Hamburg: Delzepich Eis - pures Glück!

Samstag, August 29, 2015 Chamy 7 Comments

Da sich der Sommer noch mal von seiner besten Seite zeigt – zumindest hier in Wien – gibt es noch einen letzten Eis-Tipp für dieses Jahr, eher wir uns schon bald den Weihnachtsmärkten widmen können. ;-)

Nach meinen liebsten Eissalons in der Wiener Innenstadt und dem besten veganen Eis Wiens, wechselnd wir nun mal schnell eben die Stadt… Heute geht's nämlich um meine Lieblingseisdiele in Hamburg! Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, bin ich ja relativ oft in Hamburg und auch dort darf natürlich ein leckeres und erfrischendes Eis nicht fehlen. (Obwohl die Temperaturen dort oft eher zu einem Glühwein und nicht zu einem Eis einladen… ;-))


Um ehrlich zu sein, habe ich noch gar nicht so viele Eisläden in Hamburg durch, denn dank des Tipps eines Freundes bin ich bei Delzepich hängen geblieben, und habe mich die letzten 2-3 Jahre auch schon fröhlich durchs Sortiment probiert. Wie bei den meisten Eissalons die ich euch schon vorgestellt habe, handelt es sich bei Delzepich auch nicht um einen 0815-Eisladen, sondern man finden richtig interessante und abwechslungsreiche Kreationen im Sortiment. Täglich gibt es 8 verschiedene Sorten, die ihr entweder auf der Website einsehen könnt, oder euch aber einfach überraschen lasst. Neben Klassikern wie Schoko und Vanille stehen auch immer ausgefallene Sorten wie Honig-Thymian, Schmalzkuchen, Erdbeer-Marshmallow, Karamell-Meersalz, Joghurt, Honig-Crunchy-Nuss, Schwarze Johannisbeere und und und… in der Vitrine.


Ich muss ja gestehen, ich bin eher vorsichtig und taste mich erst seit Kurzem an außergewöhnliche Sorten ran (Schoko ist und bleibt wohl immer mein Favorit!) und somit kann ich nicht sagen wie Honig-Sesam, Kürbis-Krokant oder etwa Zitrone-Basilikum schmeckt. Was ich aber als sehr, sehr lecker in Erinnerung habe sind alle süß-schokoladigen Sorten. Ganz oben stehen auf alle Fälle Schokobananachip und Schokokuchen. Auch Twix und Bounty fand ich wirklich lecker und Milchreis würde ich ebenfalls wieder bestellen. Bei den fruchtigen Sorten (da bin ich ja nicht sooo der Fan von) hat mir Himbeer-Baiser wirklich gut geschmeckt und wird sicher auch mal wieder bestellt.

Was mein kleines Eis-Herz aber besonders hoch schlagen lässt: Man kann sich eine Portion in zwei Geschmacksrichtungen aufteilen. Sprich zwei Portionen wären demnach vier verschiedene Eissorten. Klasse nicht?! Da hat man richtig viel von und kann auch die unterschiedlichsten Sorten durchprobieren.


Miriam, eine der Inhaberinnen von Delzepich Eis, war auch so lieb und hat mir ein paar Fragen zu ihrem Laden, der Eisherstellung und ihren Lieblingssorten beantworten. Solltet ihr mal in Hamburg sein, dann müsst ihr unbedingt bei ihr vorbeischauen. :-)

Wie kommt man auf die Idee einen Eissalon zu eröffnen? Ist das die Erfüllung eines Kindheitstraums, ein Spontanentschluss oder doch ein lang überlegtes Konzept?

Den Eisladen betreibe ich zusammen mit meiner Schwester Larissa. Weder sie noch ich hatten Zukunftspläne in denen ein Eisladen vorkam ;-) Während ihre Studiums in Aachen jobbte Larissa in einer ganz alt eingesessenen und beliebten Eisdiele dort - Delzepich Eis. Von dem Eis war sie so begeistert, dass sie rasch auch die ganze Familie damit ansteckte. Unsere Eltern sind Unternehmer und haben uns bei unseren "Was wäre wenn..."-Gedanken, es vielleicht selbst mal mit der Herstellung von so leckerem Eis zu versuchen immer motiviert und weitergeführt. Schließlich haben wir uns getraut und die Idee nach Absprache mit dem Betreiber und dem Erwerb der originalen Grundrezepte in Hamburg dann in die Tat umgesetzt.  Zum Konzept haben wir uns natürlich viele Gedanken gemacht. Uns war wichtig dass das original Rezept erhalten bleibt. Das setzt voraus dass das Eis jeden Tag frisch gemacht wird und die Zutaten möglichst simpel und natürlicher Herkunft sind.


Ihr habt ja ziemlich interessante und ausgefallene Eissorten im Sortiment. Welche Geschmacksrichtungen verkaufen denn am besten?

Das absolute Lieblingseis der Kunden ist seit der ersten Stunde Himbeer-Baiser. Sehr beliebt sind aber auch Karamell-Meersalz, Milchschnitte, Franzbrötchen, Limette-Minze oder Erdnussbutter-Nutella

Und was ist dein persönlicher Favorit?

Ich bin eher ein Fan von klassischen Eissorten. Das Erdbeereis ist nach wie vor sowohl von mir, als auch von Larissa. ein Favorit. Ich persönlich mag noch Nuss und Tiramisu sehr.


Wie kommt man auf solch ausgefallene Sorten wie  Honig-Thymian, Kürbis-Krokant, oder Honig-Crunchy-Nuss? Stürzen sich die Kunden auf diese, oder werden die eher zaghafter genommen?

Wir stammen aus einer Familie, in der gerne gekocht und gegessen wird. Wir probieren selbst gerne Neues und Interessieren aus, auch mal ausgefallene Speisen und man überlegt natürlich, was einem selbst gut schmeckt und womit es gut zusammen geht.Viele Sorten sind aber auch Vorschläge von Freunden und Bekannten und vor allem auch von Kunden. Über unsere Homepage kann man Sortenvorschläge einsenden. Wir können (und wollen) natürlich nicht alles umsetzen aber immer wieder sind wirklich tolle Ideen dabei. Wie man z.B. an Karamell-Meersalz sieht, was sehr beliebt ist, nehmen die Kunden durchaus auch mal Ausgefallenes auf die Hitliste. Zu ausgefallen ist bei uns aber eher nicht gefragt. Die Sorte Lakritz verkauft sich beispielsweise nicht besonders gut. Wir sind allerdings auch selbst eher vorsichtig beim Umsetzen von ganz abgefahrenen Sorten. Die Kombi muss schon passen und zuviele Zutaten wild vereint ist auch nicht unser Ding. Die wilden Experimente mit Gurke, Lavendel und Co überlassen wir gerne den anderen :-)


Ihr achtet bei der Herstellung sehr auf natürliche Inhaltsstoffe, lagert euer Eis auch nicht über Nacht in der Tiefkühltruhe und eure Milch kommt direkt vom Bauernhof. Merkt man da wirklich einen Unterschied und denkst du, dass genau dieses Konzept zum Erfolg von Delzepich geführt hat?

Ja das merkt man. Besonders bei der Milch ist das ein großer Unterschied. Wir mussten mal auf einige Liter "herkömmliche Supermarktmilch" (also sprich die totbehanelte) zurückgreifen da uns die Milch ausgegangen war. Das hat nicht so gut geschmeckt und beim Kochen direkt schon ganz anders, irgendwie unangenehm, gerochen. Auch frische Erdbeeren vs. Erdbeeraroma – das ist ein meilenweiter Unterschied im Geschmack. Ich denke das ist mit ein Grund für den Erfolg, ebenso dass wir uns praktisch auf die Hände gucken lassen, jeden Tag selbst vor Ort sind und alles selbst machen in der Herstellung. Wir informieren unsere Kunden oft persönlich und beantworten ihre Fragen. Und wir geben auch mal einen persönlichen Blick hinter die Kulissen. Ich denke dass die Leute das heute wieder zu schätzen wissen, dass sie genau Bescheid wissen wer macht da das Produkt das sie kaufen und wie.


Na habt ihr nun auch Eis-Hunger?! Ich werde mir jetzt auf alle Fälle eine Kugel genehmigen und lasse euch noch schnell die Adresse hier, solltet ihr mal in Hamburg sein. ;-)


Winterhuder Weg 67
22085 Hamburg

7 Kommentare:

Blogparade: Was das Reisen für mich bedeutet...

Donnerstag, August 27, 2015 Chamy 0 Comments

Fernweh... Sehnsucht... Neue Dinge erkunden... Kennt ihr dieses Kribbeln, wenn es ans Planen einer neuen Reise geht? Ich liebe dieses Gefühl und habe mich daher gefragt, was Reisen eigentlich für mich und andere bedeutet. Aus diesem Gedanken heraus entstand auch die Idee für diese Blogparade.


Was bedeutet eigentlich Reisen für mich und wieso ist es mir in den letzten Monaten und Jahren so wichtig geworden? Schon von klein auf war es irgendwie normal für mich mindestens einmal im Jahr eine Reise weiter weg zu machen. Mit ein paar Monaten durfte ich Kreta "kennenlernen", Gran Canaria bereiste ich ebenfalls mehrfach und auch sonst konnte ich einige österreichische Städte und europäischen Länder sehen, obwohl ich noch nicht mal eingeschult war. Lustigerweise hatte ich meist Heimweh, ich erinnere mich nur zu gut an meine Sprachreise nach Malta und andere Reisen, die ich teilweise heulend verbracht hatte. Und auch nach 14 Tagen Strandurlaub mit meinen Eltern war ich doch auch wieder froh in meiner gewohnten Umgebung zu sein. Um ehrlich zu sein, hätte ich vor 10 Jahren nie gedacht, dass mir das Vereisen jemals so viel Spaß machen würde und zu so einem wichtigen Teil meines Lebens wird...

Mit 16 – ich kam auf eine Tourismusschule mit Schwerpunkt Kulturtouristik – habe ich dann zum ersten Mal Blut geleckt und mich wirklich aktiv fürs Reisen und Planen einer Reise interessiert. Und ich glaube, genau das ist es auch was mich am meisten fasziniert. Eigentlich ist die Reise ansich eher "Nebensache", sondern die Vorfreude und alles im Vorfeld verursacht dieses magische Kribbeln bei mir. Wo könnte es demnächst hingehen? Welche Stadt würde ich noch gerne sehen? Mit welcher Fluglinie fliege ich am besten? Gibt es Dinge die man unbedingt gesehen haben muss? Welches Restaurant wird empfohlen? Was packe ich in meinen Koffer ein? Ja dieses Recherchieren, sich durch diverse Blogs und Foren klicken, Preise vergleichen macht mir Zunehmens mehr und mehr Spaß.

Und obwohl Thailand, China und Amerika für mich gerade keinen Themen sind, liege ich oft abends im Bett und gucke YouTube-Videos und Blogs von AuPairs, Backpackern und Auswanderer und bin fasziniert! Was bewegt einem von Deutschland nach China zu ziehen? Wieso trampt jemand fast ein Jahr quer durch Thailand? Ist AuPair in den USA wirklich so toll? Schon zu Schulzeiten waren meine liebsten Fernsehsendungen "Goodbye Deutschland" und "Auf und davon" und obwohl ich wirklich kaum Fernseh gucken, wenn es eine dieser beiden Sendungen – sei es auch nur eine Wiederholung – im TV spielt, dann muss ich es sehen... Ich will wissen, warum andere so fasziniert vom Auswandern und fernen Reisen sind, was die Hürden sind, woran sie scheitern, was man besser machen könnte und und und...

Aus dieser Neugier heraus ist vor ein paar Wochen dann auch dieser Blog entstanden. Ich mag Mode, ich mag Schminke, aber noch viel mehr mag ich es Dinge zu erleben. Somit war klar, dass Chamy.at erstmal etwas auf Eis gelegt wird und ich mich neuen Dingen widme. Ich habe für mich gemerkt, dass es nicht wichtig ist weit zu reisen. Ich brauche nicht Europa zu verlassen, um glücklich zu sein und das Gefühl von Abenteuer und Freiheit zu verspüren. Ich finde auch einen Kurztrip nach Krems schön, teste Lokale hier in der Nähe und freue mich auf eine Reise nach Andalusien...

Und was bedeutet das Reisen für euch?


Gestern ging ein wundervoller Beitrag von Chris online, den ihr unbedingt lesen solltet und heute veröffentlicht neben mir Underclass Hero noch seinen Beitrag zur Parade.

MONTAG: Terrorpüppi & Kermitchens Welt // DIENSTAG: Living the Beauty & Msiemund // MITTWOCH: Anna Nikabu & C over the top // DONNERSTAG: Underclass Hero & Chamy travels // FREITAG: 5 p concept & Lavender Province // SAMSTAG: Windhuber & Weibi // SONNTAG:  Noirin & Lyra & Süchtig nach

Foto: (c) Roadtrippers

0 Kommentare:

Wachau: #exploringkrems

Mittwoch, August 26, 2015 Chamy 1 Comments

Wie ihr vielleicht auf Instagram mitbekommen habt, war ich die letzten Tagen in Krems unterwegs. Etwa 1,5 Autostunden von mir entfernt in der wundervollen Wachau gelegen und trotzdem habe ich es bis dato noch nicht hingeschafft. Zwar war ich schon des Öfteren in der Wachau, kenne Dürnstein ganz  gut, habe eine Brettljause in St. Michael gegessen, Stift Melk besucht und bin auf die Ruine Aggstein geklettert, aber Krems hat mich irgendwie noch nie zu einer Rast oder einen Kurzbesuch angehalten. Dank Krems-Tourismus und der Kremserin konnte ich nun aber fast zwei Tage dieses schnuckelige Städtchen erkunden.


Bei der Genussführung lernten wir die Stadt etwas besser kennen und durften einige regionale Köstlichkeiten probieren und auch beim Wein-gut Hutter wurde kräftig geschlemmt. Zum Glück standen uns Räder zur Verfügung, so wurden wenigstens ein paar Kalorien abgeradelt. ;-) 


Da wir an beiden Tagen auch etwas Freizeit zur Verfügung hatten, konnte ich die Stadt auch auf eigene Faust erkunden. Nach den Führungen im Karikaturmuseum und der Kunsthalle Krems, schlenderte ich also noch durch Stein und machte es mir an der Donau gemütlich. 


Krönender Abschluss war dann aber die Schifffahrt durch die Wachau nach Spitz mit leckerer Heurigenjause… Wie gesagt, geschlemmt wurde wieder genug, aber ich sehe mich als Reisebloggerin ja  quasi gezwungen mich durchs gesamte Sortiment zu probieren, um euch dann mitteilen zu können, was lecker ist und ihr probieren solltet. ;-)


Die nächsten Tage und Wochen erwarten euch hier also immer mal wieder spannende Krems-Tipps. Ich möchte euch das Wein-gut Hutter näher vorstellen, in dem ihr nicht nur – mit tollem Blick über Krems – supergut Essen, sondern auch übernachten könnt. Über die Auszeit.am.Fluss wird es ebenfalls einen Bericht geben und auch die Genussstadtführung und die Kunstmeile Krems sollen nicht unerwähnt bleiben. Sobald meine lieben Kollegen Berichte über die Reise online gestellt haben, werde ich euch natürlich auch noch deren Eindrücke verlinken.   

1 Kommentare:

Interview: Mit Wölfen kuscheln? Meine Zeit in den USA!

Dienstag, August 25, 2015 Chamy 4 Comments

Ich glaube eine Auswanderung in die USA ist für viele ein Traum. Anna hat sich diesen Wunsch 2007 erfüllt und ist mit ihrem Ehemann – zumindest für ein paar Jahre – nach Amerika ausgewandert, arbeitete in einer Auffangstation für exotische Tiere und lernte den amerikanischen Lebensstil zu schätzen. Mittlerweile ist sie zurück in Deutschland und hat eine kleine Tochter, eine erneute Auswanderung ist allerdings nicht ausgeschlossen…


Liebe Anna, schön, dass du dir Zeit für dieses Gespräch genommen hast. Mast du dich kurz meinen Lesern vorstellen?

Hallo liebe Leser, ich bin Anna, Ende 20, Mutter, Ehefrau und Bloggerin. Seit 2012 führe ich meinen Blog The Anna Diaries. Angefangen hat alles damit, dass viele Freunde wissen wollten, wie meine Zeit in Amerika so war. Auch wenn das heute weniger das Thema auf dem Blog ist.

Du bist 2007 mit deinem Ehemann, einen Amerikaner, in die USA ausgewandert. War dies eine spontane Aktion, oder ein lang überlegter Schritt?

Das war relativ spontan. Zu 100% spontan geht es gar nicht, weil man sich wirklich um einige Sachen kümmern muss, aber wir haben nur ca 5 Monate zur Vorbereitung gebraucht. Es lief einfach darauf hinaus, dass die Zeit meines Mannes in der US Army bald vorbei sein würde und somit musste er ja wieder zurück in die USA. Da habe ich dann einfach mal alles über Bord geworfen und bin mit gegangen.


Wie waren die bürokratischen Hürden? Ist es wirklich so mühsam wie man es sich vorstellt?

Für uns war das alles relativ einfach. Man muss bedenken, dass mein Mann im Militär war und wir somit kompetente Hilfe von allen Seiten hatten. Hinzu kam, dass er selber Amerikaner war und ich eigentlich nur ein Heiratsvisum brauchte. Das K-1 für alle diejenigen, die auch einen Amerikaner heiraten wollen. Das lief auch alles sehr schnell ab, da wir es direkt über die Army beantragen konnten. Danach kamen dann hohen Green Card Kosten auf uns zu. $1600 war das und wirklich viel Papierkram. Von Deutschland aus ist das übrigens billiger, sobald man 7 Jahre verheiratet ist. Ab 7 Jahre Ehe mit einem Amerikaner kann man automatisch die Green Card beantragen, egal ob man in Deutschland oder in Amerika wohnt. Ich denke ich hatte da einfach Glück mit der Army, der Tatsache, dass ich einen Amerikaner geheiratet habe etc. Wenn man so eine Green Card haben will ist das um einiges komplizierter.


Was haben deine Familie und Freunde gesagt, als du ihnen den Entschluss zur Auswanderung mitgeteilt hast? Die USA ist ja nicht gerade "ums Eck" und mal eben schnell seine beste Freundin zum Geburtstag besuchen ist wohl auch eher schwierig? Wie habt ihr das gemanaged?

Meine Freunde haben mich für verrückt erklärt! Immerhin ging es einmal um die halbe Welt. Meine Mutter hat es am Anfang auch nicht verstanden und war enttäuscht, dass sie nicht bei der Hochzeit dabei sein konnte. Familie und Freunde habe ich 3 Jahre lang nicht gesehen. Meine Mutter hat uns besucht als unsere Tochter auf die Welt kam und ein Jahr später kam eine gute Freundin von mir als Geburtstagsüberraschung zu uns nach Chicago. Aber ich habe schon viel verpasst. Die Hochzeit meiner damaligen besten Freundin, Geburtstage, Weihnachtsfeiern mit der Familie. All das hat irgendwann wirklich aufs Gemüt geschlagen, so glücklich in Amerika ich auch war.

Was hat dich an deiner neuen Heimat fasziniert? Gab es große Unterschiede zu Deutschland?

Amerika ist eben das Land der Freiheit. Wir haben lange Zeit mitten im Nirgendwo gewohnt und man konnte einfach ins Auto stiegen und tagelange Reisen durch Amerika machen. Der größte Unterschied war definitiv die Weite. Selbst zum Einkaufen mussten wir gut 20 Minuten Autofahren, wenn es hier auch zu Fuß geht. Man braucht wirklich ein Auto in Amerika um überhaupt überleben zu können. Natürlich gibt es auch 24 Stunden Öffnungszeiten bei Supermärkten und gewisse Medikamente sind einfach so an der Kasse zu kaufen. Das ist sicher die größte Umstellung gewesen. Ach und Klimaanlagen! Jeder noch so kleine Laden hat im Sommer seine Klimaanlage an! Da kann man schon mal ungewollt krank werden.


Wie ich gesehen habe, hast du in einer Auffangstation für misshandelte exotische Tiere ehrenamtlich gearbeitet. Wie bist du zu diesem Job gekommen und was hat sich daran fasziniert?

In Amerika ist das Arbeiten wesentlich leichter als hier. Man braucht keine Ausbildung um einen guten Job zu bekommen. Damals haben die Besitzer der Station neue Helfer gesucht und ich bin spontan Samstags mal hin gefahren und wurde sofort eingearbeitet. Morgens kümmerte man sich um die verschiedenen Tiere. Affen und Vögel bekamen Futter, das Fleisch für die Raubkatzen wurde zerkleinert und dann verfüttert. An den Wochenenden standen Nachmittags Touren mit Besuchern an, wo jedes Tier genau vorgestellt wurde und die Lebensbedingungen vor uns erklärt wurden. Da kam es schon mal vor, dass die Leute kopfschüttelnd vor einem Käfig standen, weil der Tiger da drin mitten in der Großstadt in einer kleinen Wohnung aufgewachsen ist. Unvorstellbar hier in Deutschland, aber leider vollkommen normal in Amerika. Durch diesen Job habe ich eine wirklich gute Ausbildung genossen und die zwei Jahre haben unheimlich viel Spaß gemacht. Direkt am ersten Tag wurde ich in das Wolfsgehege geschickt und durfte kuscheln und auch die Pumas wurden mir Haut zu Fell vorgestellt.

Rückblickend: Wie würdest du deine Zeit in Amerika beschreiben?

Es war eine wunderbare Zeit, die ich heute noch sehr vermisse. Ich denke gerne an die Zeit zurück und die Erfahrungen die ich dort gemacht habe. Wenige Leute werden verstehen, wie es sich anfühlt in ein völlig fremdes Land, am anderen Ende der Welt zu ziehen, weil es sich viele einfach nicht trauen oder sich nicht leisten können. Ich wünsche wirklich jedem zumindest ein Jahr irgendwo anders auf der Welt. Es verändert die Art und Weise wie man auf das Leben schaut und wie man es lebt.
Besonders größere Städte wie Chicago, wo wir auch ein Jahr gelebt haben sind absolut faszinierend. Solche großen Städte kennen wir hier in Deutschland ja kaum. Skyscrapers, amerikanische Geschichte wie das Hard Rock Cafe oder Gino's East Pizza. Dazu der wunderbare Michigan Lake, der wirklich riesig ist und die Skyline von Chicago nur noch besser hervor hebt. Auch wenn Großstädte sehr Touristenbeladen sind, macht es Spaß dort zu wohnen.


Mittlerweile bist du ja wieder zurück in Deutschland und hast eine Tochter. Bereust du dieser Rückkehr? Was ist für die Zukunft geplant? 

Bereuen - nein. Nicht wirklich. Allerdings würde ich beide Länder doch ganz gerne verbinden. 24 Stunden einkaufen gehen können ist super praktisch. Medikamente fürs Kind haben, die es hier nicht gibt, wäre auch von Vorteil. Am meisten vermisse ich übrigens das Essen. Man denkt bei Amerika zwar meistens an Fast Food und ungesunde Sachen, aber so ist es nicht. Ich bin sogar so weit gegangen, dass ich die Rezepte zu Hause nach koche und auf meinem Blog vorstelle.
Für die Zukunft ist irgendwann eine Rückkehr geplant. Ich habe definitiv noch nicht genug von Amerika gesehen. Der Traum wäre irgendwo in New England zu leben. Rhode Island, Maine, Massachussets, Conneticut, mir ist das eigentlich ganz egal, aber die Gegend fasziniert mich und ich konnte sie bisher noch nicht genießen. Außerdem wäre es wunderschön, wenn wir mit einem großen Wohnmobil alle 49 Staaten bereisen könnten. Geht dort übrigens sehr einfach, weil Kinder von zu Hause aus unterrichtet werden können.

Wenn ihr nun mehr von Anna, ihren Reisen und ihren Leben lesen wollt, klickt unbedingt auf ihren Blog, oder probiert eines ihrer amerikanischen Rezepte, wie den Crunchwrap Surpreme aus. ;-)

4 Kommentare:

Eckernförde: Eichhörnchen-Schutzstation & UmweltInfoZentrum

Montag, August 24, 2015 Chamy 3 Comments

Heute gibt es einen kleinen "Geheimtipp" für all jene, die Eckernförde mal besuchen wollen, und nicht nur im touristischen Ortskern rumlaufen möchten. Als ich meiner Mama letzte Woche Eckernförde zeigen wollte, stießen wir auf einen Flyer mit dem Hinweis auf eine Eichhörnchen-Schutzstation. Natürlich war ich sofort Feuer und Flamme und wir beschlossen nach einem leckeren Mittagessen auf dem Kutter "Capella" und einem Strandspaziergang das Eichhörnchengehege zu suchen. Die Station befindet sich auf dem Gelände des UmweltInfoZentrums am Noorwanderweg und ist täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Blöderweise waren wir schon recht spät dran und haben zudem auch nicht auf Anhieb den richtigen Weg gefunden. Die Beschilderung ist für Touristen meiner Meinung nach wirklich eher doof gemacht und da auch niemand der befragten Einheimischen die Eichhörnchen-Schutzstation kannte, sind wir also erstmal fröhlich rumgeirrt.


Kurz vor 16 Uhr waren wir dann endlich dort und konnten nur noch einen ganz kurzen Blick auf die Tiere werfen. Aber besser kurz als gar nicht… Die Schutzstation im UIZ bietet gehandicapten, nicht auswilderungsfähigen Eichhörnchen die Möglichkeit, ihr Leben in einem naturnahen, aber geschützten Lebensraum artgerecht zu verbringen. Dort werden Eichhörnchen mit angeborenen oder erworbenen Behinderungen in einem 500 m³ großen Gehege mit hervorragende Bedingungen "betreut". Der Eintritt zu dem Gehege ist frei, jedoch würden sich die Eichhörnchen sehr über eine Futter- oder Geldspende freuen. ;-)


Nach dem doch recht kurzen Besuch in der Eichhörnchen-Schutzstation ging es ins angrenzende UmweltInfoZentrum, wo wir ebenfalls die einzigen Besucher waren. Zwischen Kleingärten, Naturschutzflächen und dem Windebyer Noor befinden sich auf 10.000 m² naturnahe Gärten. Die Gartenanlage bietet Nist-, Unterschlupf- und Brutmöglichkeiten für Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Neben Streuobstwiesen, Feuchtwiesen, Teiche und Weidengebüsche befindet sich auch mein persönliches Highlight, der Fühlpfad! Ohne Schuhe bin ich also den Weg über Steine, unterschiedliches Holz, Moor & Co. gelaufen, was wirklich Spaß gemacht hat und war etwas traurig, als der Pfad zu Ende war.


Da es dann schon recht spät war und wir mit dem Zug noch nach Hamburg zurück mussten, ging's nach dem UIZ direkt zurück zum Bahnhof. Hätten wir noch mehr Zeit gehabt, hätte ich gerne noch einen Spaziergang auf dem angrenzenden Naturlehrpfad Noor-Wanderweg gemacht… Aber irgendwann komme ich sicher wieder und aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. ;-)

3 Kommentare:

Istanbul: Cisterna Basilika oder auch der Versunkener Palast

Samstag, August 22, 2015 Chamy 3 Comments

Was macht man, wenn man zwischen dem Topkapi-Palast, der Hagia Sophia und der Blauen Moschee "rumirrt" und noch Zeit hat? Richtig! Man besucht am besten die Cisterna Basilika, oft auch der Versunkener Palast genannt. Die 138 Meter lange und 65 Meter breite unterirdische Zisterne wurde in der Spätantike als Wasserspeicher für den Großen Palast angelegt. Heute ist die Zisterne eine beliebte Sehenswürdigkeit und mit rund 4 Euro Eintritt auch wirklich erschwinglich. Über schmale Holzstege kann man durch einen Teil der Anlage spazieren, während leise klassische Musik aus den Lautsprechern ertönt und dezentes Licht die hohen Säulen und das etwa 40 cm tiefe Wasser beleuchtet. Im hinteren Bereich der Cisterna Basilica befindet sich zwei am Kopf stehende Medusenköpfe, die angeblich böse Geister abwehren sollen. Obwohl man wohl max. 15-20 Minuten in der Unterwelt verbringt, finde ich, dass sich ein Besuch in dem der Versunkener Palast eindeutig auszahlt. Auf Fotos ist es leider schwierig die mystisch-magische Stimmung einzufangen, weswegen ihr am besten selbst einen Blick in die Zisternen werft, wenn ihr mal in Istanbul seid!



Alemdar Mh.
Yerebatan Cd. 1/3
34410 Fatih/İstanbul
Öffnungszeiten: täglich von 9:00 -17:30 

3 Kommentare:

Wien: Die besten veganen Eissalons!

Donnerstag, August 20, 2015 Chamy 3 Comments

Zugegeben, das Wetter hat in den letzten Tagen – zum Glück! – etwas abgekühlt und kratzt nicht mehr an der 40-Grad-Marke, trotzdem ist die Eis-Zeit für mich noch lange nicht beendet. Gerade wenn es nicht wüstenartige Temperaturen hat, mag ich es eigentlich noch lieber mir ein Schleckeis zu gönnen. Das Eis bleibt dann nämlich wirklich an Ort und Stelle und rinnt nicht innerhalb Sekunden klebrigsüß meine Finger entlang. Da ich euch vor Kurzem ja schon meine liebsten Eissalons in der Wiener Innenstadt vorgestellt habe, folgt heute Teil 2 mit veganen Läden.


Veganista

Soweit ich weiß war/ist Veganista der erste rein vegane Eissalon Österreichs. Die Schwestern Susanna und Cecilia eröffneten im Mai 2013 ihren ersten Salon, mittlerweile hat auch schon ein zweiter Eisladen eröffnet. Eine Kugel Eis liegt bei 1,60 Euro, was zwar kein Schnäppchen ist, aber bei den regionalen Zutaten noch im Rahmen liegt. Bei Veganista gibt es täglich 18 verschiedene Sorten zur Auswahl und es gibt auch immer einige Sorten, die nur limitiert produziert werden. Wenn zum Beispiel Feigensaison ist, dann gibt es nur in dieser Zeit Feigeneis. Neben den Standardsorten Vanille, Schokolade, Haselnuss,... gibt es auch ausgefallene Sorten wie etwa Basilikum, Orange-Saffran-Olive, Erdbeer-Agave und und und… Da der Eissalon leider nicht auf meinem Arbeitsweg liegt und ich doch ein Zeitchen hinbrauche, konnte ich leider noch nicht so viel durchprobieren. Meine derzeitigen Favoriten sind aber auf alle Fälle Mohn, Cookies und Pfirsich.

Neustiftgasse 23/3
1070 Wien
Öffnungszeiten: täglich von 12-22 Uhr

Margaretenstrasse 51
1050 Wien
Öffnungszeiten: täglich von 12-22 Uhr


Freiraum Deli

Das Freiraum Deli ist ein "alter Bekannter" von mir, da ich – als mein Ex-Freund noch auf der Mariahilferstraße gewohnt hat – wirklich oft Essen dort war. Eis gab's damals leider noch keines und ich bin daher erst vor Kurzem über das "Eis am Stiel" gestolpert. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hier nicht um übliches Eis in der Tüte, sondern eben Schleckeis mit einem Holzstäbchen. Auch hier ist das Eis 100% natürlich und vegan und es werden täglich sechs bis acht unterschiedliche Sorten angeboten. Unter anderem gibt es: Erdbeer-Basilikum-Agave, Limette-Kokos, Hagebutte-Rhabarber, Ringlotte-Himbeer, Marille-Orange, Avocado und und und... Bis jetzt habe ich erst Walnuss-Joghurt und Erdbeer-Mojito probiert, die ich beide ganz lecker fand!

Mariahilferstraße 117
1060 Wien
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 8-21 Uhr


Eis-Greissler

Der Eis-Greissler ist wohl allen bekannt und sicher kein "Geheim-Tipp" mehr, trotzdem möchte ich den Eissalon natürlich erwähnen. Seit rund 4 Jahren gibt es nun den Eis-Greissler schon auf der Rotenturmstrasse, der sich – glaubt man den Menschenmassen, die fast zu jeder Tageszeit davor stehen – größter Beliebtheit erfreut. Mittlerweile gibt es noch eine weiter Filiale in Wien und auch eine in Graz. Außerdem bekommt man das beliebte Greissler-Eis auch in unzähligen anderen Läden angeboten. Selbst bei uns in der Ortschaft gibt es ein Restaurant und einen Bäcker, die das Eis vertreiben. So hatte ich natürlich auch schon die Möglichkeit fast alle Sorten durchzuprobieren und festzustellen, dass mir hier wirklich alles schmeckt. Seien es die fruchtigen Sorten wie Marille, Birne (das finde ich besonders lecker!), Ribisel, Topfen-Erdbeer oder aber auch die cremig-süßen Sorten wie Walnuss, Edelbitterschokolade, Butterkeks oder Alpenkaramell.

Rotenturmstraße 14
1010 Wien
Öffnungszeiten: täglich von 11-23 Uhr
Mariahilfer Straße 33

1060 Wien

Öffnungszeiten: täglich von 11-23 Uhr



Vidoni

Last but not least möchte ich euch auch noch Vidoni ans Herz legen! Hier ist das Eis nicht nur vegan, sondern es wird auch auf Menschen mit Unverträglichkeiten Rücksicht genommen. So werden die rein pflanzlichen Sorten statt mit Sojamilch mit Bio-Hafer,- Reis-, Mandel- oder Kokosmilch hergestellt. Im Gegensatz zu den anderen oben genannten Eissalons gibt es bei Vidoni nicht nur Schleckeis zum Mitnehmen, sondern man kann sich auch gemütlich mit einem Eisbecher in den Schanigarten vor den Salon setzen. Wer Durst hat kann neben Kaffee auch auf hausgemachten Eistee oder Smoothie zurückgreifen. Auch bei Vidoni gibt es neben den klassischen Schoko-, Erdbeer-, Vanillesorten richtig ausgefallene Kombinationen wie Cookies - Vanille, Himbeer - Veilchen, Irish Coffee, Piemonteser Haselnusscreme oder Very Cherry.
Besonderer Clou: Über den Webshop kann man im 1. und 3. Bezirk sein Eis bestellen, welches einem dann so schnell wie möglich mit dem Rad – z.B. ins Büro – geliefert wird. Eis Eisbecher mit 3 Sorten kostet übrigens 3,60 Euro.

Landstraßer Hauptstraße 2c
1030 Wien
Öffnungszeiten: täglich von 10:30-20 Uhr (bei Schönwetter bis 24 Uhr)
(C) Fotos: Pressefotos der jeweiligen Eissalons

3 Kommentare: