Food & Fun #4 - Bled Edition

Montag, Februar 22, 2016 CHAMY Lifestyleblog 1 Comments

Bled. Definitiv der Ort, auf den ich mich am meisten auf der Pressereise durch Slowenien gefreut hatte. Vermutlich lag das an den tollen Fotos, die ich zuvor im Internet gegoogelt hatte: Eine malerischen Insel mit einer Kirche mitten im See, rundherum idyllische Berge und im Winter alles angezuckert mit einer weißen Schneedecke. Leider wurden meine Erwartungen ziemlich enttäuscht und so konnte ich nur ernüchternd auf einen in Nebel versinkenden See starren, während ich selbst vor Kälte bibberte. Im Sommer, oder an schön verschneiten Wintertagen, macht die Gemeinde im nordwestlichen Teil Sloweniens aber sicher einiges her!



// FUN

 

Bleder See

Der Bleder See ist eindeutig das Herzstück des Kurorts Bled. Rund um den ca. 2,1 km langen und bis zu 1,4 km breiten See führt ein 6 km langer Rundweg, der zum Spazierengehen, Joggen oder Radfahren einlädt. Im Sommer lädt das 25 Grad warme Wasser aber auch zum Schwimmen ein und eine Überfahrt zur kleinen Insel mit der bekannten Marienkirche sollte man sich in einem der traditionellen Holzboote auch nicht entgehen lassen. Wie gesagt, wenn das Wetter mitspielt ist die Gegend sicher traumhaft schön, denn die Kulisse aus See und Bergen ist wirklich malerisch!


Die Burg von Bled

Natürlich verschlug es uns auch auf die mittelalterliche Burg, die sich auf einem 139 Meter hohen Felsen über dem Bleder See erhebt. Spielt das Wetter mit, kann man von hier oben wunderbar auf den blauen See blicken und auf der Aussichtstrasse verweilen. Wir freuten uns allerdings eher aufs Innere der Burg, um uns vor der eisigen Kälte zu schützen. In der Kapelle der Burg wird die Geschichte von Bled präsentiert. Dort erfährt man von den ersten Ausgrabungen bis hin zu den einzelnen Stationen der historischen Entwicklung. In der Burgdruckerei steht eine Rekonstruktion von Gutenbergs Holzdruckpresse. Wer Lust hat kann sich dort auch ein persönliches Souvenir wie etwa ein Lesezeichen, eine Urkunden oder ähnliches drucken lassen. Ein paar Schritte von der Druckerei entfernt befindet sich der Burgweinkeller, der dazu einlädt hochwertige Weine zu verkosten. Auch hier kann sich der Besucher wieder ein Andenken mitnehmen, denn es gibt die Möglichkeit sich eine Flasche mit Wein abzufüllen und diese dann mit einem Korken und einem Wachssiegel zu versehen. Unser letzter Weg führte uns dann zum oberen Burghof, wo sich die Schmiedewerkstatt befindet. Dort werden liebevolle Kunstschmiedearbeiten präsentiert, die man auch erwerben kann. Bei Schönwetter ist die Bleder Burg auf alle Fälle ein Muss, schon allein wegen der genialen Aussicht!


Übernachten in Bled

Zwei Nächte verbrachten wir in Bled und waren im Hotel Park der Sava Hotels & Resorts untergebracht. Das Hotel war ok, auch wenn ich mir bei einem 4-Sterne-Hotel doch ein bisschen mehr erwartet hätte. Schön war der Ausblick vom Balkon direkt auf den See und auch das Frühstücks- und Abendbuffet war ausreichend und lecker. Wir hatten dann auch noch eine Führung durch das Grand Hotel Toplice, welches das berühmteste Hotel von Bled ist. Richtig begeistert war ich vom Spa-Bereich, die Zimmer und das Hotel selbst wären mir aber zu altbacken und abgewohnt. Ebenfalls zu den Sava Hotels & Resorts gehört ein nobler Campingplatz – auch Glamping genannt –  in unmittelbarer Nähe des Sees. Dort schläft man nicht im Zelt, sondern in kleinen „gemütlichen“ Holzhütten. Quasi Camping auf höchstem Nivea. Für Leute, die der Natur sehr verbunden sind, sicher eine nette Abwechslung und auch preislich gut leistbar.


// FOOD 

 

Cremeschnitte aus Bled

Wusstet ihr, wo es die beste Cremeschnitte gibt? Angeblich im Café Park in Bled. Schon seit über 60 Jahren bereiten die Konditormeister die Original Bleder Cremeschnitte nach dem Rezept von Ištvan Lukačević zu. Und auch wenn ich keinen direkten Vergleich hatte, so kann ich doch mit gutem Gewissen sagen: Lecker war sie! Sehr sogar.


Restaurant Panorama

Während man eine herrliche Aussicht auf den Bleder See hat, werden einem hier typisch slowenische Gerichte serviert. Zu Beginn darf natürlich nicht die berühmte Pilzsuppe (Corba Od Pecurki Sa Krompirom) mit Buchweizen fehlen. Den Abschluss des Menüs machte allerdings nicht die Cremeschnitte, sondern Prekmurska gibanica, welches ein wahnsinnig leckerer, aber extrem ausgiebiger Mohn-Apfel-Nuss-Topfenkuchen ist.

1 Kommentar:

  1. Ach, Bled! Ich war 2014 im Sommer dort, für mehrere Tage, und hab den See in so vielen verschiedenen Wetterstimmungen erlebt - bei strahlendem Sonnenschein, bei aufziehendem Gewitter, im Regen, bei Nebel, im Sonnenuntergang. Immer hatte der See einfach was, immer war es schön :) Dieses Jahr möchte ich im Herbst noch einmal dort hin, wenn die Blätter bunt sind!

    Schöner Artikel übrigens - Kremsnite (ich find die slowenische Schreibweise so großartig!) fand ich auch köstlich, genauso wie die Pilzsuppe, die es in Bled immer gab.

    Hach ja... ich träum jetzt noch mal ein bisschen. Danke für das In-Erinnerung-Rufen :)

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