Österreich: Ski Amadé - Made my Day!

Donnerstag, Januar 25, 2018 Chamy 1 Comments

Zugegeben, ich bin nicht besonders bekannt für meine (winter)-sportlichen Ausflüge, immerhin bin ich das letzte Mal als Jugendliche auf Skier gestanden. Als also die Einladung ins Gasteinertal in meinen digitalen Posteingang flatterte, war ich demnach etwas zögerlich, sagte schließlich aber trotzdem zu. Raus aus der Komfortzone und ab in den Schnee! Auch wenn ich wenig Wintersport mache, so liebe ich Schnee über alles und wollte es mir ehrlich gesagt auch selbst beweisen noch Skifahren zu können. Man muss wissen: Früher bin ich irrsinnig gerne und auch gar nicht so schlecht gefahren. Mir machte es Spaß stundenlang die Piste unsicher zu machen und die kühle Bergluft einzuatmen. Wie das aber als Stadtkind so ist, hat man eher selten die Möglichkeit dazu. Die meisten Skigebiete sind für Tagesausflüge zu weit weg, Freunde jammern dass Wintersport zu teuer ist und als Jugendliche hat man dann sowieso andere Prioritäten. Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Ski wurden seit meiner Pubertät leider nicht mehr angerührt.


Ski Amadé - Skifahren in 5 Regionen

Letzten Donnerstag ging's also mit meiner liebsten Bloggerfreundin Vicky in die Bergwelt von Ski Amadé, welche selbst mir als "länger pausierende" Wintersportlerin natürlich ein Begriff war. Fünf Regionen bilden Österreichs größten Skiverbund Ski Amadé: Salzburger Sportwelt, Schladming-Dachstein, Gastein, Hochkönig und Grossarltal. Insgesamt warten auf einen also 760 Kilometer Pistenspaß, 356 präparierte Pisten und 270 komfortable Lifte und das alles nur mit einem einzigem Skiticket! In diesem traumhaften Skigebiet bleiben daher keine Wünsche offen: Anfänger und Könner finden bestens präparierte Pisten und ideale Bedingungen. Feinschmecker bekommen in urigen Hütten kulinarische Köstlichkeiten und herzliche Gastlichkeit serviert.


Ski Amadé - made my day

Seit dieser Saison werden außerdem in allen 5 Ski Amadé Regionen unter dem Motto „Ski amadé – made my day“ unterschiedliche Erlebnistage angeboten. Die Idee dahinter ist, dass man an einem Skitag so viele und so aufregende Dinge erlebt, wie andere nicht einmal in einer ganzen Woche Skiurlaub. Themen und Zielgruppen der Packages sind dabei unterschiedlich, sodass für jeden etwas passendes dabei sein sollte: Mal richtig sportlich, mal gemütlich und genussorientiert oder mal mit Adrenalinkick. Begleitet wird der Tag von einem professionellen Guide, sodass man sich keine Gedanken um Zeitpläne, Einkehrstationen oder seine Orientierung machen muss. Ein weiterer Vorteil ist die kleine Gruppengröße: Die Erlebnistage finden mit mindestens vier, aber maximal zwölf Teilnehmern statt. Insgesamt gibt es 13 unterschiedliche „Ski amadé – made my day“ Packages, die je nach Programmpunkten zwischen 50 und 190 Euro kosten, wobei der Guide, die Verpflegung während des Tages und auch der Transfers inkludiert sind.


Willkommen im Gasteinertal

Schon vor anderthalb Jahren hatte ich das Vergnügen ein Wochenende im Gasteinertal verbringen zu dürfen. Die Orte Bad Gastein, Dorfgastein und Bad Hofgastein haben alle ihren ganz eigene Charme. Wer also Entspannung und abwechslungsreiche Sport- und Freizeitaktivitäten sucht ist wohl in Bad Hofgastein ganz gut aufgehoben. Nighlife und Kultur findet man am ehesten in Bad Gastein und das familiäre Dorfgastein ist perfekt für Ruhe und einfache Wanderungen. Bei meinem ersten Besuch in der Region stand allerdings nicht der Wintersport im Fokus, weshalb ich die Gegend noch mal neu kennenlernen durfte. Schon bei der Ankunft im "Impuls Hotel Tirol" erwartete uns jede Menge Schnee und ich konnte den nächsten Tag kaum mehr abwarten. Auf dem Programm stand nämlich das „Ski amadé – made my day“ Package "Abheben in Bad Gastein".


Abheben in Bad Gastein

Der nächste Tag startete schon lange vor der Morgendämmerung, denn es ging nach Sportgastein zum Gipfelfrühstück. Bequem ging es per Goldbergbahn auf den Gipfel des Kreuzkogels, bevor wir weitere 20 Fußminuten mühsam das Gipfelkreuz erklommen. Normalerweise hat man von hier aus einen atemberaubenden Ausblick auf über 400 Berggipfel, leider machte uns aber ein eisiger Schneesturm einen Strich durch die Rechnung. Hungrig ging's also wieder talabwärts, um ein leckeres Gourmetfrühstück in der legendären Glas-Aluminium-Kuppel des Architekten Gerhard Garstenauer zu genießen. Ich durfte diesen Teil des Programms ja schon einmal erleben und muss sagen, dass ich es immer wieder machen würde, da die Atmosphäre einfach spitzenmäßig und das Essen wirklich wahnsinnig gut ist! Nach der Stärkung beginnt dann auch schon die Action, denn für Adrenalin-Junkies gibt's Freeride-Runs abseits der Pisten. Einmal durch den Tiefschnee fahren, abseits der regulären Routen? Dann ist man hier definitiv richtig! Doch auch nach dem Skifahren geht der Spaß weiter, denn es folgt ein Flug mit dem Flying Fox. Die Zipline über Bad Gastein quert auch den berühmten Wasserfall und obwohl ich auch das schon mal gemacht habe, war es winterlich verschneit noch mal ein ganz anderes Feeling als beim letzten Mal. Einzig und allein die Skischuhe an den Füßen machten mir etwas zu schaffen und ich hätte es besser gefunden, wenn man während des Tages die Möglichkeit gehabt hätte auf Straßenschuhe zu wechseln. Aber nun gut… Nach dem atemberaubenden – aber leider viel zu kurzen – Flug mit dem  Flying Fox kam auch schon der letzte Programmpunkt: Eine Gin-Verkostung im stylischen Restaurant Ginger & Gin, wo wir bei einem Gin Tonic den Tag ausklingen lassen konnten...

SKI AMADÉ - MADE MY DAY / ABHEBEN IN BAD GASTEIN PACKAGE
- Frühstück in der futuristischen Glaskugel
- Aufstieg zum Kreuzkogel
- Freeride-Runs
- Schweben mit dem Flying-Waters über Bad Gastein
- Gin Tonic im Ginger n'Gin
133 € pro Person 


Aufladen in Dorfgastein

Am nächsten Morgen konnten wir ein bisschen länger Schlafen, eher wir nach einem guten Hotelfrühstück zu unserem Programm "Aufladen in Dorfgastein" aufbrachen. Dieser Erlebnistag steht ganz im Zeichen der Inneren-Balance, ist also für Leute die es ruhig angehen wollen perfekt! Mit unserem Skiguide ging's erstmal rauf auf den Gipfel des Fulseck, wo entspannende Ski-Yogaübungen anstanden. Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt  dank der engen Skischuhe schon ziemliche Schmerzen, weswegen es für mich nur noch halb so lustig – und vor allem eher wenig entspannend – war. Anschließend führte uns der Guide über die Dorfgasteiner Pisten zu den schönsten Plätzen, wo weitere Yoga-Einheiten praktiziert wurden, ehe es ein gesundes Mittagessen auf der Wengerhütte gab. Entspannt und gestärkt geht es dann mit den Skier talabwärts. Normalerweise würden am Nachmittag für eine kleine Schneeschuhwanderung inklusive Meditation die Ski- gegen Schneeschuhe getauscht werden. Da unser Zug nach Wien aber leider schon nachmittags in die Heimat ging, endete für uns das Programm an dieser Stelle und es hieß Abschied nehmen vom winterlich verschneiten Gasteinertal… Aber eins ist sicher: Ich komme wieder!

SKI AMADÉ - MADE MY DAY / AUFLADEN IN DORFGASTEIN
- Ski Yogaübungen am Gipfel des Fulseck
- Yoga- auf den schönsten Plätzen Dorfgasteins
- Mittagessen auf der Wengerhütte mit yogisch inspirierten Gerichten
- Schneeschuhwanderung mit Stops bei Kraftplätzen
70 € pro Person 



INFO:
Vielen Dank an Ski Amade für die Einladung zur Pressereise und Pia für die tolle Betreuung während des Trips. // Fotos 5,10,11 und 15 sind Pressefotos.

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Wien: Willkommen im Miniatur Tirolerland!

Dienstag, Januar 16, 2018 Chamy 2 Comments

Zig Mal bin in Hamburg gewesen und trotzdem habe ich es leider nie ins Miniatur Wunderland geschafft. Als ich dann vor wenigen Wochen ein Plakat vom Miniatur-Tirolerland erspähte, war klar: Da muss ich hin!


Tiroler Berge, mitten in Wien

Schon Ende 2016 öffnete das Miniatur-Tirolerland seine Pforten in der Nähe des Wiener Naschmarkts. Im Maßstab 1:87 wurden Landschaften und Szenerien nachgebaut, die an unser westlichstes Bundesland erinnern sollen. Die Idee kam dem Reisefotografen und Eigentümer Wolfgang Pröhl auf einer seiner Expedition: Während einer dreimonatigen Schlauchbootfahrt von San Francisco nach Alaska setzte der kreativen Weltenbummler gedanklich den Startschuss zum Miniatur-Tirolerland.  Knapp 5 Jahre und viele, viele Arbeitsstunden später öffneten sich die Türen in der Franzensgasse 18 für Besucher. Auf rund 200 Quadratmetern befindet sich eine beeindruckende Miniaturlandschaft mit mehr als 1.000 Gebäuden, 5.000 teils handgefertigten Bäumen und 21.000 Figuren. Die Miniaturwelt ist zwar eine Fantasielandschaft, die aber viele Elemente Tirols aufgreift: So kann man zum Beispiel die Bergisel-Schanze, das Goldene Dachl von Innsbruck, die Kirche in Telfs oder auch die die Hahnenkamm-Bahn bestaunen. Neben all diesen tatsächlich realen Sehenswürdigkeiten befindet sich in den drei Ausstellungsräumen, aber auch viele fiktive Szenerien. Mit viel Liebe zum Detail wurde so etwa ein Spukschloss kreiert, welches besonders während des Nachtszenarios ein echter Hingucker ist! Im Landschaftsabschnitt Filzbühel gibt es ein Bergwerk samt Arbeitern und Bergwerksbahn und beim Tirolerländer Bergkirtag findet man selbst beim dritten Mal Durchschlendern immer wieder neue Details.


Tag vs. Nacht & viel Witz und Charme

"Alles dreht sich, alles bewegt sich. Der Besucher muss überall etwas entdecken, was überraschend und witzig ist", so das Motto der Ausstellung. Kein Wunder also, dass reges Treiben auf den Modellbauplatten herrscht und man immer wieder neue Skurilitäten entdeckt: Sträflinge die gerade aus dem Gefängnis ausbrechen, ein Sarg der sich überraschend beim Spukschloss öffnet, Kängurus die für Gleichberechtigung demonstrieren, gestresste Arztgattinnen die sich beim Teppichklopfen ihren Frust von der Seele schlagen, die Modenschau von Karl Magerfeld oder – ganz wichtig, da die liebste Figur meiner Mama – der pippimachende Betrunkene, dessen Wasserstrahl sich sogar bewegt. Neben all diesen witzigen Szenen hat uns aber auch die Lichtstimmung begeistert. So wird es während des Aufenthalts im Miniatur-Tirolerland plötzlich dämmrig und sowohl Straßenbeleuchtung, als auch das Licht in den Häuserfenstern beginnt zu leuchten. Während es also Nacht im Tirolerland ist, kann man besonders viel im bunt leuchtenden Vergnügungspark entdecken. Alleine das Riesenrad hat 3200 LEDs und alles strahlt, leuchtet und bewegt sich. Aber auch beim Open-Air-Konzert, oder dem Autokino sollte man schnell vorbeischauen, bevor es ganz langsam wieder heller – und so die Morgendämmerung simuliert – wird.


Miniatur-Tirolerland - Spaß für die ganze Familie

Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich war mir nicht ganz sicher, ob die Ausstellung für meine Mama und mich wirklich ein Highlight werden würde. Ich wollte zwar unbedingt hin und einmal in die Miniaturwelt abtauchen, aber da weder Mama noch ich Modellbau-Fans sind, hatte ich doch meine Zweifel. Die Zweifel wurden aber schnell ausgeräumt, denn ich kann sagen, dass das Miniatur-Tirolerland wirklich sowohl für jung, alt, männlich, weiblich, sächlich – also wirklich für JEDEN empfehlenswert ist. Da die Ausstellung allerdings nur Freitag bis Sonntag von 10-17 Uhr geöffnet hat (Ausnahme sind die Weihnachtsferien, da ist täglich geöffnet!) und es bei meinem Besuch ein regnerischer Schlechtwettertag war, hatte ich die Befürchtung, dass es zu einem schlimmen Gedränge kommen wird. War zum Glück nicht so, da wir die Zeit ums Mittagstief genutzt haben und somit tatsächlich fast alleine durch die Räume marschieren konnten. Ich kann euch gar nicht sagen, wie lange wir genau drin waren, aber durch die "Tag & Nacht"-Simultation und die vielen winzigen Details haben wir selbst nach der dritten Runde noch immer Neues entdeckt. Vom Gefühl her, würde ich also sagen, dass man eine gute Stunde einplanen sollte, um gemütlich die Ausstellung zu entdecken. Für mehr Hintergrundinformationen empfehle ich euch das TIROLERLAND-Magazin beim Eingang zu kaufen. In dem 124-seiten dicken Heft befindet sich nämlich einige tolle Fotos von der Miniaturwelt, die komplette Entstehungsgeschichte, sowie interessante Hintergrundinformationen, aber auch eine kleine Beilage in der viele der Attraktionen aus dem Miniatur-Tirolerland erklärt werden.
Hungrig geworden? Auch kein Problem, denn im kleinen Gastraum vor der Ausstellung wird Brettljausen serviert. Saftig-g'schmackiger Karreespeck aus den Tiroler Bergen, Heumilch-Bergkäse, feinster Emmentaler, magere Kaminwurzn oder aber der absolut magere und weiche Rinderspeck warten auf hungrige Besucher. Dazu gibt's würzige Vinschgerl nach eigenem Rezept oder Tiroler Roggenbrot. Verdurstet ist im Miniatur-Tirolerland auch noch niemand, da die Getränkekarte von Bier, Limonaden bis zu Kaffee reicht.


Fazit: Wer eine (Schlechtwetter)-Beschäftigung braucht, sollte unbedingt im Miniatur-Tirolerland vorbeischauen. Für 10 Euro (Erwachsener) bzw. 6 Euro (Kinder) bekommt man wirklich einiges zu sehen. Aber Vorsicht! Das Miniaturland, hat nur die Wintermonate (bis Ende März) geöffnet und geht dann erstmal auf Sommerpause.

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