Ägypten: Jeep-Safari im Land der unberührten Wüste


Das Land Ägypten, mit seiner unberührten Wüste, am kristallklaren rotem Meer, ein besonderes Reiseziel für mich. Heute berichte ich euch über eine abenteuerliche Jeep- und Quadtour mitten in der Wüste Ägyptens.


Vormittags holte uns vom Hotel ein 10- Sitzer-Jeep ab. Auch mit dabei waren 5 ägyptische Reisebegleiter, ein gut geschulter, aber etwas verrückter (siehe Fotos) 🙂 Kameramann des Reiseveranstalters, und wir.

Kameramann
Kameramann am Dach
Kameramann am Dach
Kameramann am Dach
Nach einer halbstündigen, sehr rasanten Jeep-Fahrt, erreichten wir den Stützpunkt der „Quadsafari-Falco“ mitten in der Wüste. Ich bezweifle, dass irgendeinen Zusammenhang mit dem Sänger besteht. 🙂 Vielleicht stammt der Name vom lateinischen falco für das Tier Falke.

Falco-Safari
Falco-Safari
Dort angekommen suchten wir uns alle ein Quad aus und los ging die Tour. 🙂

Wüsten-Quads

Wüsten-Quads

Nach einer einstündigen Quadfahrt durch die trockene, ägyptische Wüste kamen wir zurück und fuhren ca. 20 Minuten mit dem Jeep, wohlgemerkt IN DER HÜGELIGSTEN WÜSTE ÜBER STOCK UND STEIN, zu einem Beduinendorf.

Mitten in der Wüste

Mitten in der Wüste

ehemalige Wüstentoilette
ehemalige Wüstentoilette
Am Beduinendorf angekommen, begrüßten uns die Dorfbewohner freundlich mit heimischen Tee und uns wurden die ortsübliche Kultur und die Bräuche erklärt.

herzliche Begrüßung des Scheichs mit heimischen Tee
herzliche Begrüßung des Scheichs mit heimischen Tee
Das Oberhaupt eines Beduienendorf wird „Scheich“ genannt. Wie bei uns ein Bürgermeister, sagte man.  *Naja nicht ganz* Ein sogenannter Scheich ist der alleinige im Dorf, der schreiben, lesen oder rechnen kann. Er besorgt außerdem alle notwendigen Lebensmittel vom Nachbarort und verteilt sie an alle Dorfbewohner. Dazu übernimmt er noch die Rolle des Streitschlichters, Aufpassers und stärkt somit den Zusammenhalt für alle im Dorf.Ca. 80-100 Beduien leben hier in Stroh- und Lehmhütten. Alle helfen mit, auch die schwächsten oder kleinsten Bewohner.

Beduinendorf


Beduinendorf

Supermarkt in der Wüste
Supermarkt in der Wüste
Der einzige, selbst gegrabene Brunnen versorgt das Beduinendorf nur mit salzigem Wasser, das trotzdem für alles verwendet wird. Auch zum Trinken, Kochen und Waschen. Am Bild könnt ihr sehen. wie der Reiseleiter gerade versucht Wasser zu schöpfen. Gar nicht so leicht, denn der Brunnen ist ca. 50 Meter tief. 🙂

Nach dem interessanten Rundgang im Dorf, durften wir auf den Kamelen reiten.  Das war ein einmaliges Erlebnis, welches ich niemals vergessen werde.

Ein unvergessliches Erlebnis


Doch die beste Überraschung war, als der Reiseveranstalter wie aus dem Nichts mit warmen Speisen, Getränken, Obst und Nachtisch vor uns stand.

Mittagessen in der Wüste

Nach der eindrucksvollen Tour gingen wir auf einen „Sand- und Steinberg“ um einen wundervollen Sonnenuntergang in der Wüste zu beobachten. Doch es ist bei einer schönen, kleinen Wanderung mit 360° Ausblick geblieben.
Denn keine Sonne – kein Sonnenuntergang :)

Grüße aus der Wüste
Wüstenwanderung
Wüstenwanderung

360 ͒ Ausblick
On top of the world
On top of the world
Zum Schluss kann ich euch diesen spannenden Trip in die Wüste Ägyptens wirklich empfehlen. Die Sicherheitslage in Ägypten ist unbedenklich. Die Bewohner des Beduiendorfs sind sehr nett und gastfreundlich, die Kamele wirklich besondere Tiere und die Steinwüste einfach beeindruckend.

Eure Simone



Über mich:
prettylittlesummmerDarf ich mich vorstellen? Ich bin Simone, 20 Jahre alt und eine echte Travelista. Ich liebe es zu reisen, neue Städte, fremde Kulturen und Sprachen kennenzulernen. Als Ausgleich zum Bürositzen gehe ich gerne laufen oder ins Fitnessstudio. Außerdem gehören auch bloggen, Drinks mixen und neue Rezepte zu testen zu meinen Hobbys. Auf meinem Blog prettylittlesummer findet ihr alles rund ums Thema Reisen in Österreich und auf der ganzen Welt, Lifestyle und Rezepte.

Tschechien: Abtauchen in die Pilsner Unterwelt & Bestaunen des Loos-Interieurs

Mein diesjähriger Mutter-Tochter-Städtetrip führte mich nach Tschechien, was zweierlei Gründe hatte: Einerseits hatte ich keine Lust auf großartiges Rumgefliege in der Weltgeschichte, andererseits liegt das Gute oft doch so nah. Von Wien aus erreicht man die tschechische Grenze nämlich in 1-2 Autostunden, weshalb wir uns in den letzten Jahren auch schon Český Krumlovv und Schloss Lysice bei Tagesausflügen angesehen haben. Diesmal stand aber eine kleine Rundreise von Pilsen, nach Prag und als letzter Stopp Theresienstadt an.


Pilsen - Europäische Kulturhauptstadt 2015

Kaum eine Stadt hat so eine einzigartige Lage wie Pilsen. Es erstreckt sich an dem Zusammenfluss von vier Flüssen inmitten des Pilsner Beckens. In der Region sind zahlreiche Denkmäler erhalten geblieben, vor allem prachtvolle barocke Klöster und Schlösser, dank denen die Pilsner Region eine „Perle des Barocks“ genannt wird. Da wir nur einen Tag für die westböhmische Stadt hatten, haben wir uns aber aufs Stadtzentrum beschränkt. Hungrig nach der langen Autofahrt mit den vielen Staus und Baustellen marschierten wir zielstrebig zum farbenfrohen und wirklich großflächigen Hauptplatz, dem Platz der Republik. Dort dominiert die wunderschöne St.-Bartholomäus-Kathedrale mit dem höchsten Kirchturm in der Tschechischen Republik, eingegrenzt dreier goldener moderner Springbrunnen, welche die heraldischen Figuren des Pilsner Wappens darstellen: Einen Engel, ein Kamel und eine Windhündin. In einer Seitengasse fanden wir dann ein nettes Lokal, wo es erstmal eine Stärkung gab, ehe wir uns auf den Weg zur abendlichen Entdeckungstour machten. Entlang der alten Stadtmauer kamen wir unter anderem an der Großen Synagoge vorbei, die hinter Budapest die zweitgrößte Europas und die drittgrößte der Welt ist und schlenderten den Parkanlagenring entlang, welcher sich wunderbar für einen angenehmen Spaziergang eignet, da es nicht nur ausreichend Sitzgelegenheiten gibt, sondern auch viele Cafés und Restaurants angrenzen.


Hoch oben auf der St.-Bartholomäus-Kathedrale

Der erste Sightseeing-Stopp am nächsten Morgen war wieder der Hauptplatz mit seiner imposanten Kirche, welche auch das Wahrzeichen Pilsens ist. Der Dom ist ein nationales Kulturdenkmal, genauso wie die Statue auf dem Hauptaltar, die berühmte „Pilsner Madonna“. Auch wenn ich nicht die Sportlichste bin, war klar, dass ich die Aussichtplattform besuchen möchte. Die Kathedrale rühmt sich nämlich mit dem höchsten Kirchturm (102,6 m) der Tschechischen Republik, von dessen Plattform man die komplette Stadt und ihre Umgebung bewundern kann. So quälten wir uns also die 301 Stufen bis zur Spitze und konnten danach einen wirklich grandiosen Ausblick genießen.


Adolf Loos und seine Interieurs

Wieder unten angekommen standen die von Loos designten Wohnungen auf unserem Sightseeing-Plan. Der weltbekannte Architekt Adolf Loos wirkte in Pilsen insgesamt in zwei Perioden Ende der 1920er Jahre, wo er hauptsächlich Unternehmerfamilien aus den Kreisen der Pilsner Juden als Klientel hatte. Loos' Arbeiten waren für seine Zeit sehr modern und zeitlos. Man kann sagen, dass er mit seinen Entwürfen seiner Zeit voraus war. Für sein Werk sind die Verwendung hochwertiger natürlicher Materialien und maximale Wertlegung auf durchdachte Funktionen typisch. Leider ist dem Krieg geschuldet, dass die meisten der Wohnungen heute nicht mehr erhalten sind. Den jüdischen Wohnungseigentümern ging es einige Jahre nach der Fertigstellung ihrer Lebensräume nur noch um Flucht und das nackte Überleben. So kam es, dass einige der schön designten Wohnungen in Ämter umgewandelt, andere wiederum durch spätere Mieter verwüstet oder umgebaut wurden. Heute werden dem Architekten in Pilsen ungefähr 13 Realisierungen zugerechnet, wovon 8 erhalten blieben. Zur Zeit stehen der Öffentlichkeit drei Wohnungen für Besichtigungen zur Verfügung: Die Wohnung des Ehepaar Kraus, die Wohnung von Dr. Vogl, das Brummel-Haus und normalerweise auch die Semmler-Residenz, die aber zur Zeit wegen Renovierung bis auf weiteres geschlossen ist. Wir entschieden uns die Wohnung von Vilém und Gertruds Kraus in der Bendova Straße 10 und die Wohnung des Arztes Josef Vogl in der Klatovská Straße 12 zu besuchen. Erstere soll eine der schönsten Loos’schen Inneneinrichtungen die Pilsen zu bieten hat sein. Der wertvollste Teil ist der mit dem Esszimmer verbundene Salon mit Kamin. Die sich gegenüberliegenden Spielgelwände rufen einen Effekt unendlichen Raums hervor. Auch das Schlafzimmer ist wirklich interessant ausgestattet mit den komfortablen Einbauschränken und Geheimverstecken. Leider ereilte die Familie jüdischen Ursprungs ein bewegendes Schicksal. Dem Vater gelang es sich vor Kriegsbeginn im Jahr 1939 rechtzeitig nach England abzusetzen, seiner Frau und seinen zwei Kinder war dies leider nicht möglich. Sie wurden am 18. Januar 1942 nach Theresienstadt transportiert, dann weiter ins Ghetto Zamość in Ostpolen. Danach wurden sie wahrscheinlich in einem Vernichtungslager in Polen – Belżec oder Sobibor – ermordet. Die zweite Wohnung, die wir besichtigten, war die des Arztes Josef Vogl. Auch hier ging einiges während der nationalsozialistischen Besetzung verloren, sodass in der ursprünglichen Wohnung von Doktor Vogl nur mehr zwei Zimmer erhalten geblieben: Der Salon mit Esszimmer und Einbaumöbeln und das Esszimmer.


Historische Keller - Die Stadt unter der Stadt

Unser letzter Stopp in Pilsen führte uns in die historische Unterwelt der Stadt! Denn auf fast 20 Kilometern erstrecken sich die acht Grad kühlen Keller und Gewölbe, die ab dem 14. Jahrhundert unter dem Stadtzentrum gebaut wurde. Etwa 800 Meter des Labyrinths aus Gängen, Kellern und Brunnen können heute im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Der Ausgangspunkt der etwa einstündigen Tour ist das Brauereimuseum, von dem man aus in das historischen Kellersystem geleitet wird. Das ausgeklügelte Labyrinth erstreckt sich auf 3 Etagen und wurde von den damaligen Einwohnern zum Zweck der Lebensmittel- und Bierlagerung, sowie als Schutz vor Angriffen errichtet. Das System der Gänge hatten zudem geheime Boten während der Belagerung der Stadt genutzt. Dank der ausgestellten Gegenstände, die vor allem in den hiesigen Brunnen gefunden wurden, bekommt man einen guten Einblick in das alltägliche Leben des Mittelalters und welche Rolle der Untergrund in der Zeit der Belagerung gespielt hat. Nach knapp einer Stunde endet die Führung durch die unterirdischen Gänge und Kelleranlagen von Pilsen am historischen Wasserturm, den die Pilsner im 16. Jahrhundert erbauten. Das historische Wasserwerk ist eines der bedeutendsten technischen Denkmäler und das am besten erhaltene Objekt seiner Art in Böhmen. Zu besichtigen sind Teile der Pumpenanlage aus dem Jahr 1847, die Kammern für die Wassersäulen, die Stollen für die Wasserzufuhr und eine Nachbildung des Wasserrades, das die Pumpe antrieb.

Island: Die Insel aus Feuer und Eis - lustige Fakten & Tipps für einen unvergesslichen Urlaub

Fast ein Jahr ist es nun schon her, dass ich für etwas mehr als eine Woche die Vulkaninsel beehrte. Ihr wisst: So richtig hat mich der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas ja nicht überzeugt, weshalb ein Teil meiner Fotos und gesammelter Infos noch immer friedlich auf der Festplatte schlummern. Zeit also diese endlich weiter aufzuarbeiten! Deswegen möchte ich heute die 10 lustigsten Facts über die Vulkaninsel und ein paar meiner Island-Tipps verraten.



10 kuriose Fakten über Island!

Kein McDonald’s oder Burger King für Isländer

Beginnen wir mit der Tatsache, die mich am meisten getroffen hat: Die armen Isländer haben weder einen McDonald’s noch einen Burger King. Für mich als Fast-Food-Junkie nahezu unvorstellbar. Bis 2008 gab es allerdings beide Läden auf der Insel, jedoch wurden 2008 die Fast-Food-Ketten aus Kostengründen geschlossen. Es war schlicht und einfach zu teuer, alle Waren von Gemüse bis Verpackung auf die Insel zu importieren.

Mehr Schafe und Papageitaucher als Einwohner

Ja auf Island leben tatsächlich mehr Schafe (ca. 460.000) und Papageitaucher (ca. 4 Millionen) als Einwohner (ca. 330.000).

Islendinga, die Anti-Inzucht-App

Was es nicht alles gibt! „Islendinga“ heißt die App, die dafür sorgt, dass es keine bösen Überraschungen bei einem Date gibt. Dadurch, dass Island nur so wenige Einwohner, kann es nämlich schon mal vorkommen, dass man sonst unabsichtlich mit einem entfernten Cousin beim Blind Date landet.

Island hat ein Penis-Museum

Du weißt nicht, was du dir in Reykjavik noch anschauen kannst? Wie wäre es also mit dem einzigartigen Phallusmuseum? Das Museum hat sich nämlich  vorgenommen, ein Penis-Exemplar eines jeden in Island vorkommenden Säugetiers auszustellen. So findet man hier also alles vom Wal- bis zum Maus-Penis.

Telefonbücher sind nach Vornamen sortiert

Und nicht wie bei uns üblich nach Nachnamen. In Island sind die Vornamen nämlich der wichtigere Teil des Namens. Als Nachnamen tragen die Isländer meist den Namen des Vaters mit der Endung -son (Sohn des ...) oder -dóttir (Tochter des ...). Übrigens: Selbst der Isländische Präsident steht im Telefonbuch.

Keine Schusswaffen, dafür einen Instagram-Account

Island hat eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt und gilt laut „Global Peace Index“ als das friedlichste Land der Erde. Daher trägt die isländische Polizei keinen Schusswaffen, sondern es genügt ihnen Gummiknüppel und Pfefferspray. Dafür betreiben die isländischen Polizisten einen offiziellen Instagram-Account, wo sie witzige Bilder aus dem Polizei-Alltag teilen.

Bier ist in Island erst seit 1989 legal

Zwar durften die Isländer schon seit 1934 Bier konsumieren, allerdings nur Hopfen-Getränke mit einem Alkoholgehalt unter 2,25 %. Erst seit 1. März 1989 ist auch stärkeres Bier in Island erlaubt und somit feiern die Isländer jedes Jahr am 1. März den Tag des Bieres.

Höchstens 12 Grad 

Jaja, ich mag's ja auch nicht sonderlich gern warm, aber auf Island ist es dann doch auch im Sommer recht frisch. Denn auf Island beträgt die durchschnittliche Maximal-Temperatur im August gerade mal 12,3 Grad.

Die Straßenplanung richtet sich nach den Elfen 

Die Isländer glauben scheinbar tatsächlich an Elfen. Zum Schutz dieser werden bis heute Straßen um Regionen herumgeleitet, in denen Elfen vermutet werden.

Ein Islandpferd ist eigentlich ein Pony!

Islandpferde sind eigentlich Ponys, aber die Isländer reagieren total gekränkt, wenn sie auf diese Tatsache hinweist. Das besondere an den Pfe…*äh* Ponys ist, dass sie zwei zusätzliche Gangarten – nämlich Tölt und Pass – beherrschen. Übrigens: Pferde, die in Island geboren wurden und einmal die Insel verlassen haben dürfen aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder nach Island eingeführt werden.

Na, habt ihr ein paar neue, lustige und interessante Fakten zu der Vulkaninsel erfahren? Islandpferde ist übrigens eine gute Überleitung zu meinem zweiten Thema in diesem Blogbeitrag, denn ich wollte euch auch noch ein paar Tipps zu Island mitgeben, was man unbedingt machen sollte.

3 Tipps für einen tollen Island-Urlaub


Auf dem Rücken der Pferde die Natur erleben

Der Hauptgrund meiner Islandreise war tatsächlich ein einwöchiger Reiturlaub, da ich schon als Kind davon geträumt hatte einmal mehrere Tage durch eine fremde Landschaft zu galoppieren. Denn wie heißt es so schön: "Das Glück der Erde liegt eben auf dem Rücken der Pferde!" Und in Island findet man ausreichend davon. Ich selbst habe eine Reitwoche bei einer isländisch-deutschen Familie auf deren Reiterhof Lýtingsstaðir im Norden Islands gebucht. Etwa 20km südlich des an der Ringstraße gelegenen Dorfes Varmahlíð, erstrecken sich in einem wunderschönen Tal die etwa 400 Hektar des Hofes. Hier leben Sveinn Guðmundsson, seine deutsche Frau Evelyn Ýr, sowie der gemeinsame Sohn Júlíus Guðni. Etwa 100 Pferde, ebenso viele Schafe, ein paar Hühner, eine Katze und drei Hunde gehören mit zum Hof und zur Familie. Besonders großen Luxus darf man natürlich nicht erwarten, aber der Hof ist wirklich super nett und familiär geführt. Neben vielen schönen Reittouren durch den tollen Fjord mit seinen Bergen und Tälern, gab es im Rahmen der Reitwoche auch noch einige geführte Ausflüge ins Umland. Wer also ein ebenso begeisterter Reiter ist, wie ich es bin, dem kann ich nur eine mehrtägige Reittour auf Island empfehlen. Aber auch Anfängern oder Leute die noch gar keine Reiterfahrung haben, kann ich es nur ans Herz legen, zumindest einen kleinen einstündigen Ritt auf der Insel zu wagen. Denn es gibt auf Island wirklich an fast jeder Ecke Reithöfe, die verschiedenste Touren und Ritte – abgestimmt auf das Können und die Bedürfnisse der Gäste – anbieten.


Einen Mietwagen nehmen!

Sollte ich Island je wieder einen Besuch abstatten, ist ein Mietauto definitiv Pflicht! In und um Reykjavik gibt es zwar auch ohne Mietwagen genug für einige Tage zu sehen, wenn man dann aber mehr von der Insel erkunden möchte, ist ein Auto aber eigentlich unumgänglich. Da bei mir Reiten im Vordergrund stand und ich auch nur ein paar Tagesausflüge rund um Reykjavik geplant hatte, habe ich mich für geführte Bustouren entschieden. Diese waren zwar ganz ok, jedoch ist man natürlich stark an einen vorgegebenen Zeitplan gebunden und wenig flexibel. Gerade bei der letzten Tour mit vollbesetzten Reisebus war es etwas mühsam und ich habe mich einige Mal geärgert, dass wir an bestimmten Hot Spots nur so wenig Zeit zum Verweilen hatten, an anderen dafür gefühlte Ewigkeiten verbrachten. Schon alleine deshalb würde ich beim nächsten Mal zu einer individuellen Island-Rundreise mit dem Mietwagen tendieren und nicht auf Bustouren setzten.


In einer heißen Quelle baden

Einmal in einem blubbernden warmen Schlammloch baden? Kann man auf Island machen. Da das Land direkt auf einem vulkanischen „Hot Spot“  liegt, gibt es hier natürlich jede Menge geothermische Aktivität.  Angefangen von der Blauen Lagune bis zu unbekannten natürlichen Quellen. Da ich nicht unbedingt eine Wasserratte bin, habe ich mich gegen eine Tour zu berühmten Blauen Lagune entschieden. Einerseits natürlich etwas schade, da sie auf Fotos einmalig aussieht, andererseits soll sie auch ziemlich überlaufen und auch überbewertet sein. Das Gute: Auf Island warten auch etliche andere heiße Quellen darauf entdeckt zu werden. Wirklich ausgeschildert sind zwar die wenigsten, aber wenn man im Internet etwas recherchiert, dann kann man schon über die ein oder andere Quelle stolpern. Ganz in der Nähe meines Reithofs gab es eben auch solch eine heiße Quellen und nach einem anstrengenden Ausritt machten wir Rast bei dem blubbernden Schlammloch. Ich muss sagen, ich war zuerst etwas irritiert, da es an dem Tag wirklich kalt war und wir in dicken Pullis rumliefen, aber wenn man sich erstmal überwunden hat seine Kleidung abzulegen und in das warme Wasser zu steigen, ist es wirklich herrlich. Lange haben wir es zwar nicht ausgehalten, da es dann stellenweise doch ziemlich heiß wird, aber man konnte sich zum Glück im benachbarten Fluss wieder etwas abkühlen. Somit ein wirklich verrücktes Erlebnis bei 5 Grad Außentemperatur mehrfach zwischen heißer Quelle und kalten Fluss zu wechseln!