Hamburg: Schnappschüsse & Side Hotel

Montag, Februar 29, 2016 Chamy 3 Comments

Vor ein paar Tagen verschlug es mich mal wieder in den hohen Norden – nach Hamburg, um genau zu sein. Da ich nun ja schon desöfteren in der Hansestadt war, blieb meine Kamera zu Hause und lediglich mein Smarthphone diente als Kameraersatz. Das Wetter war bis auf den letzten Tag eigentlich ganz ok und so konnte man gemütlich durch die Innenstadt schlendern und meine geliebten Möwen und Schwäne füttern... Wer mir auf Instagram @chamytravels folgt, wird das ein oder andere Foto auch schon kennen.

Highlight des diesmaligen Hamburgbesuchs war allerdings die Übernachtung im Side-Hotel. Ich hatte vor Weihnachten bei einem Gewinnspiel mitgemacht und tatsächlich eine Übernachtung im "ersten und einzigen 5 Sterne Design Hotels in Hamburg" gewonnen. Obwohl es – wie gesagt – nicht mein erster Besuch in der Hansestadt war, kannte ich dieses Hotel weder vom Namen noch vom Sehen und war wirklich gespannt, was mich dort erwart. Die Lage war auf alle Fälle schon mal fantastisch, da das Side nahe der Binnenalster, dem Rathaus und den City Einkaufspassagen gelegen ist. Vor der Hoteltüre befinden sich auch einige nette Lokale und generell hat man eigentlich alles was man braucht ums Eck.
Gewonnen hatte ich eine Übernachtung in einer der zehn „flying“ Suiten. Diese Suiten gibt es in Größe S bis XXL (wobei ich die mittlere Kategorie M hatte) und befinden sich in der 10. und 11. Etage des Hotels. Wer nun aber denkt, er hätte von dort oben einen grandiosen Blick aufs wunderschöne Hamburg, der irrt leider. Da sich das Side Hotel in einer Seitenstraße mit relativ hohen Gebäuden befindet, ist die Sicht doch relativ eingeschränkt. Auch der eher kleine und schmale Balkon lädt nicht unbedingt ein stundenlang die Aussicht zu genießen. Das Hauptzimmer selbst war zweigeteilt mit einem netten Wohn- und einem durch eine Wohnwand abgetrennten Schlafbereich. Das zwei Meter breite King-Size-Bett war natürlich mein Highlight: Senkrecht liegen, waagrecht liegen, diagonal liegen… alles ist Möglich! :-) Zudem sind die Betten wirklich super bequem, sodass man am nächsten Morgen gar nicht aufstehen möchte. Das Badezimmer war durch eine Glaswand (gegen die ich nachts ohne Brille dann auch mit vollen Karacho gelaufen bin ;-)) vom Schlafzimmer abgetrennt und hat neben zwei Waschbecken eine großzügige und stylishe Wanne. Außerdem gibt es noch eine separate Regendusche und manche der Zimmer haben scheinbar auch ein Dampfbad. Wie man auf den Fotos vielleicht erkennt, ist das Zimmer wirklich sehr modern und durchdacht eingerichtet, was zwar sehr stylish aussieht, aber nicht unbedingt bequem und gemütlich ist. Nicht nur das Zimmer selbst fand ich eher ungemütlich, auch der Frühstücksraum war sehr clean und "kühl". Dafür war das Frühstück selbst der Hammer. Ich esse morgens ja kaum was, aber bei diesem Buffet konnte auch ich nicht nein sagen. Am Frühstücksbuffet findet man eine wirklich große Auswahl an Wurst, Käse und Fisch von bester Qualität. Auch Obst steht genügend bereit und der Wabenhonig war der beste, den ich jemals gegessen habe. Verschiedene Rührei-Variationen, Waffeln, Pancakes & Co. kann man sich frisch zubereiten lassen und werden einem direkt an den Tisch gebracht. Für 28 Euro kann man übrigens auch als Nicht-Hotelgast von Montag bis Freitag 06:30 – 11:00 Uhr und Samstag, Sonntag und Feiertag von 07:00 – 14:00 Uhr im Side frühstücken gehen!
Ja wie gesagt, das Frühstück fand ich wirklich sehr, sehr lecker und war neben der großen Badewanne und dem bequemen Bett auch mein Highlight des Hotels. Das Zimmer selbst fand ich ok, würde aber persönlich keine 600 Euro (inkl. Frühstück und Spa-Eintritt) hinlegen wollen. Da hatte ich für diesen bzw. sogar schon günstigeren Preis – für mich persönlich – "bessere" Zimmer gehabt.  Nichtsdestotrotz hat mir die Übernachtung in diesem Luxushotel natürlich gut gefallen und ich bin echt happy, dass ich die Möglichkeit hatte eine Nacht im Side zu schlafen.      
 

3 Kommentare:

Wien: SherLockd - Blow your mind!

Donnerstag, Februar 25, 2016 Chamy 5 Comments

Eingesperrt in einem Raum, 60 Minuten Zeit und die Uhr tickt erbarmungslos… Ja, ich habe mich mal wieder in ein Live Escape Game gewagt. Nach Fluchtweg Hamburg und Adventure Rooms Wien durfte ich nun das relativ neue „Escape the Room Game“ Sher­Lockd - Blow your mind! spielen.


Aber von vorne! Was erwartet einem bei einem solchen Spiel überhaupt?
Pri­mär geht es darum in einer bestimmten Zeit – um genau zu sein in 60 Minuten – verschiedene Rät­seln und Aufgaben zu lösen! Alles beginnt in der Regel mit einer kurzen Einleitung und dann beginnt auch schon der Wettlauf mit der Zeit. Sobald sich die Türe hinter einem geschlossen hat, heißt es: Versteckte Gegenstände finden, Codes entschlüsseln, knifflige Aufgaben und unterschiedliche Rätsel lösen, um sich aus dem Raum befreien zu können. Nur mit einer Portion Geduld, Geschick­lich­keit, Team­ar­beit und logi­schem Den­ken ist das möglich…


Sher­Lockd - Blow your mind!

Eins ist sicher, Holmes löst jeden Fall. Doch nun wird die Kreativität von Holmes auf eine harte Probe gestellt. Eingesperrt in einem Raum, welcher wie ein riesiges Schachbrett aussieht, müssen wir beginnen uns zurechtzufinden und die ersten Aufgaben lösen. Aber nicht nur die Zeit ist unser Feind, sondern auch das Zimmer, welches mit der Zeit immer kleiner und erdrückender wird. Es heißt also schnell sein! Während des gesamten Spiels ist auf dem Monitor im Raum die verbleibende Zeit  und auch unser Fortschritt ersichtlich. Nicht gerade beruhigend, wenn schon mehr als die Hälfte der Zeit verbraucht, aber noch nicht mal ein viertel der Aufgaben gelöst sind… Und gerade als man denkt, man hat es geschafft und konnte sich aus dem Raum befreien, kommt auch schon die nächste Überraschung!


Meine Meinung

Der Handlungsstrang ist wirklich gut und auch das Zimmer ist thematisch toll aufbereitet. Es sind wirklich viele (kleine) Verstecke und es gilt gut zu suchen und zu kombinieren. Dass die Decke immer weiter nach unten sinkt und man im Wettlauf mit der Zeit diese stoppen muss, ist ebenfalls ein witziges Detail. Auch sonst hält Sher­Lockd - Blow your mind! viele Überraschungen parat, mit denen man nicht gerechnet hat. Während des Spiels muss man nicht nur logisch denken, nein auch der Tast- und Gehörsinn wird gefordert! Ich würde mal behaupten SherLockd ist das technisch aufwendigste Escape Game, welches ich bis dato gespielt habe. Allerdings war es meiner Meinung nach auch das kniffligste und in den vorgegebenen 60 Minuten nicht lösbar. Wir haben zu Dritt gespielt, haben auch einiges an Hilfestellung bekommen und haben es doch nicht in der vorgegebenen Stunde geschafft. Da nach uns keine weitere Gruppe war, durften wir es aber trotzdem zu Ende spielen und konnten uns dann nach knapp 1,5 Stunden befreien. Wer schon einige „einfachere“ Games hinter sich und somit etwas Gespür und Erfahrung für solche Spiele gesammelt hat, sollte sich unbedingt der Herausforderung von Sher­Lockd - Blow your mind! stellen!



Lage & Preis

Die Räume befinden sich in der Märzstraße 144 im 14. Bezirk und wir haben am Wochenende auch genügend Parkplatz „vor der Haustüre“ gefunden. Wer mit den Öffis kommt, kann folgende Verkehrsmittel nutzen: Linie U3 (Station Hütteldorfer Straße), S-Bahn Linie S45 (Station Breitensee), Straßenbahn Linie 49 (Station Hütteldorfer Straße) oder Linie 10  (Station Märzstraße). Preistechnisch lag Sher­Lockd - Blow your mind! bis jetzt an erster Stelle meiner gespielten Spiele. Im Vergleich: Bei Fluchtweg Hamburg kostet ein Spiel mit 3 Personen 90,00 € (€ 30,00 p. P.), bei AdventureRooms 65,70 € (€ 21,90 p. P.) und bei SherLockd 63,00 € (€ 21 p. P.).


5 Kommentare:

Food & Fun #4 - Bled Edition

Montag, Februar 22, 2016 Chamy 3 Comments

Bled. Definitiv der Ort, auf den ich mich am meisten auf der Pressereise durch Slowenien gefreut hatte. Vermutlich lag das an den tollen Fotos, die ich zuvor im Internet gegoogelt hatte: Eine malerischen Insel mit einer Kirche mitten im See, rundherum idyllische Berge und im Winter alles angezuckert mit einer weißen Schneedecke. Leider wurden meine Erwartungen ziemlich enttäuscht und so konnte ich nur ernüchternd auf einen in Nebel versinkenden See starren, während ich selbst vor Kälte bibberte. Im Sommer, oder an schön verschneiten Wintertagen, macht die Gemeinde im nordwestlichen Teil Sloweniens aber sicher einiges her!



// FUN

 

Bleder See

Der Bleder See ist eindeutig das Herzstück des Kurorts Bled. Rund um den ca. 2,1 km langen und bis zu 1,4 km breiten See führt ein 6 km langer Rundweg, der zum Spazierengehen, Joggen oder Radfahren einlädt. Im Sommer lädt das 25 Grad warme Wasser aber auch zum Schwimmen ein und eine Überfahrt zur kleinen Insel mit der bekannten Marienkirche sollte man sich in einem der traditionellen Holzboote auch nicht entgehen lassen. Wie gesagt, wenn das Wetter mitspielt ist die Gegend sicher traumhaft schön, denn die Kulisse aus See und Bergen ist wirklich malerisch!


Die Burg von Bled

Natürlich verschlug es uns auch auf die mittelalterliche Burg, die sich auf einem 139 Meter hohen Felsen über dem Bleder See erhebt. Spielt das Wetter mit, kann man von hier oben wunderbar auf den blauen See blicken und auf der Aussichtstrasse verweilen. Wir freuten uns allerdings eher aufs Innere der Burg, um uns vor der eisigen Kälte zu schützen. In der Kapelle der Burg wird die Geschichte von Bled präsentiert. Dort erfährt man von den ersten Ausgrabungen bis hin zu den einzelnen Stationen der historischen Entwicklung. In der Burgdruckerei steht eine Rekonstruktion von Gutenbergs Holzdruckpresse. Wer Lust hat kann sich dort auch ein persönliches Souvenir wie etwa ein Lesezeichen, eine Urkunden oder ähnliches drucken lassen. Ein paar Schritte von der Druckerei entfernt befindet sich der Burgweinkeller, der dazu einlädt hochwertige Weine zu verkosten. Auch hier kann sich der Besucher wieder ein Andenken mitnehmen, denn es gibt die Möglichkeit sich eine Flasche mit Wein abzufüllen und diese dann mit einem Korken und einem Wachssiegel zu versehen. Unser letzter Weg führte uns dann zum oberen Burghof, wo sich die Schmiedewerkstatt befindet. Dort werden liebevolle Kunstschmiedearbeiten präsentiert, die man auch erwerben kann. Bei Schönwetter ist die Bleder Burg auf alle Fälle ein Muss, schon allein wegen der genialen Aussicht!


Übernachten in Bled

Zwei Nächte verbrachten wir in Bled und waren im Hotel Park der Sava Hotels & Resorts untergebracht. Das Hotel war ok, auch wenn ich mir bei einem 4-Sterne-Hotel doch ein bisschen mehr erwartet hätte. Schön war der Ausblick vom Balkon direkt auf den See und auch das Frühstücks- und Abendbuffet war ausreichend und lecker. Wir hatten dann auch noch eine Führung durch das Grand Hotel Toplice, welches das berühmteste Hotel von Bled ist. Richtig begeistert war ich vom Spa-Bereich, die Zimmer und das Hotel selbst wären mir aber zu altbacken und abgewohnt. Ebenfalls zu den Sava Hotels & Resorts gehört ein nobler Campingplatz – auch Glamping genannt –  in unmittelbarer Nähe des Sees. Dort schläft man nicht im Zelt, sondern in kleinen „gemütlichen“ Holzhütten. Quasi Camping auf höchstem Niveau. Für Leute, die der Natur sehr verbunden sind, sicher eine nette Abwechslung und auch preislich gut leistbar.


// FOOD 

 

Cremeschnitte aus Bled

Wusstet ihr, wo es die beste Cremeschnitte gibt? Angeblich im Café Park in Bled. Schon seit über 60 Jahren bereiten die Konditormeister die Original Bleder Cremeschnitte nach dem Rezept von Ištvan Lukačević zu. Und auch wenn ich keinen direkten Vergleich hatte, so kann ich doch mit gutem Gewissen sagen: Lecker war sie! Sehr sogar.


Restaurant Panorama

Während man eine herrliche Aussicht auf den Bleder See hat, werden einem hier typisch slowenische Gerichte serviert. Zu Beginn darf natürlich nicht die berühmte Pilzsuppe (Corba Od Pecurki Sa Krompirom) mit Buchweizen fehlen. Den Abschluss des Menüs machte allerdings nicht die Cremeschnitte, sondern Prekmurska gibanica, welches ein wahnsinnig leckerer, aber extrem ausgiebiger Mohn-Apfel-Nuss-Topfenkuchen ist.

3 Kommentare: