Ein Tag in.... der Autostadt Wolfsburg

Die Volkswagen AG, eine der wohl bekanntesten und beliebtesten deutschen Marken überhaupt, hat sich im Jahr 2000 mitten im niedersächsischen Wolfsburg mit der Autostadt eine einzigartige Service- und Kommunikationsoase geschaffen, die Kunden, Interessenten und Konzern miteinander verbindet. Wer jetzt denkt, dass die Erlebniswelt Autostadt nur für Neuwagenabholer, oder PS-verrückte Autonarren etwas zu bieten hat, der irrt, denn die 28 Hektar große Parkanlage bietet wirklich für die ganze Familie Spannendes, Wissenswertes, Spaß und Erholung.
 
 
Ich bin ja eh ein großer Freund von Wochenendreisen, denn ohne viel von dem eigenen Urlaubs-Budget zu verbrauchen kann man so doch besondere Erlebnisse und etwas Abwechslung vom Alltag genießen. Genau das bietet auch die Volkswagen Autostadt* mit ihren Ausstellungen, Technik zum Anfassen, den vielen Freizeitbereichen zum Spielen und Toben, verschiedensten Restaurants und einem Luxus-Hotel der Superior-Klasse. Ein Tag ist hier fast schon etwas knapp bemessen und so kann ich euch nur empfehlen, euch neben ganz viel Zeit in der Autostadt selbst auch eine Übernachtung im 5* Superior The Ritz Carlton Wolfsburg zu gönnen – einem Haus, welches durch eine hochwertige Ausstattung, vor allem aber einen perfekten Service zu begeistern vermag. Wie sagte unser Autostadt-Tourguide doch so schön: „Im Ritz Carlton liest man Ihnen alle Wünsche von den Augen ab, sogar noch bevor Sie überhaupt gewünscht haben“. Doch dazu später mehr...
 
 
Durch die riesige Halle des KonzernForums betreten wir die Autostadt - als Erstes fällt sicher der riesige stilisierte Globus ins Auge, der als dominantes Kunstwerk die weltweite Tätigkeit der Volkswagen AG verkörpert. Hier einfach nur hindurch zu eilen wäre ein Unding, denn das KonzernForum als Tor in die Volkswagen-Welt hat so viel mehr zu bieten:
 
 
Neben dem MobiVersum, einem Familienbereich mit Spielgelegenheiten und wechselnden Kreativangeboten für kleine Gäste befindet sich hier auch die AbholerWelt – die erste Station für alle Fahrzeugabholer. Nachdem euer Auto bereits in einem der beiden Glastürme auf euch gewartet hat, wird es zur Übergabe schließlich unterirdisch zum Showroom gebracht, nochmal auf Hochglanz poliert und mit euren Kennzeichen versehen. So erwartet euch dann euer neues Familienmitglied und steht für erste Fotos bereit, während euch die technischen Features von geschultem Personal vorgestellt werden.
 
 
Mich persönlich haben aber vor allem die verschiedenen Ausstellungsbereiche hier direkt am Eingang begeistert, bei denen (teilweise) anfassen und ausprobieren explizit erwünscht ist. So z.B. im ID.Experience Studio, in dem ihr die elektrische ID Familie kennenlernen könnt und sowohl Probesitzen, also auch Fragen stellen kein Problem ist. Lernt die Technik kennen, erfühlt Materialien und posiert mit dem niedlichen ID.Buzz, dem neuen elektrischen Van. Nicht nur wegen dem vielen Platz und der umweltfreundlichen Antriebsart ist er der perfekte Family-Van, auch sein ansprechendes Design bringt auf meiner Beliebtheits-Skala deutliche Pluspunkte.
 
 
Nur eine Etage tiefer wird das Thema Nachhaltigkeit durch die Ausstellung LEVEL GREEN auch für die Kleinsten verständlich aufgegriffen, während auf der gleichen Etage junge und jung gebliebene Rennfahrer gegen eine Extragebühr echtes Rennfahrer-Feeling an vier Rennsimulatoren in der Blue Box erleben können. Wie auf einer echten Rennstrecke reagieren Lenkung, Schaltung, Pedale und der Schalensitz auf die Strecke und eure Fahrkünste, so dass ihr fast schon den Wind in euren Haaren spüren könnt.
 
 
Im Erdgeschoss wartet dann die Sonderausstellung Käfer X (R)Evolution und lässt das Herz aller Käfer- und Oldtimer-Begeisterten höher schlagen. Kaum ein Wagen wird wohl auf ewig so sehr mit der Marke Volkswagen verbunden sein, wie der Käfer, der schon in Hollywoodproduktionen als „Herbie“ das internationale Publikum bewegte.
 
 
Haben wir nun alles Sehenswerte entdeckt gelangen wir durch das KonzernForum schließlich in den weitläufigen Park der Autostadt, der neben vielen Grünanlagen und Lagunen auch die Markenpavillons der Tochterunternehmen, sowie abwechslungsreiche outdoor-Freizeitangebote und Restaurants bietet. Im Winter verwandelt sich der große Vorplatz in ein Winter Wunderland mit Wintermarkt, sowie einer Eisfläche, die sich abends in eine Eisdisco verwandelt.
 
 
Womit wollen wir also beginnen? Vielleicht besuchen wir zunächst die riesige Kletteranlagen Netzwerk und Holzwerk, in denen Kindern ab 5 Jahren ihre Geschicklichkeit testen und sich so richtig austoben können. Für jüngere Kinder stehen hier ebenfalls passende Spielgeräte und viel Sand zum Buddeln bereit, damit bei gutem Wetter wirklich jeder auf seine Kosten kommt. Während die Eltern mit leckerem Kaffee und Kuchen vom Cafe „Erste Sahne“ in einem der Strandkörbe, oder an den Innen- und Außenplätzen des Cafes den Blick über den Mittellandkanal genießen, sind die lieben Kleinen also bestens beschäftigt. Ganz allgemein habe ich die Autostadt als sehr familienorientiert erlebt, so dass von ganz klein bis ganz groß wirklich jedes Familienmitglied hier etwas erleben kann. Durch verschiedene Medien und adressatengerechte Informationsvermittlung stellt sich die Autostadt auf ihre unterschiedlichen Gäste ein und schafft eine wahre Erlebniswelt.

 
So auch in den Marken-Erlebniswelten, die in eigenen Pavillons durch eine Mischung aus Kunst und Information ganz viele Emotionen, Erinnerungen und Begeisterungen wecken. Folgt mir doch in das Premium Clubhouse, den für mich künstlerisch wohl beeindruckendsten Pavillon der Autostadt mit der einzigartigen Lichtinstallation „Untitled“ von Anselm Reyle. Diese fängt zunächst den Blick, bevor der voll verspiegelte Bugatti Veyron 16.4, platziert in einem Spiegelkabinett euch in seinen Bann zieht. Doch auch wenn dieses Fahrzeug für grenzenlose Kraft und Geschwindigkeit steht begeistert mich doch seine Eleganz, das klassische Design und die zart geschwungenen Linien des Boliden.
 

 
Ganz allgemein werden Designliebhaber in der Autostadt voll auf ihre Kosten kommen, erleben Sie doch neben klassischen Fahrzeugen und aktuellen Modellen auch ganz viel Design, die Kombination von Technik und Kunst, erleben den Stellenwert des PKW in unserer Zeit und den Versuchen, den sich verändernden Bedarfen gerecht zu werden. So wie bei Porsche oder Audi, die beide ihre fantastischen Hybrid-Modelle präsentieren.
 
 
Porsche stellt den Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid in einem Schwarm aus 28 verschiedenen Fahrzeugmodellen aus der Geschichte der Marke aus und macht somit deutlich, das Vergangenheit und Zukunft ganz eng beieinander liegen. Das Markenhaus lädt mit seinem geschwungenen Design und seiner Position direkt an einer Lagune zum Verweilen ein und verbindet auch hier wieder Technik, Design und Natur. 
 
 
Nicht weniger eindrucksvoll und zukunftsweisend präsentiert sich die Marke Audi, u.a. mit dem Audi RS e-tron GT sowie dem Audi Q4 40 e-tron. Zugegeben, grade der RS e-tron GT liegt fern ab meiner Preisklasse, das sportliche Design mit seiner dominanten Front und das einladende Interieur sprechen mich aber trotzdem sehr an. Wie sagt man so schön – würde ich im Lotto gewinnen, dann stünde dieser Wagen wahrscheinlich auf meiner Wunschliste recht weit oben.
 
 
Für mich und wahrscheinlich die meisten Besucher der Autostadt auch sind hingegen die Modelle von Volkswagen, von Seat und Skoda wohl eher erschwinglich und präsentieren ihre Vielfältigkeit jeweils in eigenen Häusern.
 
Seat entführt uns nach Barcelona und projiziert den Tagesverlauf von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang an eine riesige, den ganzen Pavillon umspannende Panorama-Leinwand. Doch damit nicht genug, neben aktuellen Modellen können wir hier auch im Video-Mapping-Bereich erleben, wie auf einem weißen PKW-Modell der Designprozess von der ersten Skizze bis zum fertigen Modell verläuft.
 
 
Skoda stellt sich als sportliche Familienmarke aus und zeigt neben historischen Mini-Modellen auch den beliebten Fabia in seiner neuesten Version, eine wirklich schöne und vor allem sportliche Weiterentwicklung des beliebten Familienwagens. Sportlich geht es auch sonst bei Skoda zu, denn bereits seit 2004 ist Skoda Partner der berühmten Tour de France und stellte zuletzt gut 250 Fahrzeuge für die Organisation, Rennleitung und als Servicefahrzeuge zur Verfügung.
 
 
Im Haus von Volkswagen werde ich persönlich ganz berührt, denn meine Familie und auch ich selbst sind der Marke schon seit Jahrzehnten treu. War es früher der klassische Passat meines Vaters als treuer Familienwagen, so leistete sich mein Bruder das stylische „Erdbeerkörbchen“, auch Golf-Cabrio genannt, meine Schwester dann den Polo als Kombi, der mehr zu transportieren im Stande war, als man je vermutet hätte, bevor ich selbst zur Golf-Liebhaberin wurde. Ich freue mich also besonders hier im Markenpavillon von Volkswagen die neuen Sondermodelle und Mitglieder der elektrischen ID-Familie kennen zu lernen.
 
Zu guter Letzt erkunden wir bei den Volkswagen Nutzfahrzeugen neben dem Volkswagen Grand California 680 auch noch den Caddy California und vielleicht geht es euch hier wie mir und ihr fühlt euch plötzlich dem Camping gar nicht mehr so fern. So komfortabel wie mit diesem Fahrzeugen lässt sich die Welt sicher bestens entdecken, das #Vanlife hat ja nicht umsonst so viele begeisterte Anhänger.
 
 
Das passende Zubehör für die nächste Reise findet sich dann bestimmt in einem der Shops in der Autostadt, die neben nützlichem auch viel Schönes, Kitschiges und Niedliches bieten. Was wäre ein echter Campingurlaub im T1 schon ohne die passenden Kaffeebecher, T-Shirts oder Reisetagebücher? Egal ob jung oder alt, jeder findet hier sicher ein schönes Andenken und kann seiner Vorliebe für die verschiedenen Volkswagen Mitglieder so gut zum Ausdruck bringen.
 
 
Einen recht umfangreichen Shop findet ihr beispielsweise im Erdgeschoss des ZeitHaus, einem weiteren Highlight der Autostadt mit über 260 ausgestellten Fahrzeugen von 60 Marken. Hier wird Zeitgeschichte erlebbar und ihr findet auf den verschiedenen Ebenen Ikonen und Herzensbrecher der vergangenen Jahre. Klassik-Fans begeistern sich wahrscheinlich für den Bugatti 57 SC Atlantic, während Freunde von zeitgenössischen Sportwagen beim Anblick des knallig orangenen Lamborghini Diablo GT, oder des feuerroten Lamborghini Huracán Evo Herzrasen bekommen. Oder ist es der Cadillac Eldorado von 1959, der euch von seinen ausladenden Flossen und den vielen Kurven träumen lässt? Egal, wonach sich euer Herz sehnt, hier findet ihr euren Liebling. 
 
