Slowenien: Die Höhlen von Postojna

Freitag, Januar 29, 2016 Chamy 2 Comments

Wer mir auf meinem neuen Travel-Instagram-Account folgt, der wird sicher mitbekommen haben, dass ich letztes Wochenende für 4 Tage eine kleine Pressereise durch Slowenien machen durfte. Es war nicht mein erster Besuch in Slowenien und auch nicht der erste Besuch in den Postojnska jama, so der slowenische Name, aber trotzdem hat mich das Höhlensystem auch dieses Mal wieder sehr fasziniert.

Hoehlen von Postojna Postojnska jama

Die Höhlen von Postojna  zählen zu den bekanntesten Höhlen der Welt, da sie weltweit die zweitgrößte für Touristen erschlossene Tropfsteinhöhle ist. Der für Touristen geöffnete Teil umfasst in etwa 20 Kilometer und ein Stück der Höhlengänge kann sogar mit einem Zug befahren werden. Nach dem Passieren des Eingangs kann man sich also erstmal gemütlich in einen der Wagons setzen und das atemberaubende Naturdenkmal sitzend begutachten. Nachdem die Höhlenbahn zirka 2 Kilometer zurückgelegt hat, beginnt die eigentliche Führung mit dem Guide. Das erste Mal besichtigte ich die Höhlen im Hochsommer, wo natürlich ein extremer Touristenandrang war und ich leider fast nichts von den Erzählungen unseres damaligen Reiseführers mitbekommen habe. Jetzt im Winter besuchen aber deutlich weniger Leute die Höhle, weswegen alles viel angenehmer und ruhiger gestaltet war. Wer Angst hat, er würde im Winter in dem Höhlensystem frieren, den kann ich beruhigen: Die konstante Temperatur beträgt zwischen 8-10 Grad. Sprich im Winter ist es in den Höhlen sogar wärmer als draußen, nur im Sommer sollte man sich festes Schuhwerk und eine zusätzliche Jacke für die Tour mitnehmen. Uns war damals nämlich echt ein wenig kalt und das obwohl wir uns am Eingang der Höhle einen Umhang ausgeliehen hatten.

Hoehlen von Postojna Postojnska jama
Hoehlen von Postojna Postojnska jama
Hoehlen von Postojna Postojnska jama
Hoehlen von Postojna Postojnska jama
Hoehlen von Postojna Postojnska jama
Hoehlen von Postojna Postojnska jama

Führung in den Höhlen von Postojna

Schon 1818 konnten Besucher die Postojnska jama besichtigen, wobei zu dieser Zeit nur etwa 300 Meter zugänglich waren. Inzwischen werden während der 1,5-stündigen Führung 5 Kilometer der Höhlen hergezeigt. Das Höhlensystem besteht aus drei Hauptebenen, wobei auf der untersten Ebene der Fluss Pivka fließt, diese also nicht besichtigt werden kann. Nach der Fahrt mit der Höhlenbahn wird man einem Reiseführer in seiner Landessprache zugeteilt, wobei es Führungen in Slowenisch, Deutsch, Englisch und Italienisch gibt.  Während man dann bergauf und bergab über den wirklich gutausgeleuchteten und vor allem sogar gehbehindertengerechten Weg läuft, erfährt man einiges über die Höhle und kommt aus dem Staunen auch nicht mehr raus. So führt der Weg zum Beispiel über die Russische Brücke, welche von russischen Gefangene gebaut werde musste vorbei an dem Weißen und Rotem Saal, welche nach den typischen Farben der Tropfsteine benannt wurden. Auch kommt man zum Gang des Brillanten, wo sich der berühmteste Tropfstein und zugleich das Symbol der Höhle von Postojna befindet: Ein 50 Meter hoher und weißer Tropfstein! Am Ende der Führung kam für uns ein kleines Highlight, denn wir konnten Grottenolme – quasi die "Maskottchen" dieser Höhle – in einem Aquarium begutachten. Zum Schluss ging's noch in den Konzertsaal, wo ab und zu Konzerte stattfinden und danach traten wir mit dem Höhlenzug auch schon die Rückfahrt ins Freie an. Die Führungen sind wirklich interessant gestaltet und ich kann mir gut vorstellen, dass sie sowohl Jung als auch Alt begeistern. Für Sportliche gibt es auch spezielle Trekkingtouren, wo nicht zugängliche Höhlenabschnitte erkundet werden. So werden bei solch einer Erlebnisbesichtigung auch Wassersperren überquert und enge Gänge durchschritten. Fotografieren ist im Höhlensystem übrigens gestattet, jedoch nur ohne Blitz, da das Gestein ziemlich empfindlich ist und sich durch zu viel Licht unschön verfärbt.

Vicky und ich im Höhlenzug 
Hoehlen von Postojna Postojnska jama
Hoehlen von Postojna Postojnska jama
Hoehlen von Postojna Postojnska jama
Hoehlen von Postojna Postojnska jama
Grottenolm

Höhlenburg Predjama

Wer etwas mehr Zeit hat, dem empfehle ich ein Kombi-Ticket zu kaufen und sich im Anschluss an die Höhlen die Höhlenburg Lueg, die sich im neun Kilometer entfernten Dorf Predjama befindet anzusehen. Das Besondere an der  700 Jahre alten Burg: Sie ist nur von einer Seite zugänglich. da sie unter einer 123 Meter hohen Felswand thront und so das perfekte Versteck des verwegenen Ritters Erasmus Lueger war.

Hoehlenburg_Predjama
Hoehlenburg_Predjama
Hoehlenburg_Predjama
Hoehlenburg_Predjama

 Fotocredit: teilweise Pressefotos

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Mein schönster Urlaub war... // Blogger-Serie Teil 8

Dienstag, Januar 26, 2016 Chamy 0 Comments

Da ich in der letzten Woche so viele tolle Einsendungen von schönen Reisedestinationen bekommen habe, schieße ich gleich einen weiteren "Mein schönster Urlaub war…"-Beitrag nach. Heute nehme ich euch also unter anderem mit ins zauberhafte Brügge, zum Backpacking auf die Philippinen und auf die traumhaften Galapagos-Inseln.


… vor kurzem auf den Philippinen // Laura

Drei Wochen Backpacking waren geprägt von wundervoll salzigem Meerwasser an zauberhaften Stränden, beeindruckenden Storys von tollen Menschen und einer atemberaubenden Natur, wie ich sie nie zuvor gesehen habe. Eine Insellandschaft, die man gesehen haben muss. Herzliche Inselbewohner, ganz unvoreingenommen und liebenswert. Ein Traum. I'm in love with the Philis. Mehr dazu gibts auf placeless.de.


… mein Städtetrip nach Brügge // Janine

Nicht immer muss man 2,3 oder gar 12 Stunden fliegen um verzaubernde Orte kennenzulernen. Im letzten Jahr zog es meinen Freund und mich nach Brügge und wir waren beide direkt Hals über Kopf verliebt. Die kleine belgische Stadt liegt gerade mal 1,5 Stunden vom Flughafen Brüssel entfernt und besticht mit ihrem authentischen mittelalterlichen Flair voller Details. Unser Höhepunkt in Brügge war eine Kanalfahrt durch die verwinkelte Stadt. Dabei bekommt man einen schönen Überblick und kann Brügge anschließend gemütlich zu Fuß erkunden. So richtig abtauchen ins Mittelalter kann man dann im Historium – ein multimediales Museum. Hier riecht es sogar wie vor 500 Jahren. Mit einer schmackhaften belgischen Waffel in der Hand, lohnt sich auch der Aufstieg zum Belfried – der Glockenturm im Herzen der Stadt.
Brügge bietet sich vor allem für ein verlängertes Wochenende an, denn wenigstens eine Übernachtung muss schon sein: Im Dämmerlicht des Abends, wirkt Brügge nämlich besonders mittelalterlich. Wer dann irgendwann doch ganz Brügge erkundet hat, kann mit dem Fahrrad Ausflüge ins Umland machen oder auch mal die „große Schwester“ Gent besuchen.


... Bandos Island auf den Malediven // Oliver

2013 habe ich mir einen großen Traum erfüllt. Es ging für 9 Tage auf die Malediven ins Bandos Island Resort. Die Malediven sind für mich das Traumreiseziel überhaupt. Keine überfüllten Strände, Weißer Puderzuckersand und vor der Nase ein großes Aquarium mit zahlreichen Fischen, Schildkröten und Baby-Riffhaien. Für mich als Schnorchelfan das absolute Paradies. Man kann den ganzen Tag Barfuß herumlaufen und hat seine absolute Ruhe. Für mich gibt es kaum einen anderen Ort an dem man besser entspannen und die Seele baumeln lassen kann als auf den Malediven.

 

… auf den Galapagos-Inseln // Susanne

Mein letzter Urlaub ist noch nicht so lange her und war ein lang gehegter Wunsch: die Galapagos-Inseln. Das Naturerlebnis dort ist einfach unglaublich. Ich bin noch immer geflasht davon, wie nah man bei Seelöwen, Riesenschildkröten, Meerechsen und Pelikanen sitzen kann. Beim Schnorcheln bin ich neben unzähligen bunten Fischen auch Meeresschildkröten begegnet und beim Kajakfahren Pinguinen. Ein 10 Tage währender Traum, den ich noch immer nicht fassen kann. Meine Reise dorthin und den anschließenden Aufenthalt im Regenwald von Ecuador beschreibe ich auch ausführlich auf meinem Blog wortgestalten.wordpress.com.


… in Wien mit meinem Sohn // Max

Im letzten Jahr war ich gleich zweimal in Wien.
Im September alleine und nachdem ich meinem Sohn so von der Stadt vorgeschwärmt habe, sind wir im Dezember gemeinsam dort hingeflogen. Als Hoteltester hat man in Wien ja genügend Auswahl und immer wieder einen Vorwand für einen Besuch. Wien ist eine sehr kinderfreundliche Stadt. Selbst wenn sich die Kleinen nicht so für alte Gemäuer oder Museen interessieren bleiben mit dem Haus des Meeres, dem Tierpark Schönbrunn, Dem ZOOM Kindermuseum und natürlich dem Prater noch genügend Sehenswürdigkeiten übrig. All die erwähnten Orte solltet ihr unbedingt besuchen, selbst wenn ihr nicht mit Kindern unterwegs seid. Mit der Wien-Card bekommt ihr bei zahlreichen Sehenswürdigkeiten dann auch gleich Rabatt und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln könnt ihr auch für 48 oder 72 Stunden gratis fahren. Für mich war es ganz sicher nicht der letzte Aufenthalt in der Donaumetropole (Über meine Städtereise nach Wien habe ich schon auf fortgefahren berichtet) Es gibt noch so viel zu entdecken und im Sommer soll es dann endlich mal ein ausgedehntes Picknick auf der Donauinsel geben. Gemütlich mit einem Buch, guter Laune und einem Kaffee aus der Thermoskanne. Und direktem Blick auf eine faszinierende Stadt voller freundlicher Menschen.

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Ramsau am Dachstein: Naturerlebnis auf 2.700 Meter

Samstag, Januar 23, 2016 Chamy 3 Comments

Bei meinem Entspannungsurlaub im Salzburger Land stand auch ein Gletscher-Besuch auf meiner Liste. Ich war schon mal vor Jahren am Kitzsteinhorn in Kaprun und auch die Hafelekarspitze wurde von mir schon bestiegen, weswegen ich mal wieder richtig Lust hatte durch den Schnee zu stapfen, zu einer Jahreszeit, wo normalerweise noch kein Schnee liegt. Da sowohl das Kitzsteinhorn als auch der Dachstein nicht weit von unserer Unterkunft entfernt waren, konnte ich also wählen.


Die Wahl fiel letztendlich auf den Dachstein und so machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in die Ramsau. Nach einer einstündigen Fahrt kamen wir auch schon bei der Talstation an und konnten ohne Wartezeit mit der Panoramagondel die 1.000 Höhenmeter zur Bergstation überwinden.
Oben angekommen wurde erstmal das einzigartige Panorama bestaunt und dann starteten wir den Marsch zur nächstgelegenen Hütte. Leider mussten wir aber feststellen, dass die Seethalerhütte geschlossen hatte, weswegen wir uns keine Stärkung holen konnten und nach einem kleinen "Shooting" vorm Gipfelkreuz auch wieder den Rückweg antraten, um bei der Bergstation einzukehren.


Da wir uns ein Kombiticket bestehend aus Berg- und Talfahrt, den Eintritt in den Eispalast und Zutritt zur Hängebrücke gekauft hatten (ich glaube dieses Kombiticket hatte um die 45 Euro pro Person gekostet) ging's nach der Stärkung zu Österreichs höchstgelegener Hängebrücke, die in 400 Metern Höhe schwebt. Ich muss gestehen, obwohl ich weiche Knie hatte, fand ich die Hängebrücke auf dem Caminito del Rey in Spanien "schlimmer". Auch auf der "Treppe ins Nichts" hatte ich nur die ersten Sekunden ein mulmiges Gefühl und konnte danach den fantastischen Ausblick genießen.


Von der Hängebrücke führte dann auch der direkte Weg in den Eispalast, eine mystische Welt aus Eis und Schnee tief im Inneren des Dachstein Gletschers. 2007 entstand sechs Meter unter dem Eis ein kleiner Palast aus geschnitzten Figuren, Eissäulen und einem Kristalldom. Zwar fand ich die Eishöhle ganz nett anzusehen, allerdings hätte ich keine 10 Euro extra bezahlt, hätten wir kein Kombiticket gehabt. Man ist relativ schnell durch und ich hatte früher auch schon ähnliche Eishöhlen besucht, weswegen diese für mich auch nichts neues darstellte. Zum kurz mal Durchgehen oder für Kinder aber sicher ganz nett anzusehen.


Gegen 17 Uhr setzte dann auch schon langsam die Dämmerung ein, weswegen es Zeit für die Talfahrt und den Rückweg in unser tolles Hotel war... Fazit: Ein Besuch auf den Dachstein ist aber ein absolutes Muss, wenn man in der Nähe ist!

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