Ungarn: Zwischen Kulinarik, Therme und Freizeitspaß in Bük

Montag, Juni 13, 2016 CHAMY Lifestyleblog 0 Comments

"Ist das nicht nur was für alte Leute?", fragte mich meine Oma als ich ihr von meinem bevorstehenden Wellness-Wochenende in Bük erzählte. "Mal abwarten", antwortete ich und fieberte der kleinen Auszeit entgegen. Letztes Wochenende war es dann so weit und es ging mit ein paar Bloggerkollegen in die westungarische Kleinstadt. Bük ist vor allem durch sein Heilwasser bekannt und somit ein beliebter Badeort für das ältere Publikum. Da sich in den letzten Jahren aber einiges an der Infrastruktur getan hat, ist die Stadt nun auch für Familien eine Reise wert! Aber von vorne…


Danubius Health Spa Resort Bük****

Nach unserer Ankunft am Freitag checkten wir in das "all-inclusive" Hotel Danubius Health Spa Resort Bük ein, welches in diesem Jahr auch sein 30-jähriges Bestehen feiert. Für etwa 100 Euro pro Nacht bekommt man folgendes geboten:

  • Alles unter einem Dach! Familien-Wellness-Oase im Herzen von Bad Bük, mit all inclusive Erlebnissen.
  • Badelandschaft mit Erlebnis-, Heil- und Kinderbecken, weitläufigem Park, gemütlichen Ruheplätzen, Wellness Zentrale.
  • All inclusive Gastronomie! Die perfekte Wahl mit freiem Speisen-Getränke-Verbrauch und Kinderbuffet.
  • Spiel und mach mit! Lustige Entspannung, Animationsprogramme für Jung & Alt. 

  • Sport all-inclusive: Kostenlos: Tennis im Freien (4 Plätze), Squash, Tischtennis, Minigolf, Nordic Walking, Petanque, Gruppengymnastik, Freilichtschach
. Kostenpflichtig: 2 überdachte Tennisplätze in der Heizsaison, Bowling, Fahrradverleih, Vermietung von Sportgeräten (Schlägern), Spiele im ersten Stock (Tischfußball, Billard, Taifun, Darts, Xbox, Wii)

Alles in allem war die Anlage ok, allerdings bin ich bei Hotels doch eher pingelig und fand die Zimmer für mich zu altbacken und abgewohnt und auch der Rest des Hotels bräuchte hier und da ein Makeover. So finde ich zum Beispiel Teppichböden in einem Wellnesshotel, wo doch auch mit nassen Badesachen rumgelaufen wird, nicht unbedingt praktisch und zeitgemäß. Dafür gab es beim Essen (man kann quasi rund um die Uhr zuschlagen, dank all inclusive) nichts zu Meckern. Die Auswahl war groß und vielseitig und die Speisen frisch und lecker!

Birdland Golf and Country Club

Nach dem Mittagessen verschlug es uns gleich zum nahegelegenen Golfplatz. Mein erstes Mal! Ich fand dann auch mehr Freude mit dem Elektro-Caddy über den Rasen zu flitzen als am Golfen selbst. Für Golfspieler aber sicher ein Paradies! Der international zertifizierte 18-Loch Championship Golfplatz ist wegen seiner Schönheit nämlich europaweit bekannt und berühmt. Der Golfplatz erstreckt sich auf einer Fläche von mehr als 100 Hektar, wovon etwa 7 Hektar mit Wasser bedeckt sind. Außerdem bietet das Areal ein Zuhause für zahlreichen Vogelarten.


KristallTurm - Kristaly Torony

Als Kletter-Fan freute ich mich am nächsten Tag besonders auf den Besuch des KristallTurms, auch Kristall Torony genannt. Der Kletterturm, der sich beim Hotel Caramell und dem Restaurant Villa Rosato befindet, bietet Kletterspaß auf 3 Ebenen. Auf dem Turm können sich insgesamt 120 Personen gleichzeitig ins Kletterabenteuer stürtzen, da es nicht nur einen Weg, sondern unterschiedlichste Klettermöglichkeiten gibt. Insgesamt hat der Hochseilgarten mehr als 1000 Meter Seillänge, eine Riesenschaukel und einen 200 Meter lange Flying Fox als Highlight. Klar, dass Vicky und ich gleich mal alles ausprobieren mussten und besonders von der Schaukel, aber auch vom  Flying Fox angetan waren. Auf dem Gelände konnten wir dann auch noch kurz Bogenschießen ausprobieren, was ich aufgrund einer Schulterverletzung aber wohlwissend sein ließ und mich lieber einer leckeren hausgemachten Limonade in der Villa Rosato widmete.


Bükfürdő Kur- und Erlebniszentrum

Samstagnachmittag stand dann der Besuch im Kur- und Erlebniszentrum an. Das Bad verdankt sein Bestehen einem glücklichen Zufall: Erdölbohrungsarbeiten brachten in 1957 eine 70 Meter hohe Wassersäule aus einer Tiefe von 1282 Metern an die Oberfläche. Das 58°C heiße, 15.000 Mg/L mineralstoffhaltige Thermalwasser eröffnete ein neues Kapitel im Leben von Bük und der umliegenden Siedlungen. 5 Jahre nach dem Thermalwasserfund wurde das erste überdachte Becken eingeweiht und in den folgenden Jahren folgte ein kontinuierlicher Ausbau des Badekomplex. Heute bietet die 14 Hektar große Anlage Erholung und Entspannung aber auch Spaß und Erlebnis. Auf dem Areal befinden sich 32 Becken, ein Heil-, Strand- und Erlebnisbad mit einigen Rutschen, eine moderne Saunawelt und ein Wellness Zentrum. Vicky und mich verschlug es erstmal zu den Rutschen, denn der Spaßfaktor musste klar zuerst getestet werden. Die Rutschen, besonders die Zwiebelrutsche, sind nett gemacht und Wartezeit hatten wir auch keine. Definitiv ein großer Pluspunkt! Nach dem Rutschspaß stand etwas Erholung auf dem Programm und so entspannten wir uns einige Zeit im warmen Thermalwasser, ehe wir uns in einem der Restaurants eine Erfrischung gönnten. Dann ging es auch schon zu unseren Massageterminen, wobei ich mich für die Honig-Relax-Massage entschieden hatte. Für etwa 15 Euro wird man 30 Minuten mit warmen Honig massiert. Ich kann euch versichern, ihr seid danach nicht nur tiefenentspannt, sondern duftet auch traumhaft himmlisch!


E-Bike, Freilicht-Fitness und der Barfußweg

Am letzten Tag stand eine kleine Radtour in den nahegelegenen Park auf dem Plan. Da es auch E-Bikes zum Ausleihen gab, war klar, dass ich mich auf so einen flotten Flitzer schwingen musste, da ich noch nie mit einem elektrobetriebenen Fahrrad gefahren bin. Was soll ich sagen? Ein Traum! Nie wieder ohne Motor, denn man flitzt mit Leichtigkeit durch die Gegend. Jaja, man wird irgendwie immer fauler. ;-) Nach kurzer Distanz waren wir also schon im schattigen Park von Bük und probierten uns am Barfußweg. Ich hatte so einen schon bei meinem letzten Besuch in Eckernförde gemacht und finde die Idee dahinter ziemlich klasse. Auf dem Weg wird die Durchblutung der Beine durch das Gehen auf Böden von verschiedener Form und Konsistenz (Baumrinde, Holzspäne, Tannenzapfen, Gras, Sand, grober und feiner Geröll, Perlstein, sowie Betonboden) gefördert, was nicht nur gut für die Gesundheit ist, sondern auch noch Spaß macht! Der Barfußweg in Bük ist rund einen halben Kilometer lang und wirklich abwechslungsreich. Danach nahmen wir im Schatten Platz und es ging ans lustige Kräuterraten. Im Park befindet sich nämlich auch ein kleiner Heil- und Kräutergarten und wir mussten mit verbundenen Augen erraten um welches Gewürz es sich dabei handelt. Gar nicht so einfach, wenn man selten bis nie kocht und auch sonst nicht die große Kräuterfee ist. Unser Team hat dank meiner großartigen Hilfe *räusper* auch fünf der zehn Kräuter erraten. Und glaubt mir, es ist wirklich nicht so einfach! Oder wisst ihr spontan wie Berg-Bohnenkraut riecht? Nachher ging's dann noch kurz zu den Freilicht-Fitnessgeräten, wo wir uns austoben (oder auch mal eine ruhige Kugel schieben) konnten… Für was ich mich entschieden habe, verrate ich nun aber nicht. *hüstel*


Köstlichkeiten in Bük

Natürlich hat Bük auch kulinarisch einiges zu bieten. Jeden Freitag findet der Bükfürdő Bauernmarkt neben dem Tourismusbüro in Bük statt. Dort kann man zu wirklich tollen Preisen lokale Produkte wie Wurst, Käse, Honig, aber auch handgemachten Schmuck kaufen! Da ich nicht die begnadetste Köchen bin, freute ich mich aber mehr aufs Essengehen und wurde auch nicht enttäuscht. Die ungarische Küche ist einfach wahnsinnig lecker und trifft mit den Gewürzen genau meinen Geschmack. Freitagabend ging's ins Restaurant Rigótanya, wo wir bei einem kleinen "Kochwettbewerb" erstmal selbst aktiv werden mussten, ehe uns Köstlichkeiten aus der Küche serviert wurden. Was soll ich sagen? Die ungarische Hühnersuppe, der Kartoffelsterz mit Gulasch und zum Abschluss der Topfenkuchen ließen mein Bäuchlein ganz schön wachsen. Zum Glück bin ich nicht die große Frühstückerin, weswegen ich am nächsten Morgen nur eine Kleinigkeit zu mir nahm. Mittags gab es dann nämlich ein Buffet im Hotel, wo ich mich durch diverse Köstlichkeiten durchprobieren musste und Abends wurden wir ins Restaurant Fürdő ausgeführt, wo ein Wild-Menü auf dem Plan stand. Neben Fasansuppe, Gänseleber, Entenbrust mit Topfenknödel und Kirschkompott, Hirschbraten auf Burgunderart stand dann auch noch die Jubiläumstorte zum Verzehr. Obwohl ich kurz vorm Platzen war, habe ich alles fleißig aufgefuttert, da – wie oben schon erwähnt – die ungarische Küche einfach traumhaft ist. Besonders die Fasansuppe und der Hirschbraten trafen genau meinen Geschmack! Sonntag vor der Abreise nach Österreich ging es dann abermals Essen, diesmal im Restaurant Aurora, wo wir direkt von den Gastleuten empfangen und bedient wurden. Auch dort wurde uns ein wahnsinnig leckeres, wenn auch nicht typisch ungarisches, Menü aufgetischt. Neben der besten Erbsensuppe die ich je gegessen hatte, gab es auch noch frischen Fisch mit Spargelrisotto und zum Abschluss Vargabéles, eine ungarische Süßspeise mit Topfen, Vanille-Soße und Erdbeeren. Wie ihr euch sicher denken könnt, bin ich mit fast 2 Kilo mehr abgereist als angereist, aber das Essen war einfach zu viel und zu lecker…


Wie ihr seht: Bük ist sowohl kulinarisch, als auch vom Freizeitangebot definitiv eine Kurzreise oder ein langes Wochenende wert!

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