Wer sich für Kunst interessiert findet hier zudem wechselnde Ausstellungen, wie zum Beispiel „The RBook Roadshow“ des deutschen Fotografen Frank Kayser - eine multimdeiale Ausstellung zum Lebensgefühl der Porsche R-Gruppe vor der fantsatischen landschaft Kaliforniens.
 

 
Aber sein wir doch mal ehrlich, so ein ganzer Tag in der Autostadt macht hungrig und so bietet der Park für jeden Geldbeutel, aber auch für jeden Geschmack das passende. Probiert doch mal die VW Currywurst in der Lagune, oder gönnt euch einen aromatischen Kaffee im Cafe Erste Sahne, natürlich frisch aus der eigenen Rösterei. Für einen kleinen Snack kann ich euch auch „Das Brot“ empfehlen, die eigene Backstube der Autostadt mit saisonalem Angebot und stets frischen Zutaten. Gediegener geht es da im Beef Club zu, einem modernen Grillrestaurant unter dem Motto „Fire & Salt“. Erlebt regionale Produkte wie Fleisch, Fisch, Gemüse und Kräuter in Bio,- bzw. Demeter Qualität vom Holzgrill und schmeckt wie ursprünglich gut hochwertige Zutaten wirken. Familien werden hingegen das AMANO lieben, in dem Kinder ihre Wunschpizza zunächst malen, und dann selber herstellen können – ein Riesenspaß für die Kleinen.
 
 
Kommen wir doch noch mal zum Zeitfaktor – ich muss gestehen, dass ich trotz einer sehr informativen Tour durch den Park mit einem charmanten und bestens informierten Tourguides gar nicht alle Angebote des Parks an einem Tag Nutzen kann. So muss ich aus Zeitgründen beispielsweise auf eine Probefahrt mit einem der wunderschönen Modelle aus der Volkswagen-Familie, oder einer begleiteten Fahrt auf dem GeländeParcours verzichten. Ein Tag in der Autostadt ist eben doch recht knapp, weshalb ich euch eine Übernachtung wirklich ans Herz legen kann. Und wenn ihr euch den ganzen Tag schon mit Design-Ikonen umgeben habt, so könnte es keinen besseren Ausklang des Tages geben als im The Ritz Carlton Wolfsburg*.
 

 
Dieses 5*Superior Haus ist aufgrund seiner perfektem Ausstattung und dem zuvorkommenden Service alleine einen Besuch wert, aber gerade Besucher der Autostadt sollten sich den Luxus gönnen und sich von den Ladies und Gentleman hier begrüßen lassen. Mit Blick auf das Hafenbecken, sowie das denkmalgeschützte Volkswagen Kraftwerk bietet das ringförmig gebaute Luxus-Hotel insgesamt 147 luxuriöse Zimmer und 23 Suiten der Extraklasse, die euch für eine, oder mehrere Nächte begeistern werden.
 
 
Doch damit nicht genug – nach einem langen Tag könnt ihr im wunderschönen Spa-Bereich mit Sauna und Dampfbad entspannen, Kraftreserven im umfangreich ausgestatteten Fitnessbereich mobilisieren, oder in der Lobby Lounge in stilvollem Ambiente einen Drink genießen. Wie wäre es beispielsweise mit einem alkoholfreien Apfel-Secco vor dem lodernden Kamin, oder einem kräftigen Espresso am Nachmittag mit Blick auf das Kraftwerk?! Lasst euch von dem Ausblick verzaubern, wenn ihr in einem der beiden Restaurants – darunter das mehrfach mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Gourmet-Restaurant Aqua – den Tag bei einem perfekten Dinner ausklingen lasst. Ein Erlebnis, das seinesgleichen sucht.
 
Informationen zu meiner Reise:
Autostadt Wolfsburg 
Täglich geöffnet von 10 Uhr bis 18 Uhr
Ausstellung, Freizeitangebote, Führungen und Fahrerlebnisse für große und kleine Autofans, Neuwagenabholung, Shops und Restaurants
Erwachsene 18€ / Kinder bis 17 Jahren 6€, kleine Kinder frei
Abendtickets ab 16 Uhr: 5€
 
Parkstraße 1, 38440 Wolfsburg
Hotel der Luxusklasse mit preisgekröntem Restaurant, Spa, Lounge und Konferenzräumen in einer stilsicheren Kombination aus Luxus und modernem Ambiente



*Pressereise / Beitrag unentgeltlich

Vielen Dank an die Autostadt Wolfsburg, sowie das The Ritz Carlton Wolfsburg für die Unterstützung.

Ravenna: Die Stadt der Künste & Mosaike

Ravenna liegt rund 70 km von Bologna – der Hauptstadt der Provinz Emilia-Romagna – entfernt. Und obwohl ich schon öfter in dieser Gegend unterwegs war, führte mich meine Reise noch nie nach Ravenna, der Stadt der Künste und Mosaike. Anfang Oktober hatte ich dann aber die Gelegenheit diese malerische Stadt und deren Umgebung ein paar Tage im Rahmen einer Pressereise zu erkunden. 



Ravenna - Die Hauptstadt der Mosaike

Die italienische Stadt ist berühmt für ihre frühchristlichen Kirchen, Taufkapellen, Mausoleen sowie vor allem Mosaiken, weswegen Ravenna auch oft als Hauptstadt der antiken Mosaike bezeichnet wird. Insgesamt 8 Baudenkmäler und deren Mosaike wurde von der  UNESCO  in ihre Weltkulturerbe-Liste aufgenommen. Abgesehen vom kunsthistorischen Aspekt hat Ravenna aber noch mehr zu bieten: 9 Strände mit insgesamt 36 km feinem Sandstrand liegen zwischen dem azurfarbenen Meer und dem frischen Grün der Pinienwälder.



Must Sees: Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten Ravennas

Wie schon erwähnt, ist die Dichte an Kunstschätzen hier beeindruckend hoch. Da in Ravenna aber alles gut zu Fuß zu erreichen ist, lässt sich vieles bei einem gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt erkunden. Ebenfalls gut zu wissen ist, dass es ein Kombiticket für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gibt. Für 12,50 Euro kann man folgende Denkmäler besuchen: Basilica di San Vitale, Basilica di Sant’Apollinare Nuovo,Museo Arcivescovile e Cappella di Sant’Andrea, Battistero Neoniano und das Mausoleum der Galla Placidia.

Das Grabmal von Dante Alighieri 

Wusstest du, dass der weltberühmte Dichter Dante Alighieri seinen Lebensabend in Ravenna im Exil verbrachte und hier auch seine "Göttliche Komödie“ fertigstellte? So ist Ravenna nicht nur Heimat der Kunst und Mosaike, sondern auch die Ruhestätte Dante Alighieris. Lange wurde jedoch verheimlicht, dass Dante hier begraben liegt, da die Medici versuchten Dantes sterbliche Überreste nach Florenz zu holen. Die Mönche des Franziskanerklosters wussten dies allerdings zu verhindern und so wurde Dante im Kreuzgang des Klosters in Ravenna beigesetzt. Heute ruht er in einem kleinen Tempel neben dem Kloster, wo das Grabmal auch besucht werden kann. 



Die Basilica di San Vitale und das Galla Placidia Mausoleum

Oder auch: Meine beiden Highlights in Ravenna! Die spдtantik-frьhbyzantinische Kirche ist schon von außerhalb ein echter Hingucker, der wahrer Schatz verbirgt sich allerdings im Inneren. Ist man erstmal drin, findet man in jeder Ecke wunderschöne Mosaike, deren prächtige Farben im einfallenden Sonnenlicht wunderschön funkeln. Besonders berühmt sind die Mosaike im Altarraum, die vorwiegend Szenen aus dem Alten Testament zeigen. Gleich neben der Kirche San Vitale befindet sich das Galla Placidia Mausoleum, welches ebenfalls bekannt für seine spektakulären Wandmosaike ist.



Die Neonische Taufkapelle: Battistero Neoniano

Das achteckige Baptisterium liegt direkt neben der Kathedrale von Ravenna und gilt als das älteste Bauwerk der Stadt. Auch hier wandern gleich beim Betreten die Augen auf die unzähligen Mosaike an Wänden und Decken. Wobei die Stimmung durch das etwas gedämpftere Licht ganz anders – um nicht zu sagen mystischer – als in den anderen Bauwerken der Stadt ist. Im Zentrum des Battistero Neoniano steht das große achteckige Taufbecken aus griechischem Marmor und Purpurstein.


