New York: The city that never sleeps

Freitag, Juli 03, 2015 CHAMY Lifestyleblog 0 Comments


Mehrfach bin ich gefragt worden, ob ich nicht ein bisschen mehr von meinen USA-Urlauben erzählen könnten. Ganz zu Anfang, in meinem ersten Beitrag habe ich euch ja erzählt, dass die USA mein liebstes Reiseland sind. Und wenn ich eine bestimmte Stadt nennen müsste, dann wäre es sicherlich und mit Abstand New York City. Bereits 4 mal habe ich den Big Apple besucht, immer im Winter / Frühjahr und fast immer mit viel Schnee, Eis und tiefsten Temperaturen. Warum grade dann? Weil es dann vergleichsweise günstig ist und so viel mehr Geld für das Shoppen übrig bleibt. :-)
In diesem Beitrag möchte ich euch nun ein paar meiner Bilder aus dieser wundervollen Stadt zeigen und meine Lieblingsorte nennen. Vielleicht plant jemand von euch auch grade eine Reise nach NY und kann ein paar Tipps gebrauchen. Ansonsten lehnt euch zurück und träumt doch einfach von der Stadt, die niemals schläft!

Meine Lieblingsplätze:

  
Am Abend - Times Square, was sonst? Die bunten Leuchtreklamen, der Verkehr, die vielen Menschen, all diese Geräusche. Kaum ein Ort ist Symbolträchtiger für NY als dieser Platz, an dem zu jeder Uhrzeit etwas los ist und der scheinbar niemals schläft. Man braucht schon einige Zeit um wirklich zu begreifen, was einem hier alles geboten wird und trotzdem fühle ich mich erst dann richtig angekommen, wenn ich am TS stehe. Es gibt hier die Mega-Stores von Forever21, TysRUs und anderen, Straßenhändler, ein Überangebot an Souvenirshops und Restaurants, Banken, Hotels, mehrere Subway-Linien kreuzen hier und natürlich hat MTV sein bekanntestes Studio hier. Bei meinem ersten Besuch bin ich von der Masse an Eindrücken fast erschlagen worden, aber mittlerweile liebe ich das bunte Treiben.


Central Park, egal zu welcher Jahreszeit - Ob die grünen Wiesen in Sommer, zugefrorene Seen im Winter, bunte Blätter im Herbst – die grüne Lunge von Manhattan lässt fast vergessen, welches Chaos in den Straßen um den CP herum herrscht. Es ist friedlich hier, ruhig und weitläufig, so dass man Stunden hier verbringen kann. Für Groß und Klein wird hier viel geboten, so z.B. die Bronzefiguren aus „Alice im Wunderland“, der  Zoo, 8 Seen (unglaublich, oder?!), das Belvedere Castle und noch so vieles mehr. Gesäumt wird der Park von einigen der berühmtesten Museen, wie dem Metropolitan Museum und dem American Museum of Natural History. Ein Besuch des CP gehört für mich bei einem NY Urlaub einfach dazu, denn nirgendwo auf der Welt kann man so schnell von lauter Großstadt zu friedlichem Grün wechseln.


Greenwich Village - Kleine Häuser, nette Boutiquen, kleine Bistros. Dieses Viertel, in dem Stars wie Sarah Jessica Parker leben, hat kaum etwas von hektischer Großstadt, sondern viel mehr Gemütlichkeit. Hier findet sich die Magnolia Bakery mit den wohl bekanntesten Cupcakes von NY und auch die Fassade des Hauses, in dem Carrie Bradshaw angeblich wohnt. Einfach umherziehen und Atmosphäre atmen. Denn auch wenn man mitten in Manhattan ist, nur wenige Subwaystationen vom quirligen Times Square oder Chinatown entfernt, so ist man hier doch in einer anderen Welt. 


Zum erinnern - am Battery Park, ganz im Süden Manhattans, steht eine Kunstwerk, das total zerbeult ist - es stand einst in einem der Twin Towers des World Trade Centers und hat die Angriffe von 9/11 überstanden. Es erinnert für mich viel mehr als der eigentliche Ground Zero an diese schreckliche Tat, denn Ground Zero war Jahrelang nichts als eine große, sichtgeschützte Baustelle. Seit der Gedenkfeier in diesem Jahr ist ein Großteil des Geländes geöffnet, alles ist neu, sauber, schön. Aber für mich ist diese stille Skulptur im Battery Park näher dran an der Katastrophe, als die Gedenkstätte. Und auch die kleine Kirche St. Pauls, direkt am Ground Zero ist so ein Ort. In Sichtweite der Twin Tower hat sie an 9/11 bei deren Einsturz kaum etwas abbekommen, auch wenn andere Gebäude in der Umgebung durch die Explosion und den späteren Einsturz fast gänzlich zerstört wurden. Und weil das für viele fast an ein Wunder grenzt, wurde mittlerweile eine Art kleines Museum zu Ehren der Helfer dieses Tages eingerichtet. Ein sehr emotionaler, wenn gleich auch Hoffnung gebender Ort. 


Aussichtspunkt – die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers, das Top of the Rocks gehört für mich zu den schönsten Orten in Manhattan. Von hier aus sieht man das Empire State Building und die Südspitze Manhattans, sowie den Central Park zur anderen Seite. Die Sicht wird durch nichts eingeschränkt und wenn man nach oben schaut, sieht man nur den Himmel. Diese freie Sicht hat man in Manhattan selber kaum, dort hat man bei dem Blick nach oben immer Häuser im Weg. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, über den Dächern von NY zu stehen und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Besonders abends, wenn die Lichter von Manhattan funkeln, kann ich mir keinen schöneren Ort vorstellen.


Brooklyn Bridge Park - auf der Brooklyn Seite gelegen findet sich ein kleiner Park am Wasser mit wunderbarer Aussicht auf die Brooklyn Bridge und die Südspitze von Manhattan. Nicht sehr viele Touristen verirren sich hierher, auch wenn ich nicht verstehen kann, wieso. Die „Wand“ von Häuserfassaden, so hoch und so eng aneinander gebaut wirkt schon fast wie eine moderne Stadtmauer und das viele Glas glitzert in der Sonne. Die Brooklyn Bridge verbindet die verschiedenen Stadteile und zieht sich lang über die Bay. Ich empfehle von Manhattan aus über die Brooklyn Bridge zu laufen, denn das gehört einfach zum Sightseeing Programm dazu. Auf der Brooklyn-Seite angelangt, ist auch der Stadtteil Brooklyn selber sicher einen Besuch wert und wird immer wieder unterschätzt. 


kostenloses Sightseeing: Staten Island Ferry
Alle 20 Minuten fährt die Fähre nach Staten Island recht nah an der Freiheitsstatue vorbei und mit tollem Ausblick auf die Hochhäuser des Bankenviertels an der Südspitze Manhattans. Mein damals erster Blick auf die Freiheitstatue war sicher ein ernüchternder, denn ich hatte sie mir viel größer vorgestellt. Aber wenn ich überlege, wie viel Feinarbeit grade in der Mimik dieser Dame gelegen haben muss, dann beeindruckt mich das schon. Viel mehr als ein herausragendes Bauwerk ist es aber sicher die Bedeutung, die diese Statue so wertvoll macht – sie war das Erste, was viele Einwanderer von den USA sagen. Sie steht als Symbol der Freiheit, Geschenk der Franzosen an die USA und somit auch als Symbol der Völkerverständigung. Für die UNSECO, die sie 1984 in den Rang des Weltkulturerbes erhob, symbolisiert sie ein „masterpiece of the human spirit [… that] endures as a highly potent symbol—inspiring contemplation, debate and protest—of ideals such as liberty, peace, human rights, abolition of slavery, democracy and opportunity” (deutsch: „Meisterwerk des menschlichen Geistes […, das] ein dauerhaftes starkes Symbol für Ideale wie Freiheit, Frieden, Menschenrechte, Abschaffung der Sklaverei, Demokratie und Chancen ist und zum Nachdenken, zu Debatten und zum Protest anregt“).“ (Quelle Wikipedia)

Chinatown - Nirgendwo mehr kommt man sich selber so fremd vor, so weit weg von dem was wir gewohnt sind und von dem Amerika, das man zu kennen glaubt. Straßenschilder, Beschriftungen, Speisekarten – alles ist in chinesischen Schriftzeichen. Überall wuseln Menschen, es riecht wunderbar und der kurioseste Schnickschnack wird überall angeboten. NY ist wenig amerikanisch, trotzdem aber typisch für das Einwanderungsland USA. Viele verschiedene Nationen tummeln sich hier und alle haben von ihrer Kultur etwas mitgebracht. Und Chinatown sticht besonders hervor, von seiner Atmosphäre, seinen Menschen und seinen Farben. Nicht überall kommt man hier mit Englisch weiter, aber die Freundlichkeit der Menschen ist herausragend. Wer Chinatown nicht gesehen hat, der hat einen der wichtigsten Teile New Yorks verpasst.

Wenn ich Fotos von meinen Reisen ansehe, erinnere ich mich, wie NY klingt. Es ist laut, immer wieder sind Sirenen zu hören, Menschen sprechen, Musik dröhnt aus den Läden, der Verkehr ist unaufhörlich und über Abluftschächte kann man die Subway hören. Die Stadt hat einfach ein ganz anderes Tempo und bei meinem ersten Besuch fiel es mir schwer, mit diesem Tempo mitzuhalten. Mittlerweile freue ich mich darauf, lasse mich immer wieder treiben um neue Orte zu entdecken. Denn NY kennt man nie ganz!

Habt ihr eine Lieblingsstadt, in die ihr immer wieder reisen könntet?

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