Venedig: Romantisches Wochenende im März

Samstag, April 01, 2017 Sonja Bruckner 9 Comments

Wie wäre es mit einem romantischen Kurztrip nach Venedig?

Dieses Jahr wollte ich meinen Mann mit einem ganz besonderem Geburtstagsgeschenk überraschen: Einem Wochenende in Venedig. Es kam sein Geburtstagsmonat, der März, und ab ging’s Richtung Lagunenstadt.

Venedig_Giorgo_Maggiore

Von Linz aus ist Venedig innerhalb von 5½ Stunden bequem mit dem Auto erreichbar. Wirklich gut machbar an einem Wochenende.

Venedig_Gondel_Giudecca

Schon vor der Abreise hatten wir uns dazu entschlossen nicht am Festland, sondern in einem der großen Parkhäuser am Piazzale Roma zu parken. Die Vaporetto-Stationen sind unweit entfernt. Vaporetti, wie die Wasserbusse in Venedig genannt werden, sind das typische Verkehrsmittel für Einheimische, Pendler und Besucher.

Venedig_Giudecca_roteBank

Unser Hotel, das Hilton Molino Stucky Venice, erreichten wir nach einer kurzen Fahrt mit der Linie 2. Nachdem wir unser, durchaus geräumiges, Zimmer bezogen hatten, lockte uns die Sonne aber schon wieder nach draußen. Mit dem Hotelshuttle ging’s Richtung Markusplatz.

Venedig_Markusplatz
Venedig_Markusplatz_Kirche

Nach der 10-minütigen Überfahrt waren wir angekommen, im Herzen Venedigs. Den Markusplatz und die tausenden Touristen (die Menschenmengen während der Hauptsaison möchte ich mir lieber nicht vorstellen) luden uns nicht zum Verweilen ein. So ließen wir den Dogenpalast und die Markuskirche hinter uns und bogen in eine der schmalen Gassen ab. Wir schlenderten vorbei an kleinen Geschäften und Restaurants. Einfach nur treiben lassen war unsere Devise und so genossen wir den Spaziergang ganz ohne Stadtplan oder Navigationssystem.

Venedig_Säulen

Um so überraschter waren wir, als plötzlich die Rialtobrücke vor uns auftauchte. Und mit ihr, fanden wir auch etwas anderes wieder: Die Menschenmassen ;).

Venedig_Rialtobrücke

Nachdem wir die Abendstimmung über dem Canal Grande von der Ponte di Rialto aus bewundert hatten, entdeckten wir doch tatsächlich einen freien Sitzplatz in einem Café direkt unter der Rialtobrücke. Hier genossen wir die Zeit zu zweit bei einem Aperol Spritz, dem In-Getränk in Venedig.

Venedig_Canal_Grande

Inzwischen war es doch etwas kühl geworden und wir machten uns mittels Shuttleboot auf den Rückweg, wo auch dieses Foto vom Sonnenuntergang über der Basilica di Santa Maria entstand.

Venedig_Sonnenuntergang

Für den nächsten Tag hatten wir einen Ausflug zu den umliegenden Inseln geplant. Murano und Burano standen auf meiner Wunschliste ganz oben. Wir entschieden uns für eine Tour mit einem Ausflugsboot (Linea Verde, Alilaguna). Die Tour dauerte 4½ Stunden, kostete 20 Euro pro Person und es wurden die drei Inseln Murano, Burano & Torcello angefahren. Wobei bei jeder der drei Destinationen ungefähr eine Stunde Zeit blieb, um die Gegend zu erkunden.

Venedig_Murano_Kirche

Auf der Insel Murano, welche vor allem für seine Glaskunst bekannt ist, findet man eine Glasmanufaktur neben der anderen. Ein wahres Paradies für Kitschliebhaber ;).

Venedig_Murano_Glas

Besonders angetan hat es mir Burano. Die kleine Insel, mit ihren bunten Häusern, hat mich verzaubert. Obwohl die ehemaligen Fischerhäuser, so bunt sind, um sie im Nebel leichter wiederzufinden, zeigte sich die Insel an diesem Tag von ihrer besten Seite und schenkte uns eine sonnige Zeit.

Venedig_Burano_bunte_Häuser
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Hier entdeckten wir auch das erste hausgemachte Gelato – Erdbeer-Prosecco - eine himmlische Mischung.

Venedig_Burano_Gelato

Hierher kommen wir bestimmt wieder - für einen entspannten Pärchenurlaub, abseits der Touristenmassen.

Venedig_Burano_bunte_Häuser3
Venedig_Burano_bunte_Häuser4

Unser nächster Stopp hieß Torcello und ist wohl die Abgelegenste der drei Inseln. Wir entschieden uns zu einem Spaziergang durch die Natur.

Meine Venedig-Tipps

  • Parkt am Piazzale Roma und nicht am Festland. So spart ihr bei einem Kurzaufenthalt wertvolle Zeit. Bucht man vorab online (was in der Hauptsaison unerlässlich ist), kann man auch etwas sparen.
  • Google-Maps eignet sich besser als jeder Stadtplan, um sich während des Aufenthalts durch die engen Gassen zu navigieren. Außerdem werden alle Linien der Wasserbusse, inklusive Abfahrtszeiten, angezeigt. (Wer über keinen Roaming-Vertrag verfügt, lädt sich die Karte am besten schon zuhause runter, um sie offline verfügbar zu machen.)
  • Vaporetto: Tickets für die Wasserbusse sind an Automaten, oder Ticketständen, erhältlich. Entscheidet man sich für Mehrtagestickets, empfiehlt es sich vorab genau zu rechnen, denn oft kommen diese teurer als Einzelfahrten.
  • Gondeln: Mietet man eine Gondel an einer der fixen Anlegestellen muss man keine Angst haben, übers Ohr gehauen zu werden. (Kostenpunkt für eine halbe Stunde Fahrt pro Gondel: 80 Euro tagsüber, 100 Euro abends) 
  • Frühstück: Wer es kostengünstiger und vor allem authentisch mag, entscheidet sich gegen das Hotelfrühstück und genießt einen Espresso und ein Croissant an einer der zahlreichen Bars.
  • Ausflugstouren: Uns hat die komprimierte Fahrt mit der Linea Verde (Alilaguna) sehr gut gefallen. Vor allem beim ersten Besuch in Venedig bietet sich eine solche Tour meiner Meinung nach an, um einen Überblick zu bekommen. (Ich würde nur empfehlen, lass euch in Murano nicht in die erstbeste Glasmanufaktur schieben.)


Venedig_Basilica_Santa_Maria

Mein Fazit

Für mich hat Venedig auch in der kühleren Jahreszeit seinen Reiz. Es ist nicht ganz so überfüllt und verlässt man die Touristenpfade, kann man lange romantische Spaziergänge entlang der Kanäle genießen. Mein Highlight war jedoch unbestritten die Insel Burano.


https://www.instagram.com/sonja.bruckner/

Kommentare:

  1. Super toller und mega informativer Beitrag. Da macht das Lesen Spaß! Würdest du das Hilton in Venedig empfehlen, also findest du das Preis-Leistung passt? :)
    Und darf ich fragen mit welcherKamera du die Fotos schießt, die sind traumhaft.

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    1. Ob ich das Hilton empfehle? Hmm, grundsätzlich habe ich nicht wirklich negatives zu sagen. Außer, dass es schon sehr touristisch (viele Kreuzfahrer) ist. Aber was ist das nicht in Venedig ;). Das Haus ist riesig und hat dennoch Charme und Geschichte. Im Sommer ist die Dachterrasse und der Pool sicher sehr nett. Dennoch würde ich beim nächste Mal einer kleinen Pension den Vorzug geben.

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    2. Und bzgl Kamera:
      iPhone 6 plus & Olympus pen pl7 mit 45mm Objektiv
      also nix besonderes ;)

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  2. Oh der Tipp kam gerade rechtzeitig! Fahre Anfang Mai für 4 Tage nach Venedig. Wart ihr auch am Lido? Würde 1-2 Tage Strandurlaub dort machen, bin aber unschlüssig, ob das sinnvoll ist.

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    1. Nein, waren wir nicht. Dafür wars einfach noch zu kalt und deshalb wenig einladend. Aber wenns schöner bzw. wärmer ist sicher spannend!

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  3. Ach ja, Venedig! Irgendwann – abseits der Hauptsaison – bekommt die Stadt von mir auch noch mal eine Chance ;-) Wobei ich mir Karneval auch klasse vorstelle... aber da ist es vermutlich noch überlaufener als Juli/August, wo ich letztens war. :D

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  4. Und ja, ich kann mich Kommentar Nummer 1 nur anschließen, die Fotos sind echt klasse... da kommt gleich Urlaubsstimmung auf! :-)

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  5. In Venedig war ich auch schon lange nicht mehr ... Zuletzt 1996.

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