Die Basilica Sant’Apollinare Nuovo

Diese imposante Kirche befindet sich im Osten der Altstadt und sollte ebenfalls bei einer Reise nach Ravenna besucht werden. Auch hier stehen natürlich wieder die mosaikbedeckten Wänden im Fokus, wobei auch die bewegte Geschichte des Bauwerks ganz interessant ist.  Denn Ende des 5. / Anfang des 6. Jahrhunderts lies Ostgotenkönig Theoderich sie als seine Hofkirche erbauen.


Die Basilica di San Francesco mit seine wasserbedeckten Krypta 

Hinter dem Mausoleum von Dante befindet sich der Komplex der Fanziskaner mit der Basilica di San Francesco, die auf den ersten Blick relativ unspektakulär aussieht. Da mein Hotel – das La Reunion Ravenna – nur wenige Fußminuten von der Kirche entfernt lag, war die Basilica di San Francesco auch mein erster Anlaufpunkt nach meiner Ankunft. Allerdings hielt sich meine Begeisterung für das im im 9. Jahrhundert erbaute – und doch recht schlichte – Gebäude eher in Grenzen. Erst als ich am letzten Tag noch einmal die Kirche betrat, wurde ich auf ein spannendes Detail aufmerksam gemacht. Denn: In der tief unter dem Straßenniveau liegenden Krypta sieht man einen mit Wasser bedeckten Mosaikboden und darin schwimmen Fische! Für 1 Euro kann man das Gewölbe beleuchten und diese einzigartige Attraktion noch besser bewundern.


Kulinarische Empfehlungen in und aus Ravenna 

Wusstest du, dass die Provinz Ravenna auch kulinarisch ein äußerst spannendes Gebiet ist? Denn die Cappelletti mit Hackfleischsoße, Piadina Romagnola, Passatelli in brodo und natürlich der typische Squacquerone-Käse sind nur einige Köstlichkeiten der Stadt. Am besten ihr besucht als auch eines der folgenden Lokale und probiert euch durch die regionalen Köstlichkeiten.

Mercato Coperto: Eine tolle Markthalle, in welcher man kulinarisches Mitbringsel für Zuhause erstehen kann. Abends verwandelt sich die Markthalle allerdings zum schicken Restaurant, in der man bei tollen Ambiente schmackhafte Köstlichkeiten genießen kann. 

Ca' De Ven: Dieses historische und rustikal eingerichtet Restaurant liegt mitten in der Altstadt und ist definitiv kein Geheimtipp mehr. Wer ein gemütliches, bodenständiges Restaurant mit lokalen Spezialitäten in guter Qualität sucht ist hier aber goldrichtig! 

Osteria del Tempo Perso: Hier herrscht die perfekte Stimmung für ein (romantisches) Abendessen, mit kleinen, eng beieinanderstehenden Tischen und gedämpftem Licht. Auf den Tisch kommt eine Kombination aus Klassikern und einer tollen innovativen Küche.


Ausflüge rund um Ravenna

Ravenna selbst ist eher ein kleines, schnuckeliges Städtchen, welches man ganz gut bei einer Emilia-Romagna-Rundreise in ein bis zwei Tagen mitbesichtigen kann. Die Gegend rund um Ravenna bietet allerdings dank wunderschöner Landschaften, einem reichen Kunst- und Kulturerbe sowie einer langen Geschichte und Tradition unzählige Möglichkeiten den Urlaub zu verlängern. Im nächsten Beitrag erzähle ich euch deshalb mehr vom außergewöhnlichen Dorf Comacchio, welches am Rande des Naturparks des Po-Deltas liegt. Cervia, welches für seine Gastfreundschaft und seine Salinen berühmt ist und was man sonst noch rund um Ravenna gesehen haben sollte. 


Noch mehr Eindrücke zu meiner Ravenna-Reise – inklusive vieler Bewegtbilder – findest du auf meinem Instagram-Channel CHAMY.AT

Transparenz: Dieser Beitrag entstand in Rahmen einer Pressereise. Vielen Dank an Ravenna Turismo.