Bremen: Ein Weihnachtsmärchen

Freitag, Dezember 21, 2018 Chamy 0 Comments

Denkt man an Weihnachtsmärkte in Deutschland, fallen einen sicher Städte wie Nürnberg ein. Aber Bremen? Never! In Deutschland ist eher der Süden bekannt für die Christkindlmarktstimmung. Und dem Norden trauen viele auch anscheinend nicht ein weihnachtliches Flair zu. Ich hatte mal einen Partner aus dem Erzgebirge, der war echt ein wenig giftig, weil er norddeutsche Klinkerbauten und insbesondere Bremen nicht mochte. Er hätte noch nie eine so hässliche Stadt gesehen, zeterte er, als meine Eltern damals mit uns dort auf dem Weihnachtsmarkt waren. Aber vielleicht ist da eben die Sicht der Dinge, wenn man aus einem erzgebirgischen Dorf kommt, dass im Winter aussieht, als wäre es einem Märchen entsprungen. Bei Schnee denkt man da direkt, dass gleich Bambi und seine Mutter mit Klopfer um die Ecke kommen.


Ich hingegen kann sagen, dass für mich Bremen die ideale Stadt für die Weihnachtszeit ist. Bei uns war es als Kind aus Cuxhaven immer so: Hamburg ist Shopping, Bremen ist zum Wohlfühlen. Und deswegen verrate ich euch ein wenig in diesem Blogpost zu meiner Wohlfühlstadt. Auf Nonsoloamore könnte ihr auch unabhängig von der Jahreszeit mehr Tipps zu Bremen lesen oder eben mehr zu Weihnachtsmärkten in Norddeutschland.

Wer nach Bremen reist, sollte am liebsten nicht das Auto nehmen, ist mein erster Reisetipp. Entweder, ihr lasst euer Auto in Gröpelingen oder andernorts mit Park and Ride und fahrt dann mit der Bahn weiter oder ihr nehmt gleich den Zug. Bremens Straßenführung ist nämlich ungefähr so gradlinig wie ein Bild von Miro. Meine beste Freundin ist mal so ausgerastet, dass sie illegal über mehrere Bürgersteige in Walle wenden musste. Da ist es mit Zug doch deutlich einfacher.


Bremens Hauptbahnhof sollte man in zwei Zeiten Jahr allerdings nicht zu lange Beachtung schenken: Während des Freimarkts und während der Adventszeit. Bremen Hauptbahnhof ist nicht schlecht, aber ist man Hannover gewohnt, fühlt sich der Bremer Hauptbahnhof an wie Hannover in wirklich klein und eng. Allerdings ist das Risiko, in Menschen reinzurennen in beiden Bahnhöfen bleichgroß. Ich spreche da aus Erfahrung.

Man kann in die Stadt natürlich eine Straßenbahn nehmen oder einen kleinen Spaziergang machen. Meine persönlich schönste Runde ist, wenn man bei Tageslicht anreist, erst einmal am Wall entlang zum Bremer Viertel spaziert und dort ein schönes Heißgetränk zu sich nimmt. Das Viertel hat alles von der szenischen Bar bis zum rosa Cupcakediner. Dennoch ist es klein und übersichtlich. Das ist ein wenig das Motto der Innenstadt. Alles kann man zu Fuß erreichen.


Zu einem echten Ausflug gehört dann natürlich auch ein Ausflug ins Schnoorviertel in die engen Gassen. Die sind natürlich jetzt im Winter heillos überfüllt, aber dort gibt es eine gute Patisserie, die Spezialitäten wie Bremer Klaben verkauft.

Vom Viertel aus - Leute, die nicht ortskundig sind, sollten jetzt ihre Google Maps Offline Karte anschmeißen - geht es weiter zu dem großen Highlight: Der Weihnachtszauber an der Schlachte ist sehr stimmungsvoll mit Tarotzelten, Holzbuden, Feuerschluckern und dem mittelalterlichen Ambiente. Fast jeder in Norddeutschland, der hier schon einmal war, sagt, dass dies der schönste Weihnachtsmarkt in Norddeutschland ist. Ich persönlich kann mich nicht so recht zwischen eben diesem und den in mittelalterlichen Markt in der Altstadt von Hannover entscheiden.


Was fehlt anschließend noch für einen gelungenen Besuch in Bremen? Natürlich die Böttcherstraße, durch die man dann binnen weniger Minuten zum Weihnachtsmarkt am Roland und bei den Bremer Stadtmusikanten kommt. Dort kann man auch direkt gut shoppen gehen bei den üblichen verdächtigen Läden. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wir fahren nicht stundenlang in eine andere Stadt, um dann in Läden einkaufen zu gehen, die wir auch zuhause haben.

Wer nun mehr Lust bekommen hat auf Weihnachtsmärkte in Deutschlands Norden, kann gerne auf Nonsoloamore.net vorbeischauen. Claudia hat den Weihnachtsmarkt in Berlin besucht, während ich mein best of Norddeutschland für euch in einem Blogpost zusammengefasst habe. Dort ist etwas für jeden Geschmack dabei.



Über die Autorin 
Bettina kann schon seit 10 Jahren das Internet ihre zweite Heimat nennen. Auf ihrem Blog aufgerouget.de beschäftigt sie sich mit den Themen vegan leben, Beauty, Lifestyle und Plus Size Fashion. Auch ihr gleichnamiger YouTube-Channel wird regelmäßig mit diesen Themen gefüttert. Seit einiger Zeit schreibt Bettina außerdem Reiseberichte für den Travelblog Nonsoloamore

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