Island: Die Insel aus Feuer und Eis - lustige Fakten & Tipps für einen unvergesslichen Urlaub

Freitag, Juni 01, 2018 CHAMY Lifestyleblog 0 Comments

Fast ein Jahr ist es nun schon her, dass ich für etwas mehr als eine Woche die Vulkaninsel beehrte. Ihr wisst: So richtig hat mich der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas ja nicht überzeugt, weshalb ein Teil meiner Fotos und gesammelter Infos noch immer friedlich auf der Festplatte schlummern. Zeit also diese endlich weiter aufzuarbeiten! Deswegen möchte ich heute die 10 lustigsten Facts über die Vulkaninsel und ein paar meiner Island-Tipps verraten.



10 kuriose Fakten über Island!

Kein McDonald’s oder Burger King für Isländer

Beginnen wir mit der Tatsache, die mich am meisten getroffen hat: Die armen Isländer haben weder einen McDonald’s noch einen Burger King. Für mich als Fast-Food-Junkie nahezu unvorstellbar. Bis 2008 gab es allerdings beide Läden auf der Insel, jedoch wurden 2008 die Fast-Food-Ketten aus Kostengründen geschlossen. Es war schlicht und einfach zu teuer, alle Waren von Gemüse bis Verpackung auf die Insel zu importieren.

Mehr Schafe und Papageitaucher als Einwohner

Ja auf Island leben tatsächlich mehr Schafe (ca. 460.000) und Papageitaucher (ca. 4 Millionen) als Einwohner (ca. 330.000).

Islendinga, die Anti-Inzucht-App

Was es nicht alles gibt! „Islendinga“ heißt die App, die dafür sorgt, dass es keine bösen Überraschungen bei einem Date gibt. Dadurch, dass Island nur so wenige Einwohner, kann es nämlich schon mal vorkommen, dass man sonst unabsichtlich mit einem entfernten Cousin beim Blind Date landet.

Island hat ein Penis-Museum

Du weißt nicht, was du dir in Reykjavik noch anschauen kannst? Wie wäre es also mit dem einzigartigen Phallusmuseum? Das Museum hat sich nämlich  vorgenommen, ein Penis-Exemplar eines jeden in Island vorkommenden Säugetiers auszustellen. So findet man hier also alles vom Wal- bis zum Maus-Penis.

Telefonbücher sind nach Vornamen sortiert

Und nicht wie bei uns üblich nach Nachnamen. In Island sind die Vornamen nämlich der wichtigere Teil des Namens. Als Nachnamen tragen die Isländer meist den Namen des Vaters mit der Endung -son (Sohn des ...) oder -dóttir (Tochter des ...). Übrigens: Selbst der Isländische Präsident steht im Telefonbuch.

Keine Schusswaffen, dafür einen Instagram-Account

Island hat eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt und gilt laut „Global Peace Index“ als das friedlichste Land der Erde. Daher trägt die isländische Polizei keinen Schusswaffen, sondern es genügt ihnen Gummiknüppel und Pfefferspray. Dafür betreiben die isländischen Polizisten einen offiziellen Instagram-Account, wo sie witzige Bilder aus dem Polizei-Alltag teilen.

Bier ist in Island erst seit 1989 legal

Zwar durften die Isländer schon seit 1934 Bier konsumieren, allerdings nur Hopfen-Getränke mit einem Alkoholgehalt unter 2,25 %. Erst seit 1. März 1989 ist auch stärkeres Bier in Island erlaubt und somit feiern die Isländer jedes Jahr am 1. März den Tag des Bieres.

Höchstens 12 Grad 

Jaja, ich mag's ja auch nicht sonderlich gern warm, aber auf Island ist es dann doch auch im Sommer recht frisch. Denn auf Island beträgt die durchschnittliche Maximal-Temperatur im August gerade mal 12,3 Grad.

Die Straßenplanung richtet sich nach den Elfen 

Die Isländer glauben scheinbar tatsächlich an Elfen. Zum Schutz dieser werden bis heute Straßen um Regionen herumgeleitet, in denen Elfen vermutet werden.

Ein Islandpferd ist eigentlich ein Pony!

Islandpferde sind eigentlich Ponys, aber die Isländer reagieren total gekränkt, wenn sie auf diese Tatsache hinweist. Das besondere an den Pfe…*äh* Ponys ist, dass sie zwei zusätzliche Gangarten – nämlich Tölt und Pass – beherrschen. Übrigens: Pferde, die in Island geboren wurden und einmal die Insel verlassen haben dürfen aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder nach Island eingeführt werden.

Na, habt ihr ein paar neue, lustige und interessante Fakten zu der Vulkaninsel erfahren? Islandpferde ist übrigens eine gute Überleitung zu meinem zweiten Thema in diesem Blogbeitrag, denn ich wollte euch auch noch ein paar Tipps zu Island mitgeben, was man unbedingt machen sollte.

3 Tipps für einen tollen Island-Urlaub


Auf dem Rücken der Pferde die Natur erleben

Der Hauptgrund meiner Islandreise war tatsächlich ein einwöchiger Reiturlaub, da ich schon als Kind davon geträumt hatte einmal mehrere Tage durch eine fremde Landschaft zu galoppieren. Denn wie heißt es so schön: "Das Glück der Erde liegt eben auf dem Rücken der Pferde!" Und in Island findet man ausreichend davon. Ich selbst habe eine Reitwoche bei einer isländisch-deutschen Familie auf deren Reiterhof Lýtingsstaðir im Norden Islands gebucht. Etwa 20km südlich des an der Ringstraße gelegenen Dorfes Varmahlíð, erstrecken sich in einem wunderschönen Tal die etwa 400 Hektar des Hofes. Hier leben Sveinn Guðmundsson, seine deutsche Frau Evelyn Ýr, sowie der gemeinsame Sohn Júlíus Guðni. Etwa 100 Pferde, ebenso viele Schafe, ein paar Hühner, eine Katze und drei Hunde gehören mit zum Hof und zur Familie. Besonders großen Luxus darf man natürlich nicht erwarten, aber der Hof ist wirklich super nett und familiär geführt. Neben vielen schönen Reittouren durch den tollen Fjord mit seinen Bergen und Tälern, gab es im Rahmen der Reitwoche auch noch einige geführte Ausflüge ins Umland. Wer also ein ebenso begeisterter Reiter ist, wie ich es bin, dem kann ich nur eine mehrtägige Reittour auf Island empfehlen. Aber auch Anfängern oder Leute die noch gar keine Reiterfahrung haben, kann ich es nur ans Herz legen, zumindest einen kleinen einstündigen Ritt auf der Insel zu wagen. Denn es gibt auf Island wirklich an fast jeder Ecke Reithöfe, die verschiedenste Touren und Ritte – abgestimmt auf das Können und die Bedürfnisse der Gäste – anbieten.


Einen Mietwagen nehmen!

Sollte ich Island je wieder einen Besuch abstatten, ist ein Mietauto definitiv Pflicht! In und um Reykjavik gibt es zwar auch ohne Mietwagen genug für einige Tage zu sehen, wenn man dann aber mehr von der Insel erkunden möchte, ist ein Auto aber eigentlich unumgänglich. Da bei mir Reiten im Vordergrund stand und ich auch nur ein paar Tagesausflüge rund um Reykjavik geplant hatte, habe ich mich für geführte Bustouren entschieden. Diese waren zwar ganz ok, jedoch ist man natürlich stark an einen vorgegebenen Zeitplan gebunden und wenig flexibel. Gerade bei der letzten Tour mit vollbesetzten Reisebus war es etwas mühsam und ich habe mich einige Mal geärgert, dass wir an bestimmten Hot Spots nur so wenig Zeit zum Verweilen hatten, an anderen dafür gefühlte Ewigkeiten verbrachten. Schon alleine deshalb würde ich beim nächsten Mal zu einer individuellen Island-Rundreise mit dem Mietwagen tendieren und nicht auf Bustouren setzten.


In einer heißen Quelle baden

Einmal in einem blubbernden warmen Schlammloch baden? Kann man auf Island machen. Da das Land direkt auf einem vulkanischen „Hot Spot“  liegt, gibt es hier natürlich jede Menge geothermische Aktivität.  Angefangen von der Blauen Lagune bis zu unbekannten natürlichen Quellen. Da ich nicht unbedingt eine Wasserratte bin, habe ich mich gegen eine Tour zu berühmten Blauen Lagune entschieden. Einerseits natürlich etwas schade, da sie auf Fotos einmalig aussieht, andererseits soll sie auch ziemlich überlaufen und auch überbewertet sein. Das Gute: Auf Island warten auch etliche andere heiße Quellen darauf entdeckt zu werden. Wirklich ausgeschildert sind zwar die wenigsten, aber wenn man im Internet etwas recherchiert, dann kann man schon über die ein oder andere Quelle stolpern. Ganz in der Nähe meines Reithofs gab es eben auch solch eine heiße Quellen und nach einem anstrengenden Ausritt machten wir Rast bei dem blubbernden Schlammloch. Ich muss sagen, ich war zuerst etwas irritiert, da es an dem Tag wirklich kalt war und wir in dicken Pullis rumliefen, aber wenn man sich erstmal überwunden hat seine Kleidung abzulegen und in das warme Wasser zu steigen, ist es wirklich herrlich. Lange haben wir es zwar nicht ausgehalten, da es dann stellenweise doch ziemlich heiß wird, aber man konnte sich zum Glück im benachbarten Fluss wieder etwas abkühlen. Somit ein wirklich verrücktes Erlebnis bei 5 Grad Außentemperatur mehrfach zwischen heißer Quelle und kalten Fluss zu wechseln!


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