Fotoparade: Goldener Herbst – meine 5 schönsten Herbstfotos

Die Temperaturen sinken, morgens liegt Nebel über dem Land und die bunten Blätter fallen von den Bäumen auf den Rasen: Ja, der Herbst steht vor der Türe! Ein guter Grund euch bei der Blogparade von SilverTravellers mitzumachen und euch meine 5 liebsten Herbstfotos zu präsentieren.

Schloss Nymphenburg Herbst

#1 Herbstzeit im Schloss Nymphenburg

Kaum zu glauben, dass dieses Foto schon 5 Jahre her ist, denn es kommt mir vor, als wäre es erst unlängst geschossen worden. Ich war für ein berufliches Treffen in München und da wir am nächsten Tag noch etwas Zeit hatten, nutzten wir die Gelegenheit für ein leckeres Frühstück im Palmenhaus und einen anschließenden Herbstspaziergang durch den Schlossgarten. Ein wirklich toller Tag mit gutem Essen, grandiosem Wetter und netter Gesellschaft.

Herbstspaziergang

#2 Herbstspaziergänge

Auch dieses herbstliche Waldfoto ist schon einige Jahre her, steht aber für all die schönen Spaziergänge durch das bunte Laub. Ich kann es nur immer wieder betonen, dass der Herbst meine liebste Jahreszeit ist. Solange die Temperaturen noch mild sind, genieße ich es durch die verfärbte Natur zu spazieren und Ausflüge zu unternehmen. 

Hallstatt Herbst

#3 Hallstatt im Herbst

Die Welterberegion Halstatt ist sowieso immer einen Besuch wert, aber besonders im Herbst wunderschön! Die bergige Landschaft präsentiert sich voller farblicher Kontraste, die Wäldererstrahlen in kräftigen Rot- und Orangetönen und es liegt eine besonders mystische Stimmung in der Luft. Herrlich!

Meer Herbst


#4 Herbst in Andalusien

Wenn ich an Herbstfotos denke, dann ist ein Foto vom Meer so ziemlich das Letzte was mir in den Sinn kommt. Trotzdem musste dieses Foto vom herbstlichen Andalusien-Roadtrip mit in den Beitrag. Vor einigen Jahren ging's für mich nämlich Ende November für eine ereignisreiche Woche nach Spanien. Während es bei uns in Österreich schon fröstelnd kalt war, konnte man in Andalusien untertags noch relativ luftig die Umgebung erkunden. Aber unterschätzt es nicht: Abends wurde es auch in Spanien eisig kalt! 

Gemeindealpe Herbst

#5 Gemeindealpe in Mitterbach

Letzten Herbst führte mich mein Weg für einen Tagesausflug auf die Gemeindealpe. Das Wetter war grandios und schon die Hinfahrt durch die bunt verfärbten Wälder war toll. Der Blick vom Gipfel der Gemeindealpe war ebenfalls faszinierend: Das Tal in strahlenden Herbstfarben gehalten und über uns zig bunte Paraglider. Einmalig!

Klartext: Warum Pressereisen kein Urlaub sind!

Dieser Artikel dümpelt tatsächlich schon seit mehr als einem Jahr in meinem Ordner der "unveröffentlichten Beiträge" und ich konnte mich bis dato noch nicht dazu durchringen, endlich auf den Button zur Veröffentlichung zu klicken. Warum fragst du dich jetzt sicher? Weil bei diesem Thema gern mal die Gemüter durchgehen und ich auch nicht als undankbar abgestempelt werden möchte. Denn versteht mich nicht falsch: Ich liebe es auf meinen beiden Blogs und Social Media Kanälen zu berichten, Leute zu inspirieren, mich auszutauschen und interessante Tipps und Inputs zu geben. Trotzdem verstehen einige leider nicht, dass es Arbeit ist. Dass man Klamotten, Kosmetik oder wie in diesem Fall nun eben Reisen nicht geschenkt bekommt, sondern die Firmen / Destinationen natürlich eine Gegenleistung erwarten. Außenstehende sehen das aber leider sehr selten, was ihnen auch nicht zu verübeln ist, immerhin stecken sie ja nicht in der Thematik drin. Daher möchte ich in diesem Beitrag gern meine Erfahrung zum Thema "Gratis Urlaub dank Pressereise" kundtun. Nicht um zu jammern oder zu meckern (denn jeder ist seines Glückes Schmied und die meisten in Österreich / Deutschland sind zum Glück frei in der Entscheidung über ihre Berufs-, Freizeit- oder Lebenswahl!) sondern einfach um einen Blick "hinter die Kulissen" zu gewähren. Man weiß ungefähr was ein Arzt beruflich so leistet, man kennt den Job der Kassiererin oder Kellnerin ganz gut – Aber was machen eigentlich Reiseblogger auf Pressereisen? Gratis Urlaub, oder steckt da etwa doch noch ein bisschen mehr dahinter?



Was ist eine Pressereise überhaupt?

Der ein oder andere wird sich jetzt sicher fragen, was man denn überhaupt unter einer Pressereise versteht. Kurz gesagt: Ein Tourismusverband, eine Airline, ein Hotel oder Reiseveranstalter lädt Journalisten / Blogger ein, um ihr "Produkt" (in diesem Fall eben ihr Hotel, die Stadt, o.ö.) vorzustellen. Die Organisatoren tragen dabei in den meisten Fällen die kompletten Kosten der Reise, erwarten aber natürlich im Gegenzug, dass man über die Reise berichtet und so die Stadt / Sehenswürdigkeit / Hotel bekannter macht. Für uns Blogger hat es den Vorteil, dass wir Destinationen kennenlernen, die wir sonst vielleicht nicht bereist hätten und wir Material haben, welches wir unseren Lesern vorstellen können. Quasi eine Win-Win-Situation für beide Seiten. (Natürlich gibt es dann auch noch bezahlte Pressereisen, wo man zusätzlich zur kostenlosen Reise auch noch ein Honorar bekommt, aber das ist dann wieder eine andere Liga...) 

Warum Pressereisen kein Urlaub sind

Hört sich ja alles ganz gut und nett an und du fragst dich nun sicher, wo der Haken ist. Eine kostenlose Reise in ein Luxushotel, kann doch keine Arbeit sein. Oder etwa doch? In den nachfolgenden Punkten möchte ich also ein wenig erklären, wie die meisten dieser Reisen ablaufen und du kannst dann selbst entscheiden, ob du es unter Arbeit oder Urlaub verbuchst. ;-)

Straffer Zeitplan

In der Regel dauert eine Pressereise 3-4 Tage, also 2-3 Übernachtungen und der Organisator dieser Reise möchte in möglichst kurzer Zeit dem Blogger alles und noch viel mehr zeigen. ;-) Einerseits toll, da man richtig viel Input bekommt, andererseits ist es dann oft so, dass diese paar Tage von morgens bis abends durchgetaktet sind und es kaum einen Moment zum Verschnaufen gibt. Bei meinen vergangenen Reisen klingelte der Wecker also zwischen 6:30 und 7:00 Uhr und nachdem ich mein Equipment noch mal kontrolliert hatte, ging's auch schon los. Je nachdem ob der Fokus der Reise auf der Unterkunft, der Stadt, dem kulturellen Angebot, o.ä. liegt, startet dann schon beim Frühstück der "Arbeitstag". Wenn also z.B. ein Hotel einlädt packe ich gleich beim Frühstück Smartphone und Kamera aus, um dieses fotografisch zu dokumentieren und zücke auch mal meinen Block um mir ein paar Notizen zu machen. Die richtigen Programmpunkte starten dann meist zwischen 8:30 und 9 Uhr und man wird bis nach dem Abendessen bespaßt. Je nach Reise fährt man dann zu Sehenswürdigkeiten, hört Vorträge, testet Restaurants und und und… Meist ist der offizielle Teil dann nach dem Abendessen (nicht selten nach 22 Uhr) beendet und man zieht sich langsam aber sicher auf sein Zimmer zurück. An Schlaf ist da aber noch nicht zu denken…

Der Druck Content zu kreieren

Im Zimmer angekommen heißt es erstmal den Tag gedanklich zu sortieren. Meist bekommt man so viel Input geliefert, dass ich mich gar nicht mehr an alle Programmpunkte genau erinnern kann. Daher ist es für mich wichtig, mir schon während einer Reise Notizen für Blogposts und Berichterstattungen zu machen. Was habe ich gesehen? Worüber möchte ich schreiben? Was könnte meine Leser interessieren? Wie könnte ich den Artikel am sinnvollsten gliedern? Welche Fotos sind für Instagram geeignet? Das sind nur einige Dinge, die ich mir abends vor dem Schlafengehen überlege. Nach dem Duschen klemm ich mich dann meist noch für 1-2 Stunden ans Smartphone, da die Organisatoren natürlich auch gerne eine "Live-Berichterstattung" wollen. Ab und zu bekommt man vorab eine Liste mit Hashtags, Verlinkungen und Ideen, welche man doch gerne posten könnte. Ich habe auch schon gehört (bei mir selbst war dies aber noch nie der Fall), dass es genaue Vorgaben gibt, wie viele Stories, Tweets, Instagram-Fotos man bringen muss. Bei meinem Reisen lag das zwar immer in meiner Hand, aber natürlich wird man dann auch gern am nächsten Morgen beim Frühstück vom Veranstalter gefragt, warum man denn noch nichts gepostet hat. Sprich: Vor dem Schlafengehen werden noch fleißig die Stories des Tages geshared und Fotos für den Feed bearbeitet. Bevor ich einschlafe wird dann noch 5x kontrolliert, ob die Kameraakkus laden, die Speicherkarten noch Kapazität haben, welche Kameraobjektive man am nächsten Tag brauchen und somit einpacken sollte und natürlich ob auch das Smartphone und die Powerbank am Strom hängen. Denn ohne diesen Dingen könnte ich keinen Content liefern…



Konzentration & Multitasking sind gefragt

Ich schaue mir unheimlich gerne neue Städte, Museen & Co an, aber ab einem gewissen Punkt wird es einfach extrem anstrengend für mich. Nach dem gefühlt 15 Programmpunkt ist mein Gehirn einfach kaum mehr aufnahmefähig und sehnt sich nach Ruhe und Stille. Und auch mein eher unsportlicher Körper hat keinen Bock mehr meine – mit Technikkram gefüllte – Tasche noch weitere Kilometer zu schleppen. Trotzdem heißt es lächeln und gut zuhören, immerhin möchte man ja nicht unhöflich sein. Dem Stadtführer außerdem die ein oder andere Fragen stellen, um sein Interesse zu bekunden und natürlich brav nebenbei Fotos mit der Spiegelreflexkamera für den Blog zu machen und das Smartphone für die Instastories zu zücken. Wichtige Informationen, die man vielleicht im Nachhinein nicht ergoogeln kann, werden besser auch noch händisch auf einen Notizblock notiert oder man holt, wie manch anderer, sein Aufnahmegerät aus der Tasche. Denn: Alles sollte möglichst gut dokumentiert werden, sei es fotografisch und textlich für den Blog oder eben für die Social-Media-Kanälen.

Mitgehangen - Mitgefangen

Eine Bekannte von mir nutzt diese Redensart sehr gerne und auch auf Pressereisen trifft sie wunderbar zu. Du erblickst einen süßen Laden in einer der Seitenstraßen und möchtest einen Blick reinwerfen? In 99% der Fälle kannst du es vergessen. Du weißt, dass es in der Stadt noch ein Museum gibt, welches dich interessieren würde? Hmm… naja, dann musst du wohl privat noch mal hierher kommen. Du hast große Lust auf Schokoeis? Vermutlich wirst du keine Zeit haben dir eines zu kaufen. Wie oben schon erwähnt ist der Zeitplan meist extrem straff und für individuelle Wünsche bleibt daher schlicht und einfach keine Zeit. Einmal wollte ich mir auf einer Pressereise ein Souvenir kaufen, aber nicht mal dafür konnten 5 Minuten geopfert werden. Auch kam es schon öfter vor, dass ich eine Destination besucht habe und mir gerne noch etwas Spezielles angeschaut hätte was nicht auf den Programmpunkten stand. In den meisten Fällen war dies aber leider nicht möglich. Es hängt natürlich auch viel von der Gruppe beziehungsweise von der Reiseorganisation ab. Bei manchen Pressereise gab es dann Auswahlmöglichkeiten, ob man lieber dieses oder jenes sehen möchte und die Mehrheit der Gruppe durfte dann quasi entscheiden. Bei meiner Belgienreise war es generell so, dass wir am letzten Tag fast 3 Stunden Zeit für uns hatten und die Stadt auf eigene Faust erkunden konnten. Soweit ich das von meinen Reisen beurteilen kann, ist das aber eher die Ausnahme und nicht die Regel. Meist sind die Programmpunkte vorher schon ausgearbeitet und durchgetaktet. Oft ist es auch so, dass Menüs vorher schon bestellt sind, sprich man auch keine Auswahl beim Essen hat. Da ich bekennender Allesfresser bin, auch gern mal was Neues oder typisch Regionales ausprobiere, ist es für mich ok. Trotzdem war es schon öfter der Fall, dass ich statt Fleisch lieber einen leichten Salat gegessen hätte. Oder dass ich statt dem Vanilleeis lieber einen Schokokuchen zur Nachspeise bestellt hätte. Wenn man nett nachfragt bzw. rechtzeitig Bescheid gibt ist dies wohl in den meisten Fällen kein Problem, aber ich bin eben ein höflicher Mensch und möchte die vorbereiteten Speisen dann auch nicht ablehnen oder durch meine Extrawurst unhöflich wirken.

Andere Teilnehmer

Uff… auch ein eher schwieriges Thema. Ansich liebe ich es neue Bekanntschaften zu schließen, aber ihr kennt es ja sicher: Mit manchen Menschen kommt man einfach nicht wirklich klar, auch wenn man sie eigentlich gar nicht kennt. Das beginnt bei Leuten die grundsätzlich zu jedem Programmpunkt um 15-20 Minuten zu spät kommen. Die Pünktlichen somit immer warten müssen und sich das Programm auch nach hinten verschiebt und somit für alle stressiger wird. Dann gibt es auch immer wieder Teilnehmer die grundsätzlich unhöflich sind und man sich durchgehend fremdschämen möchte: Bei Vorträgen wird ins Wort gefallen, das Essen schmeckt nicht, die Wanderung ist zu mühsam, der Programmpunkt ist generell unnötig… Ja auch ich stimmte manchmal im Stillen damit überein, aber meist weiß man im Vorhinein ungefähr worauf man sich einlässt. Dann also den ganzen Tag rumzumeckern und schlechte Laune zu verbreiten finde ich mehr als unhöflich. Sowohl dem Veranstalter, als auch der Gruppe gegenüber. Auch hat sich ein Journalist auf einer Weinreise mal so zugedröhnt, dass ich jeden Moment Angst hatte, dass er A) dank Alkoholvergiftung umkippt oder B) uns vor die Füße kotzt. Das war auch das einzige Mal, wo ich dann zum Rumzicken begonnen habe, da ich mich weigerte neben ihm noch 2 weitere Autostunden verbringen zu müssen und ich darauf bestand einen anderen Sitzplatz zu bekommen. Was ebenfalls oft an den Nerven zerrt – in letzter Zeit aber zum Glück selten vorkommt – das Konkurrenzdenken zwischen alteingesessenen Journalisten und Bloggern. Hin und wieder ist es so, dass Blogger und Journalisten gemischt auf eine Reise gehen, was insofern etwas problematisch ist, da jeder andere Ansprüche hat. Ein Reisejournalist für ein Fachmagazin wird sich nicht mit "oberflächlichen Blabla" begnügen, während mir das für meine Artikeln meist schon reicht und ich kein stundenlanges Fachwissen brauche. Dafür brauche ich Zeit um meine Kamera manuell für Fotos einzustellen und wenn ich eine Story für Instagram mache, dann wäre es schön, wenn nicht 10 Leute im Hintergrund debattieren. Während Journalisten nur privat ihr Smartphone mal zücken und meist nicht mal eine Kamera dabei haben, da sie ohnehin vorgegebene Pressefotos verwenden. So kam es also schon einige Mal zu kleineren Auseinandersetzungen, besonders wenn Journalisten dann auch noch die Arbeit von uns Bloggern schlecht machen und sich selbst dabei besser hinstellen wollten… In den meisten Fällen war es zwar eine nette homogene Gruppe,  aber hin und wieder gibt es dann eben doch oben beschriebene Leute, die einem Nerv und Energie rauben. Und man darf nicht vergessen: Man verbringt ja gut 12 Stunden täglich miteinander und muss dann versuchen das Beste draus zu machen. 

Die Nachbereitung

Nachdem man 2-3 nette – aber auch anstrengende – Tage unterwegs verbracht hat, kommt eigentlich erst die richtige Arbeit: Die detaillierte Nachbereitung. Meist mache ich mir schon während der Reise Gedanken, wie ich meine Berichte gliedern möchte und bringe das zu Hause dann mal grob digital zu Papier. Dann heißt es Fotos sichten und sortieren. Im Durchschnitt habe ich auf einer 3-tägigen Pressereise um die 1.000 Fotos geschossen, verteilt auf 2 Kameras und einem Smartphone, die aussortiert werden wollen. Im Normalfall sitze ich 3-4 Abende, um meine Fotos zu sichten, den einzelnen Blogbeiträgen oder Instagram zuzuordnen, zu bearbeiten (aufhellen, ggf. Leute wegretuschieren, etc.) und zu benennen. Erst dann setze ich mich an den eigentlichen Bericht. Ich gehe meine Notizen durch, suche weitere Informationen in den mitgegeben Pressemappen zusammen und schreibe auch hin und wieder eine Mail an Mitreisende oder den Veranstalter, wenn mir mal ein "wichtiges" Foto oder eine Information fehlt. Wenn ich endlich alles zusammen habe, ist der Text meist in 2-3 Stunden runtergetippt. Je nachdem wie viel Zeit ich habe, lese ich dann noch 1-2x Korrektur, ändere Passagen leicht ab und dann wird veröffentlicht. Nachdem kaum jemand zufällig über Artikeln stolpert, beginne ich dann den Bericht zu teilen. Sprich ich poste ihn in relevante Facebook-Gruppen, erstelle Grafiken für Pinterest und pinne ihn dort auf diversen Pinnwändem, teile ihn über Instagram und versuche ihn über all meine Kanäle zu promoten. Meist schreibe ich bei einer mehrtägigen Pressereise 2-4 Berichte, die ich alle nach dem obigen Schema abarbeite und dann gesammelt der jeweiligen Agentur / Veranstalter mit meiner Reporting & Insights - Auswertung (wie viele haben kommentiert, wie viele haben ihn angeklickt, etc.) zukommen lasse.


Pressereisen sind Urlaub?!

So, nun weißt du also ungefähr wie eine Pressreise abläuft. Findest du noch immer, dass es gratis Urlaub ist? Aber pssst, ich verrate dir noch was: Ich habe schon in richtig geilen 5-Sterne Hotels übernachtet, wo dir vermutlich die Augen rausgefallen wären – ABER ich habe außer dem Bett nichts von dem Hotel nutzen können, da ich von früh bis spät unterwegs war und an die tolle Saunalandschaft oder die schicke Bar nicht mal einen Gedanken verschwenden konnte. ;-)

Versteht mich nicht falsch, ich möchte mit diesem Artikel weder jammern noch klagen, aber vielleicht doch einigen die Augen öffnen. Ich lese in den letzten Tage wieder vermehrt auf Social Media, dass "sich die ganzen Influencer doch bitte nicht so anstellen sollen", denn um die Welt jetten und Produkte in die Kamera halten ist doch nie und nimmer anstrengend. Und ja, auch ich bin der Meinung dass es ein "Luxus" ist, dass man Unmengen an Zeug zugeschickt bekommt, auf Reisen eingeladen wird und auch sonstige Vorteile genießen kann. Dafür bin ich auch unheimlich dankbar, aber bitte vergesst nicht, dass dahinter auch Arbeit steckt. Wisst ihr, ich denk mir ja auch nicht: "Ach die paar Produkte die, die Kassiererin da über die Kasse zieht… DAS soll Arbeit sein?", "Die Empfangsdame sitzt da aber auch nur in der Gegend rum und wartet, dass sie alle heiligen Zeiten mal ans Telefon geht oder jemanden begrüßen muss. DAS soll Arbeit sein?", "Ok, das bisschen durch die Gegend kurven was der Taxifahrer da macht, ist aber nicht wirklich anstrengend. DAS soll Arbeit sein?" Man sieht oft nur einen winzigen Ausschnitt aus einem Beruf, aber gar nicht was da noch alles dahinter steckt. Daher finde ich, dass man nicht vorschnell urteilen sollte, wenn man eigentlich gar keine Ahnung von der Thematik hat… Und: Wir leben zum Glück in einem freien Land, wo fast jeder entscheiden kann, was er machen möchte. Also auch jeder einzelne von euch könntest jederzeit als "Influncer" durchstarten. ;-)

Wie gesagt, ich wollte mit diesem Bericht nur einen kleinen Einblick in Sachen "Pressereisen" geben. Oft komme ich nämlich nach solch einer Reise zurück und sage die nächsten 1-2 Tage alle Treffen mit Freunden ab. Weil ich entspannen möchte und eben die Reise aufarbeiten muss. Anfangs wurde ich dann immer belächelt "Wie, du brauchst Entspannung nach einem Urlaub?! Na deinen Stress möchte ich mal haben!" Ich nehm's den Leuten nicht übel, da die meisten wirklich nicht in der Thematik drin sind und somit keine Ahnung haben. Aber insgeheim ärgert es mich doch jedes Mal ein wenig, wenn davon ausgegangen wird, dass ich eine mehrtägige kostenlose Reise hatte und 24 Stunden am Pool, in der Sauna oder bei der Massage verbracht habe, ohne dass ich was dafür tun musste. Zumal bei mir ja auch noch das "Problem" besteht, dass ich neben meinen beiden Blogs einen Angestellten-Job als Grafikerin habe und 99% der Pressereisen natürlich nicht am Wochenende, sondern unter der Woche stattfinden. Sprich entweder nehme ich mir Urlaubstage oder ich arbeite davor und danach meine Zeit ein, was dann teilweise schon mal in Arbeitstage von 12 oder mehr Stunden ausartet. (Anmerkung: Würde mich das stören, würde ich es natürlich nicht tun, denn es zwingt mich ja keiner auf eine Pressereise mitzufahren und mir quasi davor und danach den Stress aufzuhalsen. Ich erwähne es nur der Vollständigkeit halber, damit verstanden wird, wieso ich nicht tiefenentspannt und relaxed nach einer Reise nach Hause komme...)

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass ich wirklich dankbar für all die Möglichkeiten bin, die ich in den letzten Jahren schon hatte. Ich habe Orte kennenlernen dürfen, die ich sonst wohl nie besucht hätte (z.B. das Wipptal) und auch Freundschaften auf all diesen Reisen geschlossen. Mehrmals im Jahr flattern tolle Einladungen in mein Postfach und ich freue mich meist sehr. Mittlerweile selektiere ich zwar ganz stark, auf welche Reise ich mitfahren möchte, sodass es nur noch 2-3 Pressereisen pro Jahr sind, nichtsdestotrotz freue ich mich aber immer ungemein, wenn eine Destination an mich denkt und mich einlädt.

Tokio: Pokemon Center & Cafe

Pokémon Center Tokyo DX

Willkommen im Pokémon-Paradies

Japan, das Land der kleinen Taschenmonster, besser bekannt als Pokémon. Spätestens seit Pokémon Go ist klar, Pikachu und seine Freunde sind im 21. Jahrhundert angekommen. Als große Fans des Augmented Reality Spiels war klar, dass wir während unseres Japanaufenthalts ein Pokémon-Center besuchen wollten. Während in den Spielen Pokémon Center unter anderem dazu dienen Kraft- oder Angriffspunkte aufzufüllen, sind sie im Real Life nichts anderes als Stores, in denen alles erhältlich ist was das Trainer-Herz begehrt. Wir haben uns für einen Besuch im neu eröffneten und größten Pokémon-Store, dem Pokémon Center Tokyo DX, entschieden. Unsere Wahl fiel auch deshalb auf diese Location, weil wir unbedingt das angeschlossene Pokémon-Café besuchen wollten.

Pokemon Center DX

Wo es zu finden ist:

Das Pokémon Center DX findet ihr im traditionellen Einkaufszentrum Nihombashi Takashimaya im östlichen Gebäude auf der Ebene 5F. Hierzu fahrt ihr mit dem Lift im Hauptgebäude auf die Ebene 8F. Das Stockwerk 8F des Hauptgebäudes ist mit dem Stockwerk 5F des East Buildings verbunden. (Das äußerst zuvorkommende Personal hilft euch gerne, solltet ihr fragen haben.) Hier ist die Adresse des Nihombashi Takashimaya Einkaufszentrums, das bereits seit 1933 besteht. Extra-Tipp: Eine Fahrt mit einen der originalen Aufzüge ist ein ganz besonderes Erlebnis.
Nihombashi Takashimaya S.C. East Building (Stockwerk 5F)
2-11-2 Nihombashi, Chuo-ku, Tokyo, Japan
Postal code: 103-0027


Pokemon Center DX Tokyo



Eingang Pokemon Center DX Tokyo

Der Shop: Pokémon-Center DX

Im Shop findet ihr kuschelige Plüschpokémons in allen Formen und Entwicklungen, Karten und Pokébälle mit Taschenmonster-Füllung, Schreibwaren, Haushalts- und Dekoartikel – ja sogar Kosmetika und Lebensmittel in Form von Pokémons. Hier könnt ihr alles – und noch viel mehr – was das Tainerherz begehrt zollfrei erwerben.


Pokemon Center DX Tokyo Shop


Pokemon Center DX Tokyo Evoli


Pokemon Center DX Tokyo Plüsch


Pokemon Center DX Tokyo Karten

Das Pokémon Café

Nach dem Shopping-Rausch waren wir natürlich hungrig und wollten uns im Pokémon-Café stärken. Dies ist allerdings nur möglich, wenn man vorab reserviert hat. Wie die Tischreservierung auf der japanischen Webseite funktioniert, möchte ich euch keinesfalls vorenthalten.

Wie reservieren?

Das Café kann nur mit gültiger Reservierung besucht werden. Reservierung können nur online über die offizielle Seite getätigt werden und nicht per E-Mail oder Telefon. Reservierung können maximal 5 Wochen im voraus getätigt werden.
1. Drückt den Button "Reservation" oben rechts auf der offiziellen Seite.
2. Auf der nächsten Seite wählt den oberen Button "Make a Reservation".
3. Als nächstes wählt ihr die Anzahl der Gäste (inklusive Kinder) aus, für die ihr reservieren wollt. Pro Reservierung sind maximal 4 Gäste möglich.
4. Als Nächstes wählt ihr am Kalender den Tag aus, an dem ihr das Café besuchen wollt.
5. Dann werden euch die freien Zeiten angezeigt. Wählt nun eine für euch passende.
6. Jetzt müsst ihr nur noch eure Kontaktdaten eintragen.
7. Auf der nächsten Seite gibt es noch spezielle Pokémon Figuren zu kaufen. Solltet ihr euch dafür entscheiden eines dieser Items vorzubestellen, ist eine Eingabe eurer Kreditkarten-Details erforderlich.
8. Reservierung bestätigen und es ist vollbracht! Ihr erhaltet eine Reservierungsbestätigung per E-Mail, die ihr am Tag der Tage mitbringt.
Weiters zu beachten ist:
- Seit 10 Minuten vor eurem Time-Slot dort.
- Menüs sind auf Englisch verfügbar.
- Bestellt wird via iPad.
- Jede Person muss mindestens ein Getränk oder Speise aus der Karte bestellen.
- Entscheidet ihr euch für ein Gericht, dass ein Teller oder eine Tasse zum Mitnehmen beinhaltet, so erhaltet ihr dieses originalverpackt beim Bezahlen. (Ihr müsst also nicht euer Verwendetes mitnehmen.)
- Tiere sind nicht erlaubt.
- Rauchen ist nicht erlaubt.
- Sobald ihr merkt, dass die japanischen Gäste unruhig werden und ihre Stühle Richtung Mitte drehen. Ist es Zeit für die Pikachu-Show: Ein Pickachu-Maskottchen geht durch die Reihen und lässt sich fotografieren. Vorsicht: Berühren verboten!
- Stornierungen sind bis 24h vor dem Tag eurer Reservierung über die offizielle Seite oder per Telefon möglich.
- Bezahlt wir anschließend an der Theke. Kreditkartenzahlung ist möglich.
- Auch hier gibt es einen kleinen Shop mit exklusivem Pokémon Merch.
Jetzt bleibt mir nur noch euch viel Spass bei diesem außergewöhnlichen – sehr japanischem – Erlebnis zu wünschen. Sollten noch Fragen bzgl. Reservierung auftauchen, lasst es mich wissen.

Pokemon Cafe Tokyo


Pokemon Cafe Tokyo Kinder


Pokemon Cafe Pokebälle


Pokemon Cafe Pikachu


Pokemon Cafe Pikachu Kaffee


Pokemon Cafe Pikachu Burger


Pokemon Cafe pummeluff dessert


Pokemon Cafe relaxo


Pokemon Cafe pikachu dessert


Pokemon Cafe pikachu show


Pokemon Cafe shop




Wie es uns am zweithöchsten Gebäude der Welt – dem Tokyo Skytree – gefallen hat, könnte ihr hier nachlesen. Es wird noch ein Reisebericht über den Stadtteil Asakusa und über unsere Erfahrungen im Familyworkcamp folgen. Was würde euch noch interessieren? Dos and Don'ts in Japan? Oder Reisetipps für Familien? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.


https://www.sb-beratung.at/blog/

Mein Asien-Reisetagebuch: Laos – Meine Herzensstadt Luang Prabang! (Inkl. Kuang-Si-Wasserfall & Elephant Camp)

Was mein persönliches Highlight der Asien-Rundreise war? Definitiv die ehemalige Königsstadt Luang Prabang! Das sehe aber wohl nicht nur ich so, sonst wäre das laotische Städtchen nicht schon 1995 zum UNSECO-Weltkulturerbe ernannt worden. Idyllisch an der Mündung des Nam Khan Flusses in den Mekong gelegen, versprüht Luang Prabang wirklich eine ganz besondere Atmosphäre! Für mich war es einfach die perfekte Mischung aus Natur, Kultur, aber doch auch belebten Tourismus mit (Nacht)märkten, Restaurants, Spas & Co. Aber beginnen wir von vorne…

Luang Prabang Kuang Si Wasserfall

UNESCO Welterbe Luang Prabang

Luang Prabang ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im bergigen Norden von Laos und war bis zur Abschaffung deren Monarchie in 1975 die Königstadt. Besonderes Merkmal der Altstadt sind die vielen gut erhaltenen Gebäude aus der französischen Kolonialzeit, die sicher auch dazu beitragen, dass Luang Prabang zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Demnach ist sie auch die historisch interessanteste Stadt in Laos, wovon viele Sehenswürdigkeiten zeugen. Ich hatte das Glück volle drei Tage in dieser faszinierenden Stadt verbringen zu dürfen, wäre aber gern noch länger geblieben, was sicher auch an der tollen Unterkunft – dem Treasure Hotel – lag.

Welterbe Luang Prabang Tempel
Welterbe Luang Prabang Tempel
Welterbe Luang Prabang Tempel
Welterbe Luang Prabang Tempel
Welterbe Luang Prabang Tempel
Welterbe Luang Prabang Tempel
Welterbe Luang Prabang Tempel
Welterbe Luang Prabang Tempel
Welterbe Luang Prabang Tempel
Welterbe Luang Prabang Tempel

Wir kamen relativ spät abends an, waren wir doch den ganzen Tag mit dem Slow Boot von Pakbeng mit Zwischenstopps unterwegs. Umso erfreulicher war es, als ich das Hotel erblickte. Man muss dazu sagen, dass bei dieser Reise von schicken Boutique-Hotels bis Homestays wirklich alles dabei war. Und als wir im Treasure Hotel eincheckten war meine Erleichterung einfach riesig! Ein tolles lichtdurchflutetes Hotelzimmer, gemütliche Betten, ein großes sauberes Bad und ein traumhafter Balkon mit Blick auf einen kleinen Pool – umrandet von Pflanzen und der Natur! Viel Zeit blieb mir im Zimmer allerdings nicht, da die – ein paar Straßen weiter gelegene – "Wäscherei"  bald schloss und ich nach 8 Tagen minimalistischen Rucksackleben keine frische Wäsche mehr hatte. Nachdem Socken und Unterwäsche abgegeben waren, begann auch schon der Magen zu knurren und wir schlenderten gemütlich ins Stadtzentrum.


Streetfood und Night Market

Unser erster Weg führte uns zum berühmten Night Market der Stadt, der einer der schönsten Märkte Asiens sein soll. Täglich findet hier von 17-22 Uhr – entlang des ehemaligen königlichen Palastes (Ho Kahm) – der große Nachtmarkt statt. An zirka 200 kleinen Ständen bieten unterschiedliche Händler ihre Ware an. So finden sich etwa hübsche Lampenschirme aus handgeschöpftem Maulbeer-Papier,  laotischer Reisschnaps in welchen Schlangen und Skorpione eingelegt wurden, geschnitzte Bilder und Figuren, Schlüsselanhänger und Schmuckstücke, welche aus dem gefundenen Aluminium der alten US-Bomben gefertigt wurde und vieles mehr. Da etliche der Händler dem Volk der Hamong angehören, welches für ihre hochwertige Web-, Stick- und Näharbeiten bekannt ist, findet man am Nachtmarkt auch qualitativ hochwertige Textilien. Bevor wir uns aber ins Shoppingvergnügen stürzten, hieß es erstmal den Hunger zu stillen. Während auf der wuseligen Sisavangvong Road Souvenirs verkauft werden, sind die Seitengassen dem Streetfood vorbehalten. Hier gibt es unzählige Stände mit laotischen Speisen. So findet man also eine großen Auswahl an Gemüse, Fleischspießen, Frühlingsrollen, Fisch, aber auch leckeren Süßspeisen. Für umgerechnet 2 Euro kann man sich eine Schüssel mit Gemüse füllen und für etwa 3-4 Euro gibt es schon Fleischspieße und gegrillten Fisch. Ich entschied mich für letzteren, welchen ich großzügig mit einem Streuner teilte. Satt ging's nach dem Essen zurück zum Nachmarkt, wo ich einige Souvenirs wie eine handbestickte Geldbörse, eine bemalte Kokosnus-Schüssel, zwei Kleider, einen kleinen Elefanten-Schlüsselanhänger und einen Magnet aus Kork gekauft habe. Ziemlich viel, für dass das ich nur mit dem Rucksack unterwegs war. Da ich mich aber in den andren Städten mehr als zurückgehalten hatte, musste ich hier einfach zuschlagen. Die Preise würde ich als "Touristenpreise" bezeichnen. Es war zwar alles im Rahmen, angesichts wie viel aber eine komplette Mahlzeit, ein Busticket oder ähnliches in Laos kostet, doch etwas überteuert.

Luang Prabang Night Market
Luang Prabang Night Market
Luang Prabang Night Market
Luang Prabang Night Market
Luang Prabang Night Market
Luang Prabang Night Market

Führung im Völkerkundemuseum

Nach einer entspannten Nacht in unserem traumhaften Hotel führte uns unser Weg ins Völkerkundemuseum, wo in einer kleinen aber feinen Ausstellung diverse Kleidungen und Utensilien von ethnischen Gruppen gezeigt wurden. Ich durfte dann auch eines der typischen Gewänder anprobieren und am Ende der Ausstellung gab es auch noch einen Shop, in dem man die Handicrafts aus den verschiedenen Dörfern erwerben – und diese somit unterstützen – konnte.

Luang Prabang

Ausflug zum Kuang-Si-Wasserfall

Und dann kam auch schon mein Highlight der Reise, denn es stand ein Ausflug zum traumhaften Kuang Si Wasserfall an. Nur etwa 30 km von Luang Prabang entfernt befindet sich dieses besondere Naturschauspiel. Nachdem man am Kuang Si Waterfall Park angekommen ist, warten erstmal diverse Souvenirshops und Essensstände auf einem. Es empfiehlt sich auf jeden Fall Wasser zu kaufen, da man doch noch ein Stückchen den Berg hochlaufen muss und es gerade bei der drückenden Hitze etwas anstrengend ist. Die Anstrengung wird aber mehr als belohnt, denn ich habe noch nie einen so faszinierenden Wasserfall gesehen. Der Wasserfall fängt auf der Spitze des steilen Hügels an und besteht aus 50 Kaskaden, die sich mit unglaublich schönen, türkisblauen Becken wechseln. Diese Wasserlöcher sind perfekt für eine kleine Abkühlung und zum Schwimmen, was wir allerdings erst nachdem wir zum Ursprung des Wasserfalls aufgestiegen waren, machten. Am Rückweg zum Ausgang kamen wir dann noch am Bären Rescue Center vorbei, wo  aus Gefangenschaft befreite Bären gepflegt werden.

Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall
Luang Prabang Kuang Si Wasserfall

Luang Prabang Elephant Camp

Am letzten Tag in Luang Prabang wollte ich ein Elephant Rescue besuchen. Einmal den Elefanten richtig nahe sein, sie streicheln und mit ihnen eine kleine Abkühlung im Fluss nehmen. Dass Elefantenreiten zwar eine sehr beliebte Aktivität im asiatischen Raum ist, aus diversen Gründen aber auch sehr verpönt wird, wusste ich. Denn damit die Dickhäuter brav mitspielen, haben die Elefanten oft einen schier unendlichen Leidensweg hinter sich. "Jedes Jahr im November beginnt die Hauptsaison für Reisen nach Thailand, Indien und Nepal. Oft wird den Touristen Elefantenreiten oder eine Tiershow als Attraktion angeboten. Doch für die Elefanten und die anderen Tiere sind diese Aktivitäten untrennbar mit einem leidvollen Leben unter ständigen Misshandlungen verbunden. Um die hohe Nachfrage nach Elefanten für die Tourismusbranche zu bedienen, werden zudem die letzten freien, in der Natur lebenden Asiatischen Jungelefanten ihren Familien entrissen. Auch für Touristen kann es lebensgefährlich werden: Schwere Verletzungen oder Todesfälle sind beim Elefanten-Trekking keine Seltenheit. Zahlreiche Videoaufnahmen und Reiseberichte zeugen von der grausamen Unterwerfungsprozedur, die alle Elefanten über sich ergehen lassen müssen – auch die in Gefangenschaft geborenen. Doch auch wenn ihr Wille schließlich gebrochen ist, reißen die Misshandlungen nicht ab. Der Elefantenführer (Mahout) muss dem Elefanten immer wieder aufs Neue zeigen, wer die Oberhand hat. Die sensiblen Rüsseltiere werden dafür mit spitzen Metallhaken besetzten Stöcken auf ihre empfindlichsten Körperteile geschlagen. Die Schläge, auch ins Gesicht und auf die Augen, hinterlassen schmerzhafte Wunden und Narben für ihr ganzes Leben. Teilweise wird ihnen auch eine mit spitzen Haken besetzte Metallkette um den Fuß gebunden, mit der der „Mahout“ dem Elefanten die Laufrichtung aufzwingt. Wird der Elefant tagsüber oder nachts nicht gebraucht, muss er in der Regel stundenlang angebunden an einer kurzen Kette stehen." Quelle: Peta
Dass ich dies natürlich nicht unterstützen wollte, war klar, weswegen ich – naiv wie ich war – nach Alternativen Ausschau hielt. In den meisten größeren Ortschaften meiner Asien-Reise, wurden diverse Elephant Camps angeboten. Einige unter ihnen trugen auch den Titel "Elephant Rescue Camp", was sich gut und vernünftig anhörte. Von einem einheimischen Guide wurde uns dann das "Luangprabang Elephant Camp" empfohlen. Das Camp wird als Auffangstation für ausgediente Arbeitselefanten geführt und befindet sich unweit der Kuang-Si-Wasserfälle. Der Besuch in jenem Camp kostetet umgerechnet 35 Euro und man wurde herzlich vom Leiter Mr Tja Thao begrüßt. Nach einer kurzen Einführung durften wir zu den Elefanten und diese mit Obst füttern und streicheln. Was gleich auffiel: Die Elefanten waren alle an kurzen Ketten gehalten und mussten sich bei uns für ihr Futter bedanken. Dann wurden wir auch schon weitergelotst, um einen kurzen Ritt auf einen Elefanten zu machen. Meine Reisebegleitung Kim lehnte dies dankend ab, ich ritt eine kleine Runde durch das "Dickicht".  Zwar hatte ich nicht festgestellt, dass die Elefanten gezwungen wurden und es kamen auch keine Schlagstöcken oder ähnliches zum Einsatz, trotzdem fühlte es sich für ein RESCUE Camp ziemlich falsch an. Nach einer kleinen Runde ging es dann als Abschluss zum Schwimmen in den Fluss. Das Erlebnis war wirklich toll und ich hatte auch das Gefühl, dass es für die Elefanten eine erfrischende Abwechslung war. Alles in allem hat der Ausflug ins Luang Prabang Elephant Camp, aber doch einen ziemlich negativen Beigeschmack gehabt, weswegen ich den Besuch in jenem Camp nicht unbedingt empfehlen würde...

Luang Prabang Elephant Camp
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