Sardinien: Tharros und Bosa

Dienstag, September 19, 2017 Sonja Bruckner 2 Comments

Nach unserem Bootsabenteuer im Golf von Orosei führte uns unsere Rundreise weiter an die Westküste Sardiniens.

Tharros

Tharros liegt auf der Sinis-Halbinsel etwas 20 Kilometer entfernt von Oristano, der Hauptstadt dieser Provinz. Obwohl die Halbinsel an der schmalsten Stelle nur 100 Meter breit ist, hat sie einiges zu bieten und ist mit Sicherheit einen Besuch wert. Der Strand an der Ostküste bietet eine Mischung aus Sand und Steinen, türkisblauem Wasser und kaum Wellen. Perfekt für kleine Kinder. An der Westküste ist das Meer etwas rauer, die Wellen höher und der Strand breiter. Hier kommt jeder auf seine Kosten, denn die beiden Küstenabschnitte sind ja nur fünf Minuten voreinander entfernt. Vom steinernen Aussichtsturm aus kann man die gesamte Halbinsel überblicken und eindrucksvolle Erinnerungsfotos schießen. Was Tharros ausmacht sind aber die antiken Ruinen. Zwischen dem 11. und 8. Jahrhundert vor Christus war Tharros ein Handelszentrum der Phönizier und Punier. Später bauten die Römer Tharros zu einer bedeutenden Hafen- und Handelsstadt aus. Wer sich die 5 Euro Eintritt für den Besuch der archäologischen Stätte sparen möchte, kann die Ruinien auch von außen fotografieren. Ich persönlich finde aber, dass ein Spaziergang durch die antiken Straßen, vorbei an den Überresten der Häuser, Thermen und Säulen, ein ganz besonders Erlebnis ist.
Mein Tipp: Besucht Tharros am späten Nachmittag und bleibt bis zum Sonnenuntergang. So entgeht ihr den Touristenmassen, die Strände gehören euch praktisch alleine und ihr könnte die goldene Stunde zum Fotografieren nutzen.

Ostküste der Sinis-Halbinsel
Ostküste der Sinis-Halbinsel




Tharros: phönizisch-punischen Ruinien
Tharros: Phönizisch-punische Ruinien




Steintürmchen, Steinmännchen, Tharros
Viele üben sich hier im Steintürmchen bauen




Westküste Tharros
Westküste der Sinis-Halbinsel





Goldene Stunde, Turnen, RSG, Tharros
Wir nutzten die goldene Stunde für Familienfotos




steinernen Aussichtsturm von Tharros
Steinerner Aussichtsturm von Tharros





Romantische Stimmung, Tharros
Angekommen an der Westküste genießen wir unseren ersten Sonnenuntergang am Meer.





Sonnenuntergang tharros
Was gibt es romantischeres als einen Sonnenuntergang am Meer...




Nach einer Übernachtung in Oristano machten wir uns frühmorgens auf Richtung Norden, um nach einer 1-stündigen Fahrt Bosa zu erreichen.

Bosa

Bosa ist ein beschauliches 8000-Seelen-Städtchen. Es liegt am Fluss Temo, der zwei Kilometer von der Stadt entfernt ins Meer mündet. Oberhalb der bunten Altstadt thront die Burgruine Castello Malaspina. Es ist zu empfehlen das Auto am Südufer zu parken. Von dort aus ist es nur ein kurzer Spaziergang bis zu Altstadt. Die hohen Altstadthäuser wirken sehr gepflegt, überall ist bunter Blumenschmuck zu finden. Abseits der Souvenirgeschäfte findet man kleine Boutiquen. Hier kann man bestimmt das eine oder andere außergewöhnliche Erinnerungsstück ergattern. Der Aufstieg zur Burgruine Castello Malaspina dauert nicht länger als 15 Minuten. Mit dem Bau der Festung wurde im 12. Jahrhundert begonnen. Die Stadt Bosa entstand erst im 13. Jahrhundert, nachdem die Burg fertiggestellt war und sich die Bevölkerung im Schutz des Castello ansiedelte. Die Wehrmauer der Burganlage wurde restauriert und kann heute  fast vollständig umrundet werden. Der Rundweg bietet einen überwältigenden Ausblick über Bosa, den Fluss Temo und dessen Meeresmündung. Im Burghof befindet sich die Burgkapelle Regnos Altos. Hier können Fresken aus dem 14. Jahrhundert besichtig werden.

Zufahrt, Blick auf Bosa
Blick auf Bosa






Blick auf die Altstadt Bosas vom Flussufer aus
Blick auf die Altstadt Bosas vom Flussufer aus






Blick auf die Burgruine in Bosa
Blick auf die Burgruine in Bosa






Enge Gassen in der Altstadt von Bosa
Enge Gassen in der Altstadt von Bosa



Burgruine „Castello Malaspina“
Burgruine „Castello Malaspina“

Rundgang „Castello Malaspina“
Rundgang „Castello Malaspina“

Der Fluss Temo fließt zwei Kilometer von Bosa entfernt ins Meer.
Der Fluss Temo fließt zwei Kilometer von Bosa entfernt ins Meer.





Meeresmündung Fluss Temo bei Bosa
Meeresmündung Fluss Temo bei Bosa





Der Küstenabschnitt zwischen Tharros und Bosa hat uns mit viel Geschichte und Tradition verzaubert. Nach Bosa ging es für uns weiter Richtung Norden, zu einem ganz besonderen Dinner. Nachzulesen im dritten und letzten Teil meiner Sardinienreihe, der bald folgen wird...

https://www.instagram.com/sonja.bruckner/

Kommentare:

  1. Bosa ist wirklich traumhaft schön. Ich war dieses Jahr mit meiner Familie zum 2x dort und uns hat es ebenfalls sehr gut gefallen. :)

    Auf das Dinner bin ich jetzt schon gespannt. ;)

    PS: Deine Kids sind echt süß und richtige Models. Super sympathische Familie und ich finde es toll, dass ihr so viel gemeinsam unternehmt und reist!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Anna! Mit Kindern zu reisen ist etwas ganz Besonders. Unsere kleinen Entdecker ;)

      Löschen