Stockholm: Schiffrundfahrt zum Schloss Drottningholm


Obwohl wir schon am ersten Tag unseres Stockholmaufenthalts eine kleine Schifffahrt auf den Kanälen der schwedischen Hauptstadt gemacht hatten, entschieden wir uns auch zum Schloss Drottingholm mit dem Schiff zu schippern.


Etwas mehr als eine Stunde ging es also von der Stockholmer Innenstadt über den Wasserweg nach Drottningholm. Während der Schifffahrt kann man entweder am Deck sitzen und sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen, oder es sich unterm Deck gemütlich machen und (überteuerte) Snacks und Getränke an der Schiffbar kaufen. Wer an der Umgebung interessiert ist, wird links und rechts am Ufer immer wieder interessante Gebäude sehen, wie das Gebiet um Marieberg, welches bekannt für seine Zeitungshäuser ist, diverse Ferienhäuser für betuchte Stockholmer, oder auch ein schönes und prachtvolles weißes Haus aus dem 19. Jahrhundert, welches ursprünglich einmal ein Präsidentenpalast werden sollte. Irgendwann sieht man dann auch schon das Schloss Drottningholm von weiter Ferne. Das Schloss ist das am besten bewahrte königliche Schloss Schwedens aus dem 17. Jahrhundert und zugleich Museum aber auch privater Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie. Sprich man kann nur bestimmte Räume des königlichen Anwesens besuchen, die aber liebevoll gestaltet sind und sich somit ein Besuch lohnt.


Das Schlosstheater

Ein paar Meter hinter dem Schloss befindet sich das Schlosstheater, welches eines der am besten bewahrten Barocktheater Europas ist. 1766 eingeweiht erlebte es seinen Höhepunkt unter Gustav III., der selbst Theaterstücke schrieb und dort gerne als Schauspieler auftrat. Nach der Ermordung an ihm verfiel das Theater und wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt und renoviert. Noch heute ist die Bühnentechnik original erhalten und wird bespielt.


Kina Slott – Das chinesische Schlösschen

Nach einer kurzen Führung durch das alte Schlosstheater ging es durch  den schön angelegten Schlosspark zum chinesischen Pavillon. Das ehemalige Holzgebäude wurde im Stil des französischen Rokoko errichtet, hat aber zahlreiche chinesischen und orientalischen Elemente.


Auf dem Rückweg zur Schiffsanlegestelle gönnten wir uns noch ein völlig überteuertes Brötchen mit einem kühlen Getränk und genossen die Sonne im Schlossgarten. Obwohl ein Besuch in Drottningholm mit all den Nebengebäuden sicher kein Schnäppchen ist, lohnt sich eine Schiff- oder auch Busfahrt in die königlichen Gefilde allemal.

Burgenland: Reptilienzoo und Burg Forchtenstein

Irgendwann Anfang Mai hatte ich mal wieder Lust auf einen kleinen Tagesausflug. Da ich dank Burgenland Card ja in einigen burgenländischen Sehenswürdigkeiten gratis Eintritt habe, fiel die Wahl also auf die Burg Forchtenstein und den Reptilienzoo, der sich gegenüber der Burg befindet.


Zuerst ging es in die Ahnengalerie der  spätmittelalterlichen Burg. Da ich mittlerweile schon gefühlt 100te Burgen und Schlösser gesehen habe, war der Besuch ganz ok, aber doch nicht wirklich spannend. Die Jause im burgeigenen Café Restaurant Grenadier war dafür umso leckerer.


Nach der kleinen Stärkung ging es dann auf die gegenüberliegende Straßenseite in den Reptilienzoo Forchtenstein. Im Zoo gibt es über 300 einheimische und exotische Reptilien, Amphibien und Spinnen zu sehen und es ist wirklich alles liebevoll gestaltet. Jeden Sonntag um 14:00 Uhr findet außerdem live eine Tierfütterung von Schlangen und Echsen und eine Stunde später die Krokodilfütterung statt.