Linz: Mit 10 Euro den Pöstlingberg erkunden (Tiergarten Linz & Grottenbahn)

Auf der Rückfahrt von unserem kurzen Mädelswellnesstrip in Oberösterreich, wollten Carina und ich noch einen Abstecher in Linz machen. Ich war die letzten Jahre doch das ein oder andere Mal in der oberösterreichischen Hauptstadt, aber Carina war noch nie auf dem Pöstlingberg, weswegen klar war „Da müssen wir rauf!“.



Der Pöstlingberg

Der Pöstlingberg ist ein ca. 540 Meter hoher Berg über dem linken Donauufer mit einer tollen  Aussichtsplattform auf die Stadt Linz, der barocken Wallfahrtskirche Pöstlingberg, einigen netten Lokalen und der Linzer Grottenbahn. Seit Ende des 19. Jahrhunderts fährt die – mittlerweile nostalgische – Pöstlingbergbahn auf den Berg. Bei meinen letzten Besuchen haben ich ebenfalls immer dieses Verkehrsmittel gewählt und bin um 6 Euro mit der Bahn vom Linzer Hauptplatz rauf auf den Berg und wieder runter gefahren. Da Carina und ich aber diesmal gar nicht in die Innenstadt fuhren, ging’s direkt mit dem Auto auf den Berg, wo einige kostenlose Parkplätze zur Verfügung stehen.

Die Grottenbahn

Die Grottenbahn ist für mich irgendwie immer ein Pflichtbesuch, wenn ich in Linz bin, weswegen es auch schon einen eigenen Beitrag zu der liebevoll gestalteten Grottenbahn gibt. Da Carina die Zwergenbahn noch nie besucht hatte, führte uns unser erster Weg natürlich in den ehemaligen Befestigungsturm am Pöstlingberg, wo die Bahn 1906 angesiedelt wurde. Schon damals fuhr ein Motorwagen mit Drachenkopf und einem Anhängewagen auf dem kreisförmigen Kurs, um Besuchern die grottenartiggestalteten Wände und Decken zu zeigen. Im Kellergewölbe des Turms waren zu dieser Zeit lebende Grottenolme ausgestellt. In den 40er Jahren wurde die Bahn dann umgestaltet: Der Rundkurs der Bahn wurde zu einem Zwergenreich, wo sich in den Wänden neben der Bahn Nischen mit Szenen aus dem Leben der Zwerge befinden. Auf insgesamt 3 Runden kann man die verschiedenen Szenerien und Beleuchtungen bestaunen, ehe es zu Fuß weiter in das Kellergewölbe geht. Im Untergeschoß befindet sich nun eine Nachbildung des Linzer Hauptplatzes um die Jahrhundertwende und in den Seitengassen befinden sich neu gestaltete Märchendioramen, wie Dornröschen, die Bremer Stadtmusikanten, Frau Holle und vieles mehr. Zwar ist die Grottenbahn doch eher was für Kinder, aber irgendwie statte ich ihr trotzdem immer wieder gerne einen Besuch ab und für 5 Euro kann man in ihr auch etwa eine halbe Stunde Märchenspaß haben.


Pöstlingbergkirche

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz kamen wir dann auch noch an der Basilika zu den Sieben Schmerzen Mariä, kurz gesagt der Pöstlingbergkirche, vorbei. Die barocke, römisch-katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche liegt direkt auf der Kuppe des Pöstlingberges und da wir nun schon mal oben waren, mussten wir natürlich noch einen kurzen Blick reinwerfen. Fazit: Kann man gesehen haben, muss man aber nicht.


Zoo Linz

Da ich noch nie im Linzer Zoo – der sich am Fuße des Pöstlingbergs befindet – war, wollte ich diesem ebenfalls noch einen Besuch abstattet. Wenn man zuvor in der Grottenbahn war, gibt es auch eine kleine Ermäßigung von 50 Cent, sodass man für das Zooticket nur mehr 5 statt 5,50 Euro zahlt. Der Zoo wurde 1980 unter dem Leitbild „Europäische Tiere, Haustiere und deren Urformen“ eröffnet und ist wirklich recht klein und „national“ gehalten. Wer sich also einen Zoo à la Schönbrunn erwartet, wird hier sicher enttäuscht sein. Trotzdem kann man hier bei einem etwa einstündigen Rundgang seinen Spaß haben. Auf dem Rundweg, der zwischenzeitlich immer wieder einen tollen Blick auf die Stadt Linz bietet, kommen einem etwa 500 Tiere aus rund 110 verschiedenen Arten unter. In den Außengehegen kann man so etwa Erdmännchen, Roten Pandas, aufgeweckte Zebras und Emus bewundern. In den Volieren flattern verschiedenste Vögel umher und es gibt sogar ein kleines Reptilienhaus mit Schlagen und Spinnen. Wer Hunger oder Durst hat, kann sich am Kiosk eine kleine Stärkung gönnen.


Der Ausflug auf den Pöstlingberg hat uns genau 10 Euro pro Person gekostet und wir waren etwa 3 Stunden gut unterhalten. Wenn ihr also mal auf der Durchreise durch Linz seid, und eine kleine Pause einlegen wollt, kann ich euch nur empfehlen einen Abstecher rauf auf den Berg zu wagen.

Steiermark: Grüner See - Karibik in der Steiermark!

Die Zeit rast und im Moment bin ich noch immer mit meinem Umzug beschäftig, was sich sicher auch noch die nächsten Wochen hinziehen wird. Trotzdem möchte ich diesen Blog nicht ganz so stiefmütterlich behandeln, weswegen es zumindest einen kleinen Österreich-Ausflugstipp gibt!



Letzten Sommer verbrachte ich nämlich einen wundervollen Tag am schönsten See Österreichs: Dem Grünen See in der Gemeinde Tragöß-Sankt Katharein. Schwimmen kann man in dem  Stillgewässer, welches sich mit Einsetzen der Schneeschmelze mit klarem Wasser füllt, zwar nicht, jedoch ist die Umgebung klasse zum Picknicken, Spazierengehen oder Wandern!

Von Wien aus sollte man für die Strecke etwas mehr als 2 Stunden einplanen, ehe man auf dem Besucherparkplatz (Tageskarte ca. 3 Euro) ankommt und den kurzen Spaziergang zum See antreten kann. Entlang des Familienwanderweges kommt man an den ebenfalls grünschimmernden Kreuz- und Pfarrerteichen vorbei, bis  man schließlich mit staunendem Gesicht vor dem türkisblauen See steht. Der Grüne See macht seinem Namen alle Ehre und es ist wirklich beeindruckend den glasklaren türkisblau bis smaragdgrünen See zu bewundern und am Ufer entlangzulaufen. Da der See relativ schnell umrundet ist, beschlossen wir nach einem guten Mittagessen im Gasthof Seehof, noch eine kleine Wanderung anzutreten. Die Naturschönheiten in der Umgebung des Sees mussten nämlich ausgenutzt werden und so marschierten wir trotz 30 Grad im Schatten Richtung Jassing Almhütt'n. Obwohl es vom Grünen See nur etwa 5 Kilometer zu der idyllisch gelegenen Almhütte sind, sollte man diese bei sommerlicher Hitze und ewigem Bergauf nicht unterschätzen. So kamen wir auch erst nach einer gefühlten Ewigkeit ziemlich durchgeschwitzt oben an, wurden dann aber mit einer leckeren Limo und unheimlich guten Mehlspeisen belohnt, weswegen sich der Weg allemal lohnt, wenn man noch Zeit und Energie hat!

 

Fakten zum Grünen See:

    •  Die größte Tiefe erreicht der See im Frühsommer mit ca. 10 Metern.
    •  Im Herbst trocknet er fast völlig aus.
    •  Das Wasser ist mit ca. 3-5 °C eiskalt.
    •  2014 wurde der See zum "schönsten, verborgenen Platz Österreichs" gewählt.
    •  Seit 2016 ist das Baden & Tauchen aus naturschutzrechtlichen Gründen verboten.