Vietnam: Rundreise durch den Norden

Freitag, April 15, 2016 CHAMY Lifestyleblog 3 Comments

Während Vietnam von Norden nach Süden etwa 1600 km lang ist, hat es an der schmalsten Stelle nur 50km. Dadurch bietet sich Vietnam nicht für Rundreisen an, sondern lässt sich von Norden nach Süden oder anders herum bereisen. Reisende kommen entweder am internationalen Flughafen in Hanoi oder in Hoh Chi Minh City an, was auch gleich schon der Beginn der Route sein kann. Da das Klima im Süden sich kaum verändert, im Norden jedoch sehr, macht es aber durchaus Sinn, die Reiseroute danach auszurichten. Im Norden Vietnams gibt es nämlich wunderschöne Orte, die es absolut wert sind, bei geeignetem Wetter besichtigt zu werden. Genau davon möchte ich euch erzählen.


Hanoi

Von der Großstadt im Norden, Hanoi, lassen sich die meisten Ausflüge wunderbar bewerkstelligen. Aber Hanoi ist natürlich an sich schon ein Highlight. Die Altstadt ist einfach mitreissendend, sie besteht aus vielen kleinen Straßen, die keine Bürgersteige haben und es ist einfach immer was los. Die Straßen sind ein einziger großer Marktplatz, den in jeder Straße wird ein bestimmtes Gut verkauft. Da gibt es die Seidenstraße mit den vielen Schneidern oder eine Straße in der nur Holzleitern verkauft werden oder einfach nur Zwiebeln oder Gewürze.


Schön ist auch der Hoan Kiem See, der mitten in der Stadt liegt. In der Mitte steht eine Pagode, die man von jeder Seite aus sieht und die rote Huc Brücke führt zu einem Tempel auf einer weiteren kleinen Insel. Das lustigste ist aber, dass der See Sportzentrum und Hochzeitskulisse in einem ist. Alle zwei Meter sieht man entweder jemand beim sporteln oder beim Shooting im Brautkleid.


Andere schöne Ausflugsziele sind auch das französische Viertel und der Bereich um die Zitadelle und den Literaturtempel. Der Tempel ist ein beeindruckendes Gebäude mit Parkanlagen und dem beruhigenden Duft von Räucherstäbchen, die in ziemlich großen Schalen überall abbrennen. Auch Konfuzius sagt, da soll man hingehen ;) Bewundernswert fand ich die kleinen Bonsaibäumchen-Parks, bei mir hat nicht mal einer überlebt und die sehen aus, als wären sie einige hundert Jahre alt. Das französische Viertel wirkt ein bisschen fremd, wenn man davor in der Altstadt war, sonst aber eigentlich eher vertraut, da es auch jede andere Großstadt sein könnte, also mit Bürgersteigen und Designerläden ;)


Restauranttipps, sowohl für richtige Restaurants als auch für Streetfood, und noch mehr schöne Bilder habe ich in einem Beitrag auf meinem Blog.

Das Bergdorf Sapa

Ansonsten ist Hanoi genau der richtige Ausgangspunkt für viele weitere Touren. Das Bergdorf Sapa, das im Hochland liegt, kann wunderbar erreicht werden, bzw. Touren dorthin gebucht werden. Die Touren sind alle ziemlich ähnlich und meist für 3 Tage ausgelegt. In Sapa leben viele ethnische Minderheiten, deren Dörfer von der Stadt aus besucht werden können. Am ersten Tag wird meist das kleine Cat Cat Dorf besichtigt. Es ist ziemlich süß, liegt aber vor allem in einer wunderschönen Gegend. Die Berge und Reisterrassen sind wunderbar grün. Außerdem sieht man unheimlich viele Tiere, Wasserbüffel, Hängebauchschweine, Hühner und Katzen.


Am zweiten Tag macht man eine etwas weitere Wanderung in eines der umliegenden Dörfer, wo man im Homestay übernachtet. Das heißt, man bleibt im Wohnhaus einer Familie der schwarzen Hmong. Super interessant, aber nicht unbedingt etwas für jeden. Die Häuser sind meist recht kalt und unbeheizt, dafür mit recht wenigen Fenstern, also dunkel. Übernachtet haben wir auf einer Art Galerie über dem Wohnzimmer auf neben einander liegenden Matratzen. Die Decken waren nicht unbedingt sauber, daher würde ich in jedem Fall einen Hüttenschlafsack empfehlen. Empfehlungen, Tipps und Tricks habe ich in diesem Beitrag ausführlich beschrieben.


Die Halongbucht

Ein weiteres Highlight im Norden sind eindeutig die Karstfelsen in der Halongbucht. Diese Bucht kann man von einem Schiff aus erkunden und fährt dann zwischen unzählig vielen schönen Felsen hindurch. Unser Schiff war auch großartig, sauber und schön und mit tollem Essen und einer tollen Crew. Leider ist der Ausflug nicht besonders lang. Es wird zwar eine zweitägige Tour angeboten, aufgrund der relativ langen An- bzw. Rückreise befindet man sich aber effektiv nur 24 Stunden auf dem Schiff. Dabei macht man am ersten Tag nach dem Mittagessen einen Ausflug zum Kanu fahren, der sehr witzig war. Abends genießt man ein mehrgängiges Essen mit jeder Menge köstlichem Seafood. Keine Sorge, es gab auch Alternativen für Vegetarier oder Fleisch bevorzugende Menschen ;)


Am zweiten Tag geht es nach dem Frühstück zu einer Tropfsteinhöhle im Fels, die leider etwas überfüllt ist, weil sie alle Ausflugsschiffe zur gleichen Zeit anfahren. Dafür hat man von oben einen superschönen Ausblick über die Bucht. Auf dem Rückweg gibt es noch ein Mittagessen und dann setzen sich alle wieder in den Kleinbus und fahren zurück nach Hanoi. Alternativ kann man eine weitere Nacht dranhängen, die dann aber nicht an Bord ist, sondern in einem Hotel am Ufer bei Cat Ba. Dort kann man noch ein bisschen wandern. Wer gerne klettert, kann hier auch einen längeren, selbst organisierten Aufenthalt einplanen, denn die Karstfelsen eignen sich dafür sehr gut.


Die trockene Halongbucht

Die Karstfelsen gibt es auch in trocken, nämlich in Ninh Binh, der trockenen Halongbucht, die auch über Hanoi erreichbar ist. Dort stehen auch Karstfelsen, aber dazwischen ist kein Wasser, sondern schöne grüne Wiesen! Man kann tolle Radtouren machen dort. Leider habe ich kein Foto davon für euch, weil ich selbst nicht da war. Wir hatten unsere Route anders geplant, weil wir im Süden mehr Zeit eingeplant hatten. Im Nachhinein wäre ich lieber dorthin gefahren, der Süden hat mich nicht sooo überzeugt.
 Bei allen Ausflügen ist die Rückreise nach Hanoi und die Weiterreise von dort aus am einfachsten. Das nächste Ziel für die meisten Reisenden liegt in Zentralvietnam und ist die ehemalige Kaiserstadt Hue. Es gibt mehrere Wege dorthin zu reisen: per Flugzeug, Nachtzug oder Bus von Hanoi aus. Ich möchte euch noch einen Vorgeschmack geben, wie es dort aussieht, den ganzen Beitrag dazu gibt es hier.


An dieser Stelle vielen lieben Dank für den wundervollen Vietnam-Beitrag an Alexa, die auf ihrem Blog Keks & Koriander über Eindrücke von ihren Reisen und leckere Rezepte, die sie sich aus dem Urlaub mitgebracht hat, schreibt. Sie gibt Tipps zu Reiserouten, Fortbewegung und Aktivitäten, aber auch Restaurantempfehlungen in den Reiseländern und ihrer Heimatstadt München. Schaut also unbedingt mal bei ihr vorbei! Wenn ihr wissen wollt, was ich gerade mache, dann folgt mir auf Instagram, dort gibt es aktuell ein paar Mallorca-Eindrücke. Bald gibt's auch hier wieder mehr von mir zu lesen. Versprochen! ;-)

Kommentare:

  1. Das letzte Fotos ist wundervoll! Irgendwann möchte ich auch mal in den Vietnam fliegen.

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  2. Würdest du so eine Rundreise komplett alleine machen, oder eher in Begleitung? Ist es dort sicher.

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  3. Nachdem es ja mein Gastbeitrag war, beantworte ich die Frage mal ;) Vietnam ist wirklich sehr, sehr sicher. Man kann ganz ohne Bedenken alleine dorthin reisen. Die Menschen sind superfreundlich und hilfsbereit.
    Viele Grüße
    Alexa

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