Ungarn: Entspannung am Balaton! Willkommen im Lotus Thermen Hotel & Spa in Hévíz!

Donnerstag, November 24, 2016 Chamy 1 Comments

Leider schon wieder ein paar Tage her, da durfte ich im Rahmen einer Pressereise im Lotus Therme Hotel & Spa in Hévíz nächtigen. Obwohl das Wetter leider mehr als besch***eiden war, war – und bin ich noch immer – von der Region ziemlich angetan, weswegen ich euch Hévíz und das Hotel Lotus gerne ans Herz legen möchte, wenn ihr einen Urlaub in der Balaton-Region geplant habt.


Hévíz und sein Thermalsee

Der Kurort Hévíz ist eine Kleinstadt etwa fünf Kilometer vom Plattensee entfernt. Hevis bedeutet „heilendes Wasser" und wird auch darauf zurückgeführt, dass sich in der Ortschaft der größte natürliche Thermalsee Europas befindet. Umrahmt von zahlreichen Lotusblüten und gespeist durch warme Thermalquellen aus 38 Metern Tiefe ist er berühmt für sein mineralreiches Wasser. Die Wassertemperaturen des Sees betragen im Sommer ca. 33 bis 36 °C, im Winter ca. 23 bis 25 °C und der Schlamm des Sees soll besonders gut bei Problemen des Bewegungsaperstes sein. Für mich mit meiner rheumatischen Erkrankung natürlich besonders interessant, nur leider hatte ich keine Möglichkeit mich vom heilenden Seewasser zu überzeugen. Definitiv ein Grund Hévíz in näherer Zukunft einen erneuten Besuch abzustatten. Auch wenn ich nicht im See geschwommen bin, so konnte ich zumindest einen kurzen Blick ins Seebad werfen und war fasziniert, dass bei eisiger Kälte und leichtem Schneefall die Herrschaften im See (!) schwammen, während das Wasser atmosphärisch dampfte.



Lotus Therme Hotel & Spa

Auch wenn ich es nicht in den wohltuenden Thermalsee geschafft habe, so konnte ich zumindest das Heilwasser in den Becken der Lotus Therme Hotel & Spa genießen. Das Hotel wird nämlich direkt von den Quellen des Thermalsees in Hévíz versorgt. Im Mittelpunkt des Wellnessareals steht die Badelandschaft mit den Innen- und Aussenpools, dem Relax-Bad und Heilwasserbecken, wobei ich besonders letzteres wahnsinnig angenehm und wohltuend empfand. Vor meiner Gesichtsbehandlung verschlug es Vicky und mich auch noch in die Saunalandschaft, die zwar klein, aber doch ganz nett ist. Highlight war aber die feuchtigkeitsspendende Gesichtsbehandlung, die – ungelogen (!) – die beste Gesichtsbehandlung meines bisherigen Lebens war. Nicht nur der Wellnessaspekt ist im Lotus Thermen Hotel top, sondern auch das Kulinarikum. Da wir untertags aber schon tolle Restaurants besucht (Berichte folgen ganz, ganz bald :-)) und dort richtig zugeschlagen hatten, war mein Hunger abends natürlich nicht mehr der größte. Trotzdem musste ich mich ein kleinwenig am reichhaltigen Abendbuffet mit ungarischen Spezialitäten durchprobieren und auch das Frühstücksbuffet lud zum Schlemmen ein. Für ein paar entspannte Tage Wellness & Kulinarik am Balaton, meine Meinung nach das perfekte Hotel, welchem ich bei Gelegenheit gerne wieder einen Besuch abstatte.


Vielen Dank für die Presseeinladung. Fotocredit: Meine und zum Teil Lotus Thermen Hotel & Spa

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Wien: Die schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt!

Montag, November 21, 2016 Chamy 2 Comments

Ende November und die Weihnachtsmarktsaison startet schön langsam wieder... Auch ich habe schon meinen ersten Weihnachtsmarktbesuch in diesem Jahr hinter mir und möchte euch daher die schönsten Märkte in Wien vorstellen.


Weihnachtsmärkte: Abseits der Masse!

Weihnachtszauber am Wilhelminenberg: Für jeden, der nicht auf Gedränge und Menschenmassen steht! Auf dem kleinen Markt abseits des Großstadttrubels am Wilhelminenberg hat man einen wundervollen Blick über Wien. Auch für die Kleinsten ist dort mit Basteln, Spielen und einer Kindereisenbahn Unterhaltung geboten. Erwachsene hingegen können sich dieses Jahr bei der Glasbläserei sogar ihre eigene Christbaumkugel blasen.
Adventmarkt Türkenschanzpark: Ein sehr kleiner, aber feiner Christkindlmarkt befindet sich auch im Türkenschanzpark im 18. Bezirk. Eine Handvoll Aussteller laden hier zum Maroni-Essen, Punsch trinken und nett Verweilen ein.


Weihnachtsmärkte: Muss man gesehen haben!

Weihnachtsmarkt in den Blumengärten Hirschstetten: Mein absoluter Favorit, weswegen er letztes Jahr sogar einen eigenen Blogbeitrag verdient hat. Der Weihnachtsmarkt in den Blumengärten Hirschstetten ist wirklich liebevoll durchdacht und gestaltet. Neben Punsch und Kunsthandwerk lockt auch die toll gestaltete Weihnachtsschau, besonders Kinder an.
Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz: Der Klassiker, den man unbedingt gesehene haben muss. Dieses Jahr gibt es allerdings eine Neuerung, denn es heißt weniger Stände, dafür eine Kunsteislaufbahn rund um den Weihnachtsmarkt.
Weihnachtsdorf im Alten AKH: Obwohl der Markt eigentlich Mitten in der Stadt ist, ist er doch nicht so überlaufen wie etwa der Weihnachtsmarkt am Rathausplatz oder der am Stephansplatz. Hier findet sich in gemütlicher Atmosphäre etwa 50 Aussteller, die im „Weihnachtsdorf" Leckereien und Heißgetränke anbieten.
Weihnachtsmarkt Schönbrunn: Auf kaiserliches Ambiente setzt der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Schönbrunn. Wie schon der Rathausplatz ist dieser Weihnachtsmarkt sehr touristisch und überlaufen, trotzdem finde ich, dass man ihm zumindest einen Besuch abstatten sollte, allein der Kulisse wegen.


Weihnachtsmärkte: Liebevolle Handwerkskunst!

Weihnachtsmarkt am Spittelberg: In gemütlicher Atmosphäre findet man hier über 100 Kunsthandwerksständen die sich durch die Gässchen des 7. Bezirks ziehen.
Adventmarkt vor der Karlskirche: Als erster und einziger Adventmarkt hat sich der Kunsthandwerksmarkt am Karlsplatz einer bio-Zertifizierung unterzogen, sprich alle  Gastronomiebetriebe erfüllen die hohen Standards der Bio-Austria! In der Schauwerkstatt kann man außerdem den Handwerkern bei ihrer Arbeit zusehen und Kiddies werden Freude beim Kinderprogramm ART ADVENT haben. Aber auch sonst ist der Weihnachtsmarkt ein Highlight, da die Location vor der Karlskirche einfach traumhaft ist.
Weihnachtsmarkt Am Hof: Tradition und Handwerk Pur, das ist seit Jahre das Motto vom Weihnachtsmarkt am Hof. An den Städten mitten in der Innenstadt findet man also: Handgemachten Schmuck, Holzschnitzereien, Adventkränze, Christbaumdekorationen und und und…  Kunsthandwerk wird hier besonders groß geschrieben.
Advent-Kunsthandwerksmarkt im Schloss Neugebäude: Leider nur die zwei ersten Dezemberwochenenden findet hier bei Live Musik der traditionelle Adventmarkt statt. Geboten wird hier vor allem Handwerkskunst wie Kerzen, Baumbehang, Nähereien, Lebkuchen oder Malereien. Aber auch fürs leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt.

Lasst mir gern eure Wiener Weihnachtsmarktfavoriten in den Kommentaren da!

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Stockholm: Tipps zum Geldsparen (Hotelempfehlung & Stockholm Pass)

Mittwoch, November 16, 2016 Chamy 0 Comments

Stockholm ist definiv keine günstige Stadt und ich würde jetzt sogar behaupten, dass es meine teuerste europäische Städtereise war. Deswegen dachte ich mir, ich schreibe euch ein paar Tipps und Infos zusammen, wie ihr ein bisschen Geld in der schwedischen Hauptstadt sparen könnt.


Anreise vom Flughafen zum Hotel

Viele Wege führen in die Innenstadt. ;-) Am bequemsten ist wohl das Taxi, was aber mit 60-80 Euro auch die teuerste Variante ist. Gerade wenn man sich den Betrag nicht mit mehreren Leuten teilen kann, würde ich euch davon abraten. Wir haben auf der Rückfahrt zwar auch das Taxi genommen, da es in Strömen regnete und wir auch schon früh morgens am Flughafen sein mussten, aber tendenziell würde ich euch entweder zum Schnellzug Arlanda Express (20 Minuten in die Innenstadt) oder noch günstiger zum Flughafenbus Flygbuss (ca. 45 Minuten in die Innenstadt) raten.


Hotel - Park Inn by Radisson

Bei den Hotelpreisen in Stockholm mussten Mama und ich erstmal kräftig schlucken. Das Jahr zuvor war ich mit ihr in Istanbul und wir wohnten in einem schicken Boutique-Hotel, zahlten allerdings wirklich einen lächerlich kleinen Preis für diesen Standard und die Lage. Als wir dann in Stockholm nach einem ähnlichen Hotel suchten, wurden wir von den Preisen erstmal erschlagen. Nach einer längeren Recherche fiel die Wahl dann auf das Park Inn by Radisson Stockholm im Stadtteil Hammarby Sjostad und wir bereuten unsere Entscheidung nicht. Das Hotel liegt zwar nicht direkt im Zentrum, sondern etwa 5 Kilometer außerhalb, da der Bahnhof Sickla Kaj aber nur wenige Schritte entfernt ist, ist man aber in unter einer halben Stunde im Stadtzentrum. Generell kann man bei der Lage nicht meckern, da Hammarby Sjostad ein freundlicher und schöner Wohnbezirk ist und sich in der Straße des Hotels diverse Supermärkte und verhältnismäßig günstige Restaurants befinden. Wir hatten zudem das Glück ein Zimmer in einem der letzten Stockwerke zu bekommen und hatten somit einen wunderschönen Ausblick aus dem Panoramafenster. Gerade frühmorgens – wenn die Sonne aufgeht – ist der Ausblick ein Hit! Auch sonst kann man bei dem Zimmer nicht meckern. Es handelt sich um zweckmäßige Businesszimmer mit ausreichend großem Bad, gemütlichem Bett, einem Schreibtisch, einen Flachbild-TV und einen Safe. Ein schnelles WLAN gibt's im kompletten Hotel kostenlos. Außerdem kann man als Gast den Fitnessraum und die Sauna kostenfrei nutzen, was wir allerdings nicht in Anspruch genommen haben. Das Frühstück ist auch sehr reichhaltig und es gab – surprise surprise – sogar Cola, was mich besonders freute und beim Frühstück ja nicht unbedingt selbstverständlich ist! Ansonsten waren alle Mitarbeiter superfreundlich, bestellten uns am letzten Tag ein Taxi und waren auch den sonstigen Aufenthalt sehr bemüht und hilfsbereit. Das Preis-Leistungsverhältnis hat hier auf alle Fälle gestimmt und ich kann euch das  Park Inn by Radisson Stockholm auf alle Fälle empfehlen.


Getränke, Essen und Zigaretten

Leider ist Essengehen in Stockholm ziemlich teuer und selbst ein "kleiner Snack" zwischendurch geht ganz schön ins Geld. Als wir in Drottingholm waren, haben wir uns an einem Kiosk ein belegtes Brötchen um umgerechnet 5 Euro gegönnt. Wäre es lecker und gut gefüllt gewesen sicher ein angemessener Preis, nur leider bestand es aber lediglich aus einem vertrockneten Wurstblatt. Daher mein Tipp: Unbedingt ein Hotel mit Frühstück buchen und sich dabei den Bauch voll schlagen. Wir haben für unsere Verhältnisse wirklich immer sehr gut gefrühstückt und es mehr oder weniger bis zum Abendessen ohne einer Mahlzeit ausgehalten. Auch ist es sinnvoll sich im Supermarkt mit Getränken und kleinen Snacks wie Obst oder Schokoriegel einzudecken, damit man - sollt man doch Hunger bekommen - immer was griffbereit hat. Abendgegessen haben wir nicht direkt in der Innenstadt, sondern etwas außerhalb, da die Preise in der Wohngegend, wo sich unser Hotel befand, deutlich günstiger waren. Solltet ihr dennoch eher im Zentrum essen gehen wollen, empfehle ich euch eher in den Seitengasse nach kleineren Lokalen zu gucken, wo auch Einheimische sitzen und die nicht direkt nach Touristenfalle aussehen. Zigaretten betrafen zwar nicht mich, aber meine Mama: Am besten von zu Hause mitnehmen, da Tabak in Schweden um einiges teurer ist als in Österreich / Deutschland.

Stockholm Pass, Sehenswürdigkeiten und gratis Eintritte

Zu Städte-Pässen habe ich ein zwiegespaltenes Verhältnis, würde euch in Stockholm aber trotzdem den Stockholm Pass ans Herz legen, wenn ihr auf Museen und Kultut steht! Man kann zwar auch in Stockholm einiges gratis sehen, aber Museen und Co. kosten natürlich Eintritt und da finde ich es sinnvoll sich schon zu Beginn der Reise einen Plan zu machen, was man gerne sehen würde und wie viel der Eintritt in die jeweiligen Ausstellungen kostet. Bei uns hat sich der Stockholm Pass auf alle Fälle gelohnt, denn außer dem Abba-Museum waren eigentlich alle besuchten Dinge inkludiert. Sei es die Schifffahrt nach Drottningholm, das Vasa-Museum, die Bootsfahrt rund um Djurgården, der Besuch im königlichen Schloss und und und... Da es die Karte für einen Tag (ca. 55 Euro), für drei Tage (ca. 100 Euro) und für fünf Tage (ca. 130 Euro) gibt, ist es sinnvoll sich vorab schon einen Plan zusammenzustellen, was man an den jeweiligen Tagen machen möchte. Obwohl wir 5 Tage in Stockholm waren, haben wir uns nur für die 3-Tages-Karte entschieden und versucht all die "kostspieligen" Aktivitäten in diesen drei Tagen zu machen. Die restlichen Tage ohne Karte haben wir dann in Museen verbracht, die ohnehin nicht im Stockholm Pass inkludiert waren, oder sind einfach so durch die Stadt gebummelt. Achtung: Die öffentlichen Verkehrsmittel sind NICHT im Stockholm Pass inkludiert. Bis Anfang 2016 gab es die Stockholm Card, bei der auch der Nahverkehr inklusive war. Beim Pass ist dies leider nicht der Fall, weswegen man sich zusätzlich noch eine Travelcard oder einzelne Fahrscheine besorgen muss. Trotzdem würde ich es euch ans Herz legen, den Stockholm Pass in Erwägung zu ziehen und euch durchzurechnen, ob es sich für euch lohnt. Natürlich kann man auch einiges gratis in Stockholm erleben. So bietet zum Beipsiel Stockholm Free Tours jeden Freitag um 11.30 Uhr an der U-Bahn-Haltestelle T-Centralen lehrreiche Stadtrundgänge an, die unentgeldlich mitgemacht werden können. Sehenswert ist neben all den Parks auch der weitläufigen Waldfriedhof Skogskyrkogården. Für sportbegeisterte bietet die Fitnesskette Friskis & Svettis im Sommer täglich kostenloses Training (Yoga, Aerobic oder Konditionsaufbau) im Rålambshovsparken an. Wer Kultur schätzt, wird sich freuen, dass das Nordiska Museet auf der Insel Djurgården jeden Mittwoch (von Oktober bis Mai) zwischen 17 und 20 Uhr kostenlos zugänglich ist. Generell immer kostenlos kommt man ins Östasiatiska Museet (Sammlung asiatischer Kunst), Moderna Museet (moderne Kunst von Meistern wie Picasso und Dalí aufwartet) und ins Schwedischen Architektur- und Design Museum.

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Schärding: Kneipp, Ayurveda und TCM – Mein Aufenthalt im Kurhaus

Mittwoch, November 09, 2016 Chamy 0 Comments

„Was soll ICH denn in einem Kurhaus mit meinen Mitte 25“, war der erste Gedanke der mir durch den Kopf schoss, als ich gefragt wurde, ob ich mir das Kurhaus der Barmherzigen Brüder in Schärding anschauen wolle. Nach einer kurzen Recherche im Internet fand ich das Angebot aber gar nicht mehr so schlecht, da sich die Grundidee des Hauses auch für mich sehr interessant anhörte. Dort findet man nämlich, was in der heutigen und schnelllebigen Zeit viel zu selten geworden ist: Einfachheit, Reduktion und Selbstbesinnung. Der Fokus des Hauses liegt auf entgiften, auftanken, natürlich schön und schmerzfrei sein. Wie ja einige sicher von euch mitbekommen haben, leide ich seit letztem Jahr an chronischen Gelenksentzündungen und mir wurde auch schon das eine oder andere Mal eine Ernährungsumstellung und generell ein gesünderer Lebensstil ans Herz gelegt. Wie das aber so ist, habe ich es mir zwar kurzzeitig zu Herzen genommen, aber in meinem  stressigen Alltag doch wieder „vergessen“. „Ach, zum Sport kann ich auch noch morgen, heute steht was anderes auf dem Plan… Die eine Pizza kann das Kraut nun auch nicht mehr fett machen…“ Diese und ähnliche Ausreden stehen bei mir auf der Tagesordnung. Somit nahm ich die Einladung also dankend an und freute mich schon auf neuen Input und Denkanstöße dieses Kurztrips.


Kurhaus Schärding der Barmherzigen Brüder

Nach etwa dreieinhalb Stunden Autofahrt erreichte ich Freitagmittag die malerische Stadt Schärding und checkte in das älteste bestehende Kneippkurhaus Österreichs ein. Auf Empfehlung von Pfarrer Sebastian wurde das Haus am 15. April 1892 als Kaltwasseranstalt eröffnet. Wer allerdings denkt, hier ein altbackenes Gemäuer vorzufinden, den kann ich beruhigen: Das Kurhaus, welches direkt am Inn und inmitten eines  privaten Parks liegt, ist wirklich hell und modern ausgestattet. Ein gemütliches Zimmer mit Sofaecke und großem Balkon mit Blick auf den herbstlich verfärbten Park wartete schon auf mich. Viel Zeit blieb mir dort allerdings nicht, da für die nächsten 24 Stunden auch schon ein volles Programm anstand.


Kneipp, Ayurveda und TCM – Was ist das überhaupt?

Das Therapiekonzept des Traditionshauses beruht auf den fünf Säulen Wasser, Heilpflanzen, Ernährung, Bewegung und Lebensweise. Seit vielen Jahren bietet man hier sehr erfolgreich die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und seit einigen Jahren auch Ayurveda, die jahrtausendealte Heilkunde aus Indien, an.
Klar, waren mir diese Begriffe auch schon vor meinem Aufenthalt geläufig, um was es sich dabei aber genau handelt beziehungsweise in unserem Körper bewirken soll, war mir nicht so klar. Das einführende Gespräch mit Therapieleiter Herr Kothbauer kam also gerade richtig. Bei allen drei Begriffen handelt es sich um Naturheilkunde. Also eine Heilkunde, die vor allem auf diätetischen und physikalischen Heilmitteln beruht, auf eine naturgemäße Lebensweise besonderen Wert legt und weitgehend auf Arzneimittel verzichtet. Während herkömmliche Arzneimittel Symptome nur unterdrücken, soll die Naturheilkunde die körpereigenen Selbstheilkräfte herbeiführen, da sich der Körper nur selbst heilen kann. Ich muss mich da ganz ehrlich selbst an der Nase packen, da ich gerne den Weg des geringsten Widerstands gehe und letztes Jahr ohne groß zu überlegen monatelang zu Kortison griff, ohne die eigentliche Ursache meines Problems zu bekämpfen. Mir wurde mal wieder bewusst gemacht, wie wichtig doch Ernährung und Bewegung für die Gesundheit unserer Körpers ist. Klar man weiß diese Dinge, im Alltag umsetzen tun wir – oder zumindest ich – sie aber doch zu selten.


Mein 24-Stunden Programm: Chakra Yoga, Heupackung, Basen-Bad und Bindegewebsmassage

Der erste Programmpunkt war ein ayurvedisches Gespräch, wo mir das Prinzip der drei Dosha-Typen erklärt wurde. So gibt es Vata (Bewegungsprinzip), Pitta (Wärmeprozess im Körper) und Kapha (Widerstandsfähigkeit des Organismus). Wenn deren Gleichgewicht gestört ist, sind Krankheiten die Folge. Mir wurde nach einem kurzen Check gesagt, dass ich ein Kapha-Typ mit einer Vata-Störung bin. Leider drängte die Zeit schon etwas, sodass wir das Gespräch nicht vertiefen konnten. Allerdings fand ich die Ansätze von Ayurveda doch so interessant, dass ich mich damit wohl in der nächsten Zeit noch weiter auseinander setzen werde. Ebenfalls interessant fand ich unsere Chakra Yoga Stunde, die im Anschluss des Gesprächs stattfand. Ich hatte im Frühjahr diesen Jahres eine Schnupperstunde Hot Yoga, aber das war's dann auch schon in diese Richtung. Von Chakra Yoga hatte ich bis dato also auch überhaupt noch nichts gehört und fand es ziemlich interessant zu hören, dass wir sieben Chakras in unserem Körper haben und jede Übung auf ein anderes davon abzielt. Meine Kollegin Vicky, die schon einige Jahre Yoga macht, war auch gut bei der Sache. Ich hingegen tat mir bei vielen Übungen schwer, fühlte mich am Ende der Stunde aber trotzdem viel ausgeglichener und entspannter, weswegen ich Yoga definitiv nicht aus den Augen verlieren möchte.
Nach dem Abendessen ging's noch ein bisschen in die Schärdinger Innenstadt, um mir die Füße zu vertreten und dann fiel ich auch schon todmüde ins Bett. Die – für mich – doch recht lange Autofahrt und das volle Programm ließen mich gut und tief einschlafen, bis ich um 5:30 Uhr sanft aus dem Schlaf gerissen wurde. Noch im Halbschlaf stand eine angenehme Heupackung im Zimmer auf dem Plan. Da sich der Körper nachts regeneriert, ist es nicht unüblich solche Packungen zwischen 3 und 6 Uhr  morgens zu bekommen. Keine Sorge, nachdem das warme Heukissen richtig platziert wurde, kann man einfach wieder weiterschlafen. Dank der wohligen Wärme sogar noch etwas besser als zuvor. Um 7:30 Uhr hieß es dann aber wirklich aufstehen und frühstücken  gehen, da danach schon ein Basen-Bad auf mich wartete. Basen-Bäder sollen Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und auch Unterleibsschmerzen lindern, aber auch Stresskiller sein und zur Entspannung dienen. Für 15 Minuten ging es also in das angenehm warme Bad. Während dieser Viertelstunde konnte ich tatsächlich meinen Kopf ausschalten und habe mich nur auf das leise und gleichmäßige Blubbern konzentriert. Nach dem Bad hieß es noch eine Stunde Entspannen im Ruheraum, ehe es zur Bindegewebsmassage ging. Bei dieser Art der Massage handelt es sich um eine manuelle Reiztherapie, bei der verschiedene Haut-, Unterhaut- und Faszientechniken zur Anwendung kommen. Diese Techniken sollen nicht nur lokale Effekte am Ort der Massage bewirken, sondern über bestimmte Nervenreizungen sollen auch Fernwirkungen auf innere Organe erzielt werden. Außerdem soll sie gut bei Stress, Gefäßerkrankungen, aber auch bei Arthrose und rheumatische Erkrankungen sein. Wirklich angenehm – wie etwa eine Wellness-Massage – war sie natürlich nicht, trotzdem konnte ich die 20 Minuten recht gut genießen, ehe es ein letztes Mal zum Mittagessen ging.


Das Essen: BIO - zertifiziert und regional

Im Kurhaus Schärding  wird auf Saisonalität, Regionalität, biologischer Herkunft und artgerechte Tierhaltung ohne Zusatzstoffe im Einkauf besonderen Wert gelegt. Man selbst kann zwischen 5 Menüs wählen: Vollwertkost (also die "normale" Küche), ayurvedisch, vegetarisch-vollwert, basisch oder vegan. Ich habe mich zwei Mal für die Vollwertkost und einmal für das basische Menü entschieden. Alle Speisen haben mir wirklich sehr gut geschmeckt, allerdings waren sie mir als Vielwürzerin, doch etwas zu mild. Da auf den Tischen aber Salz und Pfeffer stehen, könnte man problemlos nachwürzen, was ich aber ausnahmsweise sein ließ, da ich mir dachte, ich probiere es mal "gesund".


Schärding und die Umgebung

Die Lage des Hotels ist direkt an der Innpromenade in einem großen Kurpark gelegen. Leider hat bei meinem Aufenthalt das Wetter nicht so ganz mitgespielt, aber ein kurzer Spaziergang an der Promenade war dann in einem trockenen Moment doch noch drin. Ich kann euch also sagen, gerade bei gutem Wetter ist die Aussicht und die Umgebung dort wirklich traumhaft. In wenigen Minuten ist man auch zu Fuß in der Schärdinger Innenstadt, in der es nicht nur hübsche bunte Häuser, sondern auch kleine Läden und nette Lokale gibt. Wer etwas mehr Zeit hat, sollte sich auch den Schlosspark, mit dem Aussichtspavillon anschauen. Aber auch die Umgebung rund um Schärding hält einiges bereit: So ging's für mich auf der Rückfahrt noch auf einen Abstecher in unser Nachbarland Deutschland, um mir Passau anzusehen, welches nur etwa 20 Autominuten vom Kurhaus entfernt ist. Ansonsten gibt es in der näheren Umgebung von Schärding aber auch noch einen interessant klingenden Baumkronenweg, ein paar alte Burgen und Burgruinen, Wander- und Spazierwege, Museen und und und… Langweilig wird einem also auch bei einem längeren Aufenthalt definitiv nicht!


Tipps für zu Hause

Natürlich fühle ich mich nach den 24 Stunden nicht wie ein neuer Mensch, werde auch nicht mein komplettes Leben umkrempeln, aber ich habe durch die vielen Gespräche doch einige Inputs für mich mit nach Hause genommen, die an sich recht einfach umzusetzen sind.

>> Häufige Aufenthalte an der frischen Luft und Spazierengehen tun nicht nur dem Körper, sondern auch der Psyche gut.
>> Ausreichende Mengen an stillen Wasser trinken und am besten den Tag mit einem ungezuckerten Tee oder warmen Zitronenwasser starten.
>> Sonne und Tageslichtbeleuchtung in Räumen hebt die Stimmung enorm, besonders in trüben Wintermonaten ist genügend Sonnenlicht wichtig.
>> Fürs Essen immer ausreichend Zeit einplanen und sich wirklich auf die Mahlzeit konzentrieren und nicht zig Dinge nebenbei machen.
>> Lieber die Finger von Fertiggerichten lassen und doch mal öfter frisch kochen.
>> Yoga löst Verspannungen und ist zudem auch noch gut um runterzukommen und abzuschalten. 

Mein Fazit nach den knapp 24 Stunden im Schärdinger Kurhaus: Dieses Kurhaus ist nicht nur für Alt, sondern auch für Jung bestens geeignet, besonders wenn man sich für TCM, Ayurveda, und Detox interessiert und man einfach nur mal abschalten und entspannen will. Ich persönlich konnte für mich den ein oder anderen Input mitnehmen und werde mich definitiv noch mehr mit Naturheilkunde und gesunder Ernährung auseinandersetzen.

Vielen Dank an das Kurhaus Schärding für den netten Aufenthalt!

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