. Spielzeug von zuhause ist selten so interessant wie das von der Airline Bereitgestellte, oder das Entertainmentprogramm an Board. Deshalb: Spart euch die Schlepperei und macht mal eine Ausnahme, was die Bildschirmzeit betrifft.

Kinderrucksäcke

Das mag jetzt brutal klingen: Aber alles was eure Kinder mitbringen wollen, können sie auch selbst tragen. Dies gilt übrigens auch für Wechselwäsche und Snacks. So vermeidet ihr übrigens auch zu viel einzupacken. Die Essantials für unseren Kinderrucksack: Ein Buch, ein Reisespiel, kleines Kuscheltier, Snack, Wasserflasche und...

Ersatzkleidung

Geht es euch auch so? Sobald ihr Wechselkleidung eingepackt habt, benötigen eure Kinder keine, aber wehe ihr habt keine dabei... Deshalb packe ich immer etwas ins Handgepäck. Allerdings nur das Notwenigste: Ein leichtes Langarmshirt und eine leichte Jogginghose. Unisex und in einer Größe, dass es zur Not beide Kinder tragen könnten.

Nasentropfen

Babys und Kinder haben manchmal Schwierigkeit mit dem Druckausgleich beim Start oder der Landung. Wer selbst schon mal mit einer Erkältung geflogen ist weiß, wie weh das tun kann. Die Kleinsten könnt ihr durch Stillen oder trinken lassen während des Steig- und Sinkflugs unterstützen. Älteren Kinder hilft es oft ein Bonbon zu lutschen oder einen Kaugummi zu kauen. Für den Fall, dass das alles nichts helfen sollte, habe ich immer abschwellende Nasentropfen im Handgepäck.

Snacks aus dem Flugzeug

Kindermenüs sind meist sehr üppig. Und oft schlafen die Kinder just in dem Moment, wenn der Bordservice beginnt. Hebt deshalb verpackte Snacks für später auf, wenn der große Hunger kommt.

Vorab Schlafenszeiten vereinbaren

Meine Kinder lieben das Entertainmentsystem an Board. Klar, fliegen ist eine Ausnahmesitaution und sie dürfen soviel fernsehen wie sie wollen. Außer – es ist Schlafenszeit. Deshalb überlege ich vorab, wann es günstig wäre zu schlafen, um einen Jetlag zu vermeiden. Wir vereinbaren deshalb immer vorab Schlaf- und Spielzeiten. Bei Asien Flügen mit einem Zwischenstopp zum Beispiel: Wien > Dubai (Nachtflug): Zeit zum Schlafen; Dubai > Indien: Fernsehzeit

Malediven Flug tipp

 

Und zum Schluss eine Frage: Was sind eure Top-Tipps für einen entspannten Flug, als Familie, oder auch alleine? Teilt es doch in den Kommentaren. Würde mich freuen!



Sonja Bruckner

USA: Wissenswertes für deinen ersten Besuch in Austin, Texas

Carmen hat mich für ihren Soloreisen-Blogbeitrag interviewt und so kam es auch dazu, dass ich hier nun hin und wieder über meine Reisen berichten werde. Womit anfangen? In den letzten Jahren war ich viel unterwegs. Carmen hatte mich nach meinem am weitesten entfernten Reiseziel gefragt und das ist Austin in Texas. Fange ich am besten damit an, denn es war eine tolle Reise und es gibt viel zu erzählen!


Warum eine Reise nach Austin?

Wieso gerade Austin? Obwohl Austin auf meiner Liste von zukünftigen Reisezielen stand, war es eine eher spontane Aktion und hauptsächlich durch ein sehr günstiges Flugticket begründet. Die Woche vor Weihnachten war für so eine warme Region perfekt. Ich würde es dort definitiv nur im Winter aushalten. Es sollte sich herausstellen, dass Austin einer meiner schönsten Urlaube werden würde.

Anreise und Unterkunft

Von Wien gibt es natürlich keinen Direktflug, via London ging es mit British Airways nach Texas. Etwas über 2 Stunden nach London, Terminalwechsel und nochmal etwa 10 Stunden von London bis Texas. Die Zeit verging wie im Flug und ich kam endlich dazu den Film „Crazy Rich Asians“ zu sehen. (Kann ich übrigens wirklich empfehlen.)


Die Einreise in Austin verlief relativ unkompliziert und dauerte durchschnittlich lange. Der Flughafen ist nicht so groß wie viele andere in den USA und das sorgt für kurze Wege und relativ entspannte Abläufe. Als Person ohne Führerschein bin ich ohne Mietauto, sondern hauptsächlich mit Bus und Bahn unterwegs. Der Bus 20 bringt euch vom Flughafen direkt in die Stadt. In meinem Fall sogar direkt vors Hotel. Ein 7-Tage-Ticket kostet nur 11,25$ und ihr könnt damit alle Busse nutzen. Am besten kauft ihr euch das Ticket direkt über die CapMetro-App. Ihr müsst das dann nur noch bei jedem Einsteigen vorzeigen und gegebenenfalls unter einen Scanner halten.


Ich habe eine Woche im Doubletree Suites by Hilton Austin genächtigt und war sehr zufrieden. Das Hotel liegt zentral und hat nur Appartments, das heißt ihr habt eine eigene Küche zur Verfügung. Da ich sehr gerne selbst koche, ist das für mich auf längeren Reisen besonders wichtig. Das Appartment ist sehr großzügig gestaltet, lediglich in der Küche ist etwas wenig Platz. Aber sogar der Kühlschrank ist – typisch amerikanisch – größer als der bei mir Zuhause. Für etwa 110€ pro Nacht inkl. Tax war das Hotel für amerikanische Verhältnisse sehr günstig und ich kann es ob der tollen Zimmer und der guten Lage wirklich nur empfehlen.

Was kann man in Austin unternehmen?

Austin bietet ein breites Spektrum an Freizeitmöglichkeiten. Es gibt eine hohe Dichte an Konzerten und anderen Orten wo Musik gespielt wird. Die Umgebung ist perfekt für Ausflüge in die Natur. Es gibt mehrere Seen, die zu Wassersportaktivitäten einladen. Für solche Aktivitäten ist ein Auto allerdings sehr hilfreich. Und obwohl man im Dezember mit einem kurzärmeligen T-Shirt draußen sein konnte, war es fürs Schwimmen im Freien doch etwas zu frisch.


Texas State Capitol
Austin ist die Hauptstadt des Bundesstaates Texas und beherbergt daher auch das Parlament. Dieses ist grundsätzlich öffentlich zugänglich. Es gibt eine Sicherheitskontrolle, ähnlich wie an einem Flughafen. Das Besucherzentrum bietet mehrmals täglich kostenlose Touren an. Eine Anmeldung ist dafür nicht notwendig. Die allgemeine Tour führt euch zu wichtigen Stellen des Gebäudes und ihr erfährt interessantes über die Geschichte von Texas, der Regierung und das Gebäude. Zu ausgewählten Zeiten gibt es thematische Spezialtouren. Am besten schaut ihr euch das auf deren Webseite an.


Bullock Texas State History Museum
Interessierst du dich für amerikanische Geschichte? Dann empfehle ich dir definitiv dieses Museum! Über 3 Etagen verteilt bekommt ihr einen intensiven Einblick in viele Aspekte der texanischen Geschichte. Das Museum ist gut aufbereitet, es gibt eine self-guided Tour. In der Mitte der Ausstellung könnt ihr ein altes Schiff betrachten! Das Ticket für einen adult kostet 13$,
Ermäßigungen für Kinder, Studenten usw erhältlich.


Zilker Park und Trail of Lights (Weihnachtszeit)
Ein sehr großer Park in der Stadt. Soll im Sommer sehr schön sein.
Im Winter – bzw vor Weihnachten – findet dort der Trail of Lights statt. Und wenn ich mich für eine Aktivität entscheiden müsste, dann war wohl das das Highlight meines Urlaubes.
Der Trail of Lights ist ein Pfad durch den Park, der von Lichtern gezäumt wird. 2 Millionen Lichter! Es gibt Musik, verschiedene Attraktionen für Kinder und Erwachsene und es herrscht einfach eine wunderbar festliche Stimmung. (Essen gibt es auch.) Es ist eigentlich immer und überall Weihnachtsmusik zu hören. Für jemanden wie mich, der bereits jetzt Weihnachtsmusik hört, ist das eine Atmosphäre, die pure Glücksgefühle auslöst. Der Eintritt ist an manchen Nächten kostenlos und kostet sonst ein paar $. Ich empfehle unbedingt für 3$ mehr den Shuttlebus zu nutzen. Damit kommt mir stressfrei vom Stadtzentrum zur Veranstaltung und wieder zurück. Und ja, auch im Bus wird Weihnachtsmusik gespielt!


Wo kann man in Austin gut essen gehen?

Wie schon erwähnt, koche ich meistens selbst und daher kann ich hier nicht so viele Tipps geben. Allerdings gibt es ein Restaurant, dass ich unbedingt empfehlen muss! Dort war es so toll, dass ich am folgenden Tag nochmal einkehrte.


Cooper’s Old Time Pit BBQ
Was wäre Texas ohne BBQ? Um ein leckeres Essen ärmer. :)
 Bei Coopers in der 217 Congress Ave erwartet euch eine große Auswahl an Spezialitäten. Die Mitarbeiter an den Theken (Selbstbedienung) geben gerne Auskunft über die verschiedenen Produkte. Meine Empfehlung: Probiert unbedingt Brisket aus! Auch bei den Beilagen wird traditionelles angeboten. Mac and Cheese schmeckt super (und nicht so wie man es vielleicht von den Fertigprodukten kennt), und Corn-on-the-cob ist ebenso wie Krautsalat (cole slaw) eine gute Wahl.


Vielleicht konnte ich mit diesem Bericht Interesse an Austin wecken. Falls es euch einmal dort hinzieht, wünsche ich euch viel Spaß!

Gastbloggerin Maggy: Während ich mich gerade selbst auf meine Amerika-Reise (welche übermorgen los geht) vorbereite, hat es mich besonders gefreut, dass mir Maggy diesen Gastbeitrag über Austin zukommen hat lassen. Ich folge ihr richtig gern auf Instagram, weil sie eine so fröhliche und positive Art an den Tag legt und mit ihren Soloreisen wirklich inspiriert.
Gastblogger gestucht! Solltest auch DU Interesse haben auf Chamy travels… einen Gastpost zu verfassen, dann schicke mir gerne eine Mail an reiseblog@chamy.at mit deiner Idee. Da ich ein bisschen Abwechslung auf diesen Blog bringen möchte, finde ich besonders Reiseziele außerhalb Europas spannend: Fernreisen, Kreuzfahrten, Backpacking, Insider-Tipps,… Auch suche ich immer wieder spannende Auswanderer-Geschichten für meine Interviews. Wenn du dich also angesprochen fühlst, zögere nicht und schreib mir. :-)

Frankreich: Spaziergang durchs geschichtliche Lyon

Lyon ist, nach Paris und Marseille, die drittgrößte Stadt Frankreichs. Sie liegt an den Ufern der Flüsse Rhône und Saône. 43 v. Chr. wurde im heutigen Stadtteil Vieux Lyon (altes Lyon) die römische Stadt Lugdunum gegründet. Sie galt als militärisches und wirtschaftliches Zentrum Galliens. Die historische Altstadt ist seit 1998 UNESCO-Weltkulturerbe. Lyon hat beeindruckende Renaissancestadthäuser. Natürlich dürfen auch zahlreiche Restaurants und bouchons (Bistros) und Boutiquen nicht fehlen.


Der Chemin du Rosaire (Rosenkranz-Weg) ist ein steiler 1400 Meter langer und verschlungener Weg mit Treppen, der durch den Parc des Hauteurs einen 281 Meter hohen Hügel hinauf zur Basilika Notre-Dame de Fourvière führt. Entlang des Weges sind Statuen von Jesus Christus und dem Heiligen Joseph aufgestellt.

Notre Dame de Fourvière

Das forum vetus (altes Forum) war das Zentrum von Lugdunum. Vom lateinischen Name wurde das heutige französische Wort Fourvière abgeleitet. Die Basilika wurde ab 1872 erbaut und im Jahr 1896 geweiht. Danach wurde der Sakralbau einige Male renoviert und erweitert. Der heutige Glockenturm wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Als Teil der historischen Altstadt ist Notre Dame de Fourvière ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe.


Die Kirche wurde von Pierre Bossan und Louis Sainte-Marie-Perrin geschaffen. Die Innenarchitektur beinhaltet viele dekorative Details aus dem romanischen und dem byzantinischen Baustilen. Merkmale der Stile sind Bögen, Säulen, hohe Buntglasfenster, Vergoldungen und Heiligenstatuen. Malereien und ein Reliefbild sind ebenfalls zu sehen.

Links: Notre-Dame de Fourvière mit vier oktogonalen Ecktürme
Rechts: Tour Métallique – der „Eiffelturm“ von Lyon ist ein Fernsehturm.

Cathédrale St. Jean

Die Kathedrale wurde im späten 12. Jahrhundert am Ufer der Saône erbaut. Sie wurde Johannes dem Täufer gewidmet. Das Rosettenfenster ist ein besonders Merkmal der gotischen Architektur.  Auf der Spitze des Giebels (oberhalb des Rosettenfensters) befindet sich eine Christusstatue. Im Inneren der Kirche befindet sich eine astronomische Uhr aus dem 14. Jahrhundert.
Die Kathedrale wurde 1245 und 1274 Schauplatz des Ersten und das Zweiten Konzils von Lyon. 1622 wurde Richelieu zum Kardinal ernannt.

Stadtspaziergang durch Lyon

Place Bellecour 

Die Rue de la République führt zu dem Place Bellecour. Mit 62.000 m² ist er der größte Platz Lyons. Er wird für öffentliche Veranstaltungen, vor allem an Feiertagen, genutzt.
In der Mitte des Platzes steht das Reiterstandbild von König Ludwig XIV., der als römischen Imperators dargestellt wird. Die Statue wurde von François-Frédéric Lemot geschaffen und 1826 auf einem Sockel aufgestellt.
Der Platz hatte im Laufe der Geschichte verschiedene Namen:
Bella curtis (lat. schöner Hof) 
Place Royale (königlicher Platz) 
Place Louis-le-Grand (Platz des Ludwig dem Großen)
Place de la Fédération (Platz des Bundes)
Place de l’Égalité (Platz der Gleichheit)
Place Bonaparte 
Place Napoléon

Fontaine des Jacobins
 
Der Jakobinerbrunnen wurde 1886 erbaut. Vier berühmte Künstler auf Lyon zieren den Brunnen:
Philibert Delorme (Architekt), Hippolyte Flandrin (Maler), Guillaume Coustou (Bildhauer) und Gérard Audran (Graveur).

Hôtel de Ville – Das Rathaus wurde im 17. Jahrhundert erbaut

die Opéra de Lyon von Jean Nouvel

Tipps für Touristen:
Das Touristeninformationsbüro befindet sich auf dem Place Bellecour.
Bei der Kathedrale Notre-Dame de Fourvière gibt es Parkplätze.
Aber: In Lyon richtet sich der Preis für Parkscheine nicht nur nach dem Fahrzeug (PKW oder Kleinbus) und nach der Dauer, sondern auch nach der Gegend. Wenn ihr einen Parkplatz zwei Straßen weiter sucht, kann das Parkticket um einige Euro billiger sein. Das muss man natürlich wissen!