Mein Asien-Reisetagebuch: Thailand – Chiang Rai und sein Weißer Tempel

Samstag, März 24, 2018 Chamy 1 Comments

Nach dem tollen Abend in Chiang Mai fiel ich todmüde ins Bett, fieberte aber schon dem nächsten Tag entgegen, da unsere Reise weiter Richtung Chiang Khong gehen sollte. Zuvor war aber noch ein Abstecher nach Chiang Rai mit seinem berühmten Weißen Tempel geplant…


Chiang Rai und der Weiße Tempel

Das charmante Städtchen Chiang Rai und die gleichnamige Provinz bestechen durch die malerische Lage inmitten der nordthailändischen Bergwelt und sind somit das ideale Ziel um die unberührte Landschaft Thailands zu erkunden. Viel sahen wir davon allerdings nicht, da wir die meiste Zeit in unserem kleinen Van saßen, während die Landschaft an uns vorbei rauschte. Unser Ziel war es eigentlich auch gar nicht Chiang Rai zu erkunden, sondern es stand ein Besuch des imposanten weißen Tempels an. Lustigerweise war der Wat Rong Khun, wie der Tempel eigentlich heißt, eine DER Sehenswürdigkeiten, wieso ich mich für diese Reiseroute entschieden hatte. Der „Weiße Tempel“ – wie er oft genannt wird – steht etwas außerhalb der Stadt und ist für seine zeitgenössische und extravagante Architektur berühmt. Der Bau dieser Tempelanlage begann schon 1997, ist aber dato noch nicht ganz fertiggestellt, was seinem Erscheinungsbild meiner Meinung nach aber trotzdem keinen Abbruch tut. Die Konzeption des Tempels geht auf den thailändischen Architekten Chalermchai Kositpipat zurück, der sich mit dieser außergewöhnlichen Tempelanlage selbst ein Denkmal setzten, und seiner Heimatstadt ein Geschenk machen, wollte. Das Besondere am Wat Rong Khun ist definitiv die weiße Farbe, da Weiß in Südostasien eigentlich die Farbe der Trauer ist. Hier soll sie allerdings die Reinheit Buddhas darstellen. Was ich ebenfalls wahnsinnig schön und einmalig fand, waren die vielen eingearbeiteten Spiegelfragmente, die im Sonnenlicht den Tempel zum Strahlen und Glitzern brachten. Um zum Eingang des "Weißen Tempels" zu gelangen, muss man über die „Brücke der Wiedergeburt“ schreiten. Die Brücke symbolisiert quasi den Übergang vom Zyklus der Wiedergeburt zum Universum Buddhas, oder auch "von der Hölle in den Himmel". Vor der Brücke sieht man nämlich zahlreiche Hände, die aus der Tiefe der Unterwelt um Hilfe flehen, was im ersten Moment zugegebenermaßen etwas gruselig aussieht. Am Ende der Brücke, gelangt man dann in den Tempel, wo leider fotografieren strengstens verboten ist. Drin erwartet einem eine goldene Halle und eine farbenfrohe Mischung aus Malereien die überraschen! So sieht man etwa Batman, Harry Potter, Bin Laden, Hello Kitty, Michael Jackson, Elvis, Meister Yoda und Superman. Interessant, sag ich nur! Wenn man aus dem Tempel rauskommt (der Eingang ist nicht gleich der Ausgang) erwartet einem ein imposantes goldenes Gebäude. Ein weiterer Tempel? Fehlanzeige, es sind bloß die Toiletten, die wunderschön Gold funkeln und somit die schönste WC-Anlage ist, die ich je gesehen habe. Nun ja, ich würde die Tempelanlage als funkelnden Traum beschreiben, trotzdem war ich ziemlich enttäuscht von diesem Ausflug. Unser Kleinbus kam durch ein paar ungeplante Verzögerungen erst später als geplant beim "Weißen Tempel" an und dann war für viele auch erstmal Toiletten-Pause angesagt. So kam es, dass wir erst knapp 25 Minuten vor Schließung die Tempelanlage betraten, die Aufseher schon sichtlich genervt waren und die Touris gern pünktlich um 18 Uhr vom Gelände haben wollten. Kurz für ein Foto stehen bleiben? Schon kassierte man einen genervten Blick. Gar einen Schritt umdrehen? Prompt ertönte es aus Megafonen, dass dies nicht gestattet sei. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir wurden leider in 15 Minuten durch die komplette Tempelanlage geschleust und wirklich detailliert ansehen konnte man sich gar nichts. Sehr schade! Auch war der Tempel selbst von der Größe her viel kleiner als von mir (und vielen anderen) erwartet. Nichtsdestotrotz kann ich euch den Wat Rong Khan nur ans Herz legen, wenn ihr in der Gegend seid!


Chiang Khong - Letzter Stopp vor der laotischen Grenze

Nach dem Besuch des Temples ging's mit unserem kleinen Van weiter Richtung Chiang Khong, wo wir nach einer zweistündigen Fahrt ankamen. Das kleine Grenzstädtchen wird vor allem von Rundreisenden besucht, um einen Zwischenstopp auf dem Weg zur Überfahrt nach Laos zu machen. So auch von uns! Chiang Khong ist übrigens das Thai-Gegenstück zur laotischen Grenzstadt Huay Xai auf der anderen Seite des Mekongs. Wirklich viel bietet dieses verschlafene Nest nicht an: Es gibt eine schmale schottrige Hauptstraße, an der es wenige kleine Lebensmittelläden gibt und hier und da findet man ein Restaurant oder eine Unterkunft. Außerdem gibt einen Freitagsmarkt und einige kleinere Tempel. Aber wie gesagt, wir waren ja nicht zum Sightseeing in Chiang Khong, sondern nur für einen kurzen nächtlichen Stopp, um am nächsten Tag bequem und stressfrei nach Laos einreisen zu können...
>> KOMM MIT AUF MEINE REISE DURCH ASIEN!

Asien, ich komme! - Meine Ängste
Mein Asien-Reisetagebuch: Thailand – One Night in Bangkok! 
Mein Asien-Reisetagebuch: Thailand – Mit dem Nachtzug nach Chiang Mai
Mein Asien-Reisetagebuch: Thailand – Chiang Khong, Chiang Rai und der Weiße Tempel
Mein Asien-Reisetagebuch: Laos – Den Mekong flussabwärts nach Pakbeng
Mein Asien-Reisetagebuch: Laos – Abstecher zur Whisky Village und der Buddha- Höhle
Mein Asien-Reisetagebuch: Laos – Meine Herzensstadt Luang Prabang!
Mein Asien-Reisetagebuch: Laos – Leben wie Einheimische in Vang Vieng!
Mein Asien-Reisetagebuch: Laos – Besuch in der Hauptstadt Vientiane
Mein Asien-Reisetagebuch: Vietnam – Überforderung in Hanoi
Mein Asien-Reisetagebuch: Vietnam – Tagesausflug nach Ninh Binh und zu den Tam Coc Höhlen
Mein Asien-Reisetagebuch: Vietnam – Auf einer Dschunke in der Halongbucht
Fazit: Was ich in 3 Wochen Asien gelernt habe! 
Backpacken in Asien - 1 Jahr danach!

MEIN REISETAGEBUCH IN VIDEOFORM!

1 Kommentare:

Tschechien: Warum Ceský Krumlov eine Reise Wert ist!

Dienstag, März 20, 2018 Chamy 2 Comments

Schon seit einer halben Ewigkeit wurde mir immer und immer wieder das tschechische Städtchen Ceský Krumlov – zu deutsch Krumau – als Ausflugsziel empfohlen. Da die südböhmische Stadt von Wien aber doch drei gute Autostunden entfernt ist, wurde der Tagesausflug nach Krumau immer wieder verschoben. Letztes Jahr bot sich dann aber die perfekte Gelegenheit, da ich ein entspanntes Wochenende im Mühlviertel an der tschechischen Grenze verbrachte, und somit bei der Rückreise einen Abstecher nach Ceský Krumlov einplanen konnte. Was soll ich sagen: Die Stadt hat mich mit ihrer charmanten Art in den Bann gezogen, weswegen ich sie euch unbedingt ans Herz legen möchte.


Das UNESCO Welterbe Český Krumlov

Zwischen sanften Hügeln liegt das UNESCO-Weltkulturerbe Krumau und wird von der Moldau umschlungen, woher auch der Name stammt. (Krumau = krumme Au) Das historische Stadtzentrum befindet sich seit 1992 zu Recht auf der Liste des UNESCO-Welterbe, da ich selten so ein malerisch schönes Städtchen gesehen habe. Leider hatten wir nur ein paar Stunden Zeit diese tolle Stadt zu erkunden, trotzdem konnten wir viel von dem einzigartigen Flair Krumaus mitnehmen. Hier also meine Tipps, was man in Ceský Krumlov unbedingt gemacht haben sollte.


Durch die Innenstadt flanieren

Ehrlich gesagt hatten wir absolut keinen Plan, was wir uns in Krumau anschauen wollten, weswegen wir das Auto am Stadtrand parkten und einfach mal gemütlich Richtung Altstadt spazierten. Die verwinkelten Gässchen, die hölzernen Balkone und die weiß oder pastellfarbenen Häuser liesen in mir das Gefühl aufkommen in einer kleinen Märchenstadt zu sein. Daher ist es auch absolut nicht schlimm sich planlos treiben zu lassen und durch die malerischen Gassen zu flanieren. Irgendwann kommt man aber ohnehin am Hauptplatz an und kann sich spätestens da sicher sein, sich nun im historischen Stadtzentrum zu befinden.


Das Schlossareal erkunden und den Schlossturm besichtigen

Vom Hauptplatz aus marschierten wir zielstrebig weiter richtig Schloss, welches wir in wenigen Fußminuten erreichten. Bevor man allerdings das Schlossareal betritt, überquert man noch den Burggraben, in dem seit 1999 zwei Bärenpaare beheimatet sind. Die Geschichte der Bärenhaltung im Schloß Český Krumlov reicht allerdings bis ins 16. Jahrhundert zurück, denn schon 1707 gab es den sogenannten „Bärengraben“. Nachdem wir Ausschau nach den knuddeligen Bären gehalten hatten (diese sich allerdings vor uns versteckten), ging’s weiter in den Hof des Schlosses. Durch ein prächtiges Tor gelangt man in das elegant angelegte Schlossareal mit den weitläufigen Burghöfen. Das Schloss bietet gleich mehrere Besichtigungstouren an, die nicht nur einen Einblick in das Leben der einstigen adeligen Schlossbewohner ermöglichen, sondern auch zur Entdeckung eines herrlichen Maskensaals und eines weltweit einzigartigen Barocktheaters einladen. Da wir aber leider nicht genügend Zeit hatten, beschränkten wir uns darauf gemütlich durch die Schlosshöfe zu schlendern und anschließend noch den Schlossturm zu besichtigen. Der Schlossturm ist vermutlich immerhin das bekannteste Wahrzeichen der Stadt und musste somit von uns besichtig werden. Außerdem hat man von der Aussichtsgalerie einen tollen Blick auf die gesamte Altstadt, was man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.


Es sich in einem Gastgarten an der Moldau bequem machen

Hungrig machten wir es uns in einem sonnigen Gastgarten an der Moldau bequem und bestellten unser wohlverdientes Mittagessen. Die Preise sind in den meisten Gaststätten ähnlich, aber völlig ok. Wir haben für zwei Hauptgerichte und zwei Getränke um die 20 Euro bezahlt, was für einen schönen Platz in einem Gastgarten mitten in der Innenstadt wirklich moderat ist. Typische Gerichte aus der Region sind zum Beispiel: česneková polevka (Knoblauchsuppe mit Käse, Schinken, Schnittlauch und geröstetem Brot), kachna pečená (Entenbraten) oder husa pečená (Gänsebraten, topincky (in Fett gebratene Brotscheiben, meist mit Knoblauch bestrichen oder mit Tatar), zelňáky (Sauerkrautplätzchen) und natürlich Budvar, das berühmte Budweiser Bier!


Ein Foto von der Mantelbrücke machen

Gestärkt ging’s weiter zum nächsten Wahrzeichen der Stadt: Der Mantelbrücke! Die Mantelbrücke entstand 1767 als dreigeschossiger Verbindungsgang zwischen Residenz, Garten und Theater. Wie imposant die Brücke ist, bemerkt man erst, wenn man direkt davor oder darunter steht. Natürlich habe auch ich es mir nicht nehmen lassen ein Foto von dem beeindruckenden Bauwerk zu machen und habe mich so in die Reihe aller Touristen gesellt.


Baumkuchen essen

Was wäre ein Besuch in Tschechien ohne Baumkuchen gegessen zu haben? Eben! So kauften wir uns also kurz vorm Rückweg noch einen leckeren Trdelnik – so der tschechische Name – und verspeisten das gerollte Süssgebäck auf den Weg zum Auto.


Die Aussicht genießen

Nachdem wir für den Rückweg andere Gassen und Straßen gewählt hatte, kamen wir eher zufällig auch an einer tollen Aussichtsplattform, dem "Seminární zahrada" vorbei. Der Seminargarten befindet sich direkt neben dem Regionalmuseum und lädt vor allem bei Sonnenschein zum Verweilen und Fotos knipsen ein.

Gegen frühen Abend hieß es dann auch schon "Ahoj Ceský Krumlov!", aber ich komme sicher wieder! 

2 Kommentare:

Oberösterreich: Paneum, die Wunderkammer des Brotes

Freitag, März 16, 2018 Sonja Bruckner 0 Comments

Am Weg zwischen Wien und Salzburg, zirka 10 Minuten vor Linz, findet ihr das Paneum – die Wunderkammer des Brotes – direkt an der Autobahnausfahrt Asten/St. Florian. Backaldrin-Inhaber Peter Augendopler hat mit dem Paneum ein architektonisch außergewöhnliches Zuhause für seine Kunstsammlung geschaffen. Wer von uns hat schon mal genau über die Geschichte und Entstehung von Brot nachgedacht? Und das, obwohl Brot eines der Grundnahrungsmittel weltweit ist!
Während eines Besuches im Paneum wird schnell klar, welch wichtige Rolle Gebackenes in der Kulturgeschichte der Menschheit einnimmt. Egal ob aus Weizen, Roggen oder anderen Getreidesorten, wir genießen den Biss der Kruste und das Brotinnere – die Krume, die auf der Zunge zergeht.

Die Architektur und Lage

Die Basis des Brotmuseums bildet ein Betongeschoß, in dem das Kundenzentrum untergebracht ist. Darüber befindet sich eine gewölbte Struktur aus Holz und Edelstahl, welche an aufgehenden Brotteig erinnert. Direkt an der Westautobahn gelegen eignet sich das Paneum perfekt für einen Zwischenstopp während einer längeren Autofahrt von Deutschland, nach Österreich oder Ungarn.

Die Highlight-Führung

startete im Besucherzentrum mit einem kurzen Film zur Geschichte des Museums. Weiter ging es über die Freitreppe in den oberen Gebäudeteil, wo wir einiges über die Bäckerzunft, Hunger & Macht, Strafen, Glaube und Brotverarbeitung erfuhren.
Highlightführungen finden jeden Samstag um 11:30 und 14:30, sowie nach Vereinbarung, statt.

Paneum - die Wunderkammer des Brotes




Paneum, Familienausflug OÖ







Paneum Besucherzentrum


Wunderkammer des Brotes




Brot Herstellung




Paneum Vase




Paneum Freitreppe





Paneum Bäckerschupfen




Paneum Meissner Porzellan



Paneum Meissner





Paneum Brotmuseum




Paneum Bibliothek




Brotmuseum Backaldrin





Altes Ägypten OÖ




Paneum Backformen





Paneum





Paneum bruegel




Brot im alten ägypten

Kunstsammlung Augendopler



Kornmumie



Kornspitz Museum

Unser Fazit

Hier war ein leidenschaftlicher Sammler am Werk, der für seine Lieblingsstücke einen wahrlich beeindruckenden Rahmen geschaffen hat. Auch Fans des Kornspitzes von Backaldrin kommen nicht zu kurz, denn am Ende der Highlight-Führung gibt es für Groß und Klein eine ofenfrische Kostprobe. Mein Tipp: Mit Butter und Salz genießen!


Sonja Bruckner

0 Kommentare: