Wien: Zu Besuch bei den Afrika Tagen auf der Donauinsel

Donnerstag, August 16, 2018 Carmen Helmreich 0 Comments

Jedes Jahr im August nehme ich es mir aufs Neue vor, den Afrika Tagen in Wien einen Besuch abzustatten. Denn seit 14 Jahren verwandelt sich die Donauinsel für einige Tage im Sommer in ein fröhliches afrikanisches Spektakel mit viel Musik, Tanz, internationalen Künstlern, leckerem Essen und einem bunten Bazar. Zugegeben, ich bin nicht der größte Fan der afrikanischen Kultur, weswegen das Fest nie auf meiner Prioritätenliste ganz oben stand – Einmal besucht haben, wollte ich es dann aber doch einmal! Wie es der Zufall so will, waren Kat von Seven & Stories und ich gestern auf der Donauinsel für ein Fotoshooting und da sich Kat gern ein Henna Tattoo machen lassen wollte, haben wir uns spontan Tickets für das Festival geholt und sind eine Runde auf dem Gelände geschlendert.


Afrika Tage auf der Donauinsel - Was gibt's zu sehen?

Täglich erlebt man hier als Besucher afrikanische Musik hautnah. Highlights im Line-Up sind neben afrikanischen und internationalen Top Acts Musiker, Tänzer und Gruppen, die sowohl auf der Hauptbühne als auch mitten im Getümmel des Bazars auftreten. Auf dem Markt finden sich farbenfrohes Kunsthandwerk, Kleinmöbel, Masken, seltene Tees und Gewürze. Mit einer typisch afrikanischen Frisur, Henna Tattoos oder einem Dirndl aus afrikanischem Stoff kann man sich außerdem ein Stück Afrika mit nach Hause nehmen. Und wie jedes Jahr, werden auch heuer wieder zahlreiche Organisationen über ihre Projekte informieren und zum Engagement für Afrika aufrufen wie World Vision Österreich, Ärzte ohne Grenzen oder Amnesty International.

Mein Festivalbesuch - Henna Tattoo & Schlemmerei

Wie schon erwähnt, haben wir das Gelände eigentlich nur wegen Kats Henna Tattoo betreten und haben somit den ersten Halt bei "Jenny's Mehndi" gemacht, die Kat ein wirklich traumhaftes Tattoo auf den Handrücken gezaubert hat. Ich war selten so begeistert von einem künstlerischen Handwerk. Jenny hat so wahnsinnig schnell, fein und präzise gearbeitet, dass mir mein Mund offen blieb und ich mir fast überlegt hätte, ebenfalls ein Henna Tattoo machen zu lassen. Nachdem das Tattoo fertig designed war, gab's eine Erfrischung an einem der Stände: Für mich eine leckere Limetten-Chili Limonade und Kat nahm Erdbeer-Rosmarin. Wir sind dann noch eine Runde übers Festival Gelände geschlendert ehe Kat gehen musste und ich mich dann selbst noch ein wenig umgesehen habe. Man kann sagen, ab 17 Uhr wird es leider wirklich sehr voll, da dann auch langsam das Abendprogramm mit Live-Musik beginnt. Entspanntes Schauen an den einzelnen kleinen Bazar-Ständen war dann nicht mehr ganz so einfach wie am frühen Nachmittag. Die Dekoartikel haben mich aber ehrlich gesagt ohnehin wenig interessiert, da der afrikanische Stil absolut nicht meinem Einrichtungsgeschmack trifft. Jedoch habe ich das ein oder andere hübsche Schmuckstück entdeckt. Hungrig habe ich mich dann noch auf die Suche nach Essen gemacht, da es besonders im Food-Corner wirklich unglaublich lecker riecht. Neben Wraps, afrikanischen Eintöpfen, Lammspießen mit verschiedensten Gewürzen und Saucen, Linsenbrei, gab's auch allerlei an Süßkram wie gebackene Bananen, Crepes & Co. Ich entschied mich für Kuku Wali, einen Hähnchenschenkel in einer süßlichen Sauce mit Reis und Gemüse und muss gestehen: Es war das Beste was ich seit Langem gegessen habe! Satt und glücklich bin ich noch vor dem ersten Haupt-Act nach Hause gegangen, da es dann doch schon recht voll wurde und mir die sommerliche Hitze zu schaffen machte…



Afrika Tage Wien 2018 - Charity-Mondays

Die Afrika Tage finden dieses Jahr vom 10. bis 27. August statt. (Öffnungszeiten: Mo – Fr 14:00 Uhr bis 24:00 Uhr, Sa – So 11:00 Uhr bis 24:00 Uhr) Außerdem gibt es drei Charity-Mondays unter dem Motto „Austria for Africa“ : Am 13.08., 20.08. und 27.08.2018 gibt es also den „Tag der offenen Tür“ bei freien Eintritt. An diesen Tagen werden keine Eintrittsgelder erhoben, doch bittet der Veranstalter um freiwillige Spenden direkt an die Hilfsorganisationen, die auf dem Gelände arbeiten.

Fotocredit: 2-9 - Christina Karagiannis